Sonntag, 29. Oktober 2017

Unser Wochenende in Bildern 28./ 29. Oktober 2017 - Urlaubsedition

Ich melde mich mit ein paar schönen Bildern von Sonne, Strand und Meer aus unserem Mallorca-Urlaub. Da wir am Freitagabend erst angekommen sind, haben wir am Wochenende noch nichts Großes unternommen, sondern erstmal nur unsere Hotelanlage und Umgebung erkundet. Am heutigen Sonntag starteten wir dann mit einer kleinen Schifffahrt. Bei diesem phantastischen Wetter sind tolle Bilder entstanden.

Samstag

Am Freitag waren wir durch eine Flugverspätung leider erst abends im Hotel und die Kinder spät im Bett. Die erste Nacht im Hotel ist ja sowieso immer schwierig und so erwachten wir am Samstag alle etwas derangiert. Bei mir überwog sehr schnell die Freude über das schöne Wetter, den herrlichen Blick auf's Meer und das Urlaubsglück und -privileg, aber den kleinen Familienmitgliedern ging das anscheinend nicht so, denn es wurde den ganzen Tag gemotzt und gemeckert, was das Zeug hielt. Schlechte Laune vom Feinsten bei beiden Kindern und dementsprechend auch irgendwann bei uns. Anstrengend!

Morgens war unser Ausblick vom Balkon dieser:


Nach dem Frühstück erkundeten wir unsere Hotelanlage, die auf einem Felsplateau liegt und an 3 Seiten von Wasser umgeben ist. Traumhaft!





Dann ging es in den Kinderbereich. Toll ist der Piratenschiff-Pool. Im Kinderclub gab es einen kleinen Parcours, wo die Kinder einiges mitmachten und Halloween-Süßkram absahnten..


Die Kinder wollten auch unbedingt schon den Pool testen, obwohl es wegen des Windes etwas zu kühl war. Das merkten sie aber schnell selbst.


Nach dem Mittagessen machten wir eine Pause, weil alle noch sehr müde waren, und die Kleine schlief ein. Das gab es schon seit einem Jahr nicht mehr. Wir ließen sie und gingen am Nachmittag zum Strand, einer schönen Bucht unterhalb unseres Hotels, wo einige Unerschrockene großen Spaß am Wellengang hatten.



Dort blieben wir bis zu den goldenen Strahlen der Abendsonne. Das Abendbrot war, wie gerade alles hier, von Halloween geprägt. Das scheint hier echt ein Hype zu sein. Bisher hatten wir das Thema erfolgreich von unseren Kindern ferngehalten.


Natürlich wurde der Kinderdisco noch ein Besuch abgestattet und es ging wieder recht spät ins Bett. Die Nacht der Zeitumstellung folgte. 

Sonntag

Wir schliefen mit Unterbrechungen durch Husten bis 7 Uhr. Muss man ja schon fast dankbar sein. Timehop erinnerte mich an die Aufwachzeiten der letzten Jahre. Der Sonnenaufgang sah so aus:


Es war windstill und schon recht warm. Ich schlug vor, eine kleine Schifffahrt zu machen. Wir nahmen gleich das erste Schiff um 9:30 Uhr, das unterhalb unseres Hotels startete, und waren die einzigen Gäste. Ein Schiff nur für uns allein! Die Tour ging an den Calas de Mallorca entlang, wunderschönen Buchten und Höhlen an der Ostküste.



Zurück im Hotel holten wir uns einen kleinen Snack und Getränke und setzten uns auf die Plaza, wo heute Hüpfburgen aufgebaut waren. Auf der Bühne gab es Zumba, die Kinder waren beschäftigt und es fühlte sich herrlich nach Urlaub an. Vor dem Mittagessen probierten die Kinder nochmal den Pool aus.

Am Nachmittag gingen wir zum Strand und wunderten uns, dass der Schatten so früh kam, bis uns einfiel, dass es ja gestern eine Stunde später war;-). Der Große und ich wagten sich ins Wasser. Eine erfrischende Angelegenheit...



Der Sonnenuntergang (hinter einem Berg) war um 17:38 Uhr. Morgen haben wir einen Mietwagen gebucht und wollen ein wenig herumfahren. Die Stimmung der Kinder ist immer noch sehr durchwachsen und das ist derzeit das Einzige, was diesen Urlaub bei herrlichem Wetter und in einer wunderschönen Umgebung stört. Abgesehen davon finde ich es traumhaft, bin dankbar, dass wir aus dem trüben Herbst in Deutschland ausbrechen können und soviel Glück mit dem Wetter haben.


Mehr Wochenenden in Bildern findet ihr wie immer bei Geborgen Wachsen.

Montag, 23. Oktober 2017

Gartenfrust 2017

Unser Garten hat uns in diesem Jahr mehr Frust als Freude gebracht. Nur Arbeit, fast ohne ihn nutzen zu können. Wegen miesen Wetters mehrmals abgesagte Einladungen und Verabredungen. Bei jedem Besuch neue Baustellen wie riesengroße Wespennester, ein kaputter Sichtschutz oder ein aufgewühlter Rasen. Bis auf's Blut streitende Kinder, die erst überhaupt nicht hinfahren wollten und sich dort nur in der Wolle hatten. Wuchernde Pflanzen, unzählige Nacktschnecken, aggressive Mücken, deren Stiche den Kindern dicke Beulen bescherten, Unkraut überall. Eine so geringe Obst- und Gemüseernte wie noch nie zuvor, ich staunte immer über die Instagram-Bilder anderer Gartenbesitzer. Selbst unser Apfelbaum, der im letzten Jahr wunderschöne Schneewittchen-Äpfel hervorgebracht hatte, produzierte nur Ausschuss. Es war frustrierend.


Einerseits lag es am wirklich schlechten Frühlings- und Sommerwetter in Berlin. Ich lebe jetzt seit 23 Jahren hier, aber so einen miesen Sommer habe ich noch nie erlebt. Und wenn mal schönes Wetter war, dann unter der Woche, doch an den Wochenenden regnete es oft. Da wir aber meist nur am Wochenende hinaus in den Garten fahren können, ist das natürlich ungünstig, gelinde gesagt. Die Gartenarbeit, für die Elektro-Geräte benötigt werden, dürfen wir auch nur bis Samstag Mittag machen, danach und am Sonntag ist Ruhezeit. So mussten wir dieses Jahr oft im Nieselregen am Samstag Vormittag den Rasen mähen. Andere Arbeiten wie Hecke schneiden haben wir dann meist händisch (nicht elektrisch) erledigt, da die mögliche Arbeitszeit schon wieder vorbei war. Und ein Genießen des Gartens war fast nie möglich, wir mussten uns oft im Haus aufhalten, da es am Wochenende immer wieder regnete. Das haben wir in den letzten 7 Jahren als Gartenbesitzer noch nie so extrem erlebt.

Symbolbild des Sommers

Auf meiner Mutter-Kind-Kur hatte ich mir vorgenommen, im Sommer MEHRMALS! ALLEIN! im Garten zu übernachten, um ab und zu etwas Abstand vom Familientrubel zu haben. Im letzten Jahr hatte ich zum ersten Mal, seit wir den Garten haben, jeweils mit einem Kind im Garten übernachtet und das klappte gut. Genau das wollte ich in diesem Sommer allein machen und freute mich drauf. Was soll ich sagen: es scheiterte nicht am Willen, sondern am Wetter bzw. den Umständen. Es gab kein Wochenende, wo alles passte, wo es auch nachts warm genug war, man nicht von Mücken zerstochen wurde und kein Regen angekündigt war. Dass es überhaupt nicht heiß war, merkten wir auch in unserer Dachgeschosswohnung, die sich sonst im Sommer total schnell aufheizt. Dieses Jahr gar nicht. Von der Sonne verbranntes Gras im Garten und in unserem Park existierte 2017 nicht. Außerdem sind wir natürlich auch nicht jedes Wochenende zuhause gewesen. Unter der Woche wiederum geht das mit dem Übernachten nicht, da die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sehr schlecht ist. Ich bin echt frustriert, dass ich meine Vorsätze diesbezüglich nicht umsetzen konnte. Nun hoffe ich sehr auf nächstes Jahr.


Die Kinder hatten oft keine Lust, in den Garten zu fahren, und haben sich dann aus ihrer schlechten Laune heraus geärgert und gepiesackt. Wir mussten viel schimpfen und waren genervt. Die Mittagspause klappt im Garten nicht so wie zuhause und geschlafen wird ja sowieso nicht mehr. Auch der Mann verlor immer mehr den Antrieb hinzufahren, und selbst ich dachte zum ersten Mal ans Abgeben des Gartens. Das hatte ich noch nie, schließlich ist er meine Ruheoase und Ausgleich zum Großstadtleben. Außerdem würde dann nicht nur der Garten fehlen, sondern auch die Felder hinter unserem Garten, die Heckrinder, Wildpferde und Störche, die Spazierwege, die Heuballen, wilden Obstbäume und die Weite des Landes. Ich war total traurig über meine eigenen Gedanken des Aufgebens, aber die Umstände waren dieses Jahr wirklich bescheiden.


Nur ein einziges Mal haben wir so richtig, nämlich einen ganzen Nachmittag, geplanscht, nur zweimal überhaupt Besuch im Garten gehabt. Selten gegrillt, nicht übernachtet, oft in der Hütte gesessen, um den Regenschauer abzuwarten und uns jedesmal geärgert. Über die viele Arbeit, die seltenen Gelegenheiten, hinzufahren und eben das Wetter. Ich weiß, das kann man nicht ändern, aber noch nie hat der Frust so deutlich die Freude am Garten überwogen. Und nicht zuletzt ist das auch ein finanzieller Posten, der umso mehr weh tut, je weniger man den Garten nutzen kann.

Tja, was sollen/ können wir tun? Aufgeben? Auf ein neues, besseres Jahr hoffen? Öfter mal spontan unter der Woche rausfahren im nächsten Sommer? Das wiederum lohnt sich zeitlich kaum und bringt meist Stress und abends schreiende Kinder. Außerdem hatten die Kinder sowieso meist keine Lust und meckerten, dass sie nicht in den Garten wollten. Ich verstehe absolut nicht, warum sie zunehmend ungern hinfahren, es ist eigentlich ein Paradies für Kinder, mit dem Spielturm*, der Wasserbahn*, dem Sandkasten* und jeder Menge Spielzeug. Sie dürfen jedesmal bei der Gartenarbeit helfen, haben auch spezielle Gartenutensilien* für Kinder.


Sie dürfen natürlich direkt von den Sträuchern naschen, sie pflanzen mit mir zusammen und wir gehen oft in die wunderschöne Umgebung auf unsere Felder hinaus, wo wir Drachen steigen lassen, die Tiere besuchen, den Kreislauf der Landwirtschaft beobachten und wildes Obst pflücken. Für mich ist das wirklich traumhaft, aber es fällt mir zunehmend schwer, die schlechte Laune der Kinder im Garten auszugleichen und sie zu motivieren. Denn ich selbst möchte genießen und nicht an meinem Ruheort vollgemeckert werden. Die Streiereien der Kinder hört man schon im ganzen Umfeld und das ist zermürbend.


Das Gartenjahr 2017 ist vorbei, wir haben den Garten schon winterfest gemacht und kommen nur noch für kleine Arbeiten vorbei. Ich hoffe ganz sehr, dass das nächste Jahr in jeder Hinsicht besser wird und vor allem die Kinder wieder mehr Freude am Garten empfinden können. Wenn nicht, weiß ich nicht, ob wir ihn behalten. Wir haben ihn damals im Frühjahr 2010 übernommen, kurz bevor ich mit dem Großen schwanger wurde. Mir bedeutet er sehr viel, aber ich kann ihn nicht gegen den Widerstand meiner Familie, vor allem der Kinder, halten. Ich verstehe diese Abneigung, diesen Unwillen der Kinder nicht und weiß auch nicht, was man da tun kann. Nun warten wir einfach mal ab, was das nächste Jahr bringt. Mehr Frust als Freude ist jedenfall auf Dauer unbefriedigend!


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Freitag, 20. Oktober 2017

Die ersten Ferien!

Die ersten Ferien für meinen Großen! Wahnsinn, wie schnell die 6 Wochen seit seiner Einschulung vergangen sind. Ich erinnere mich, wie elend lang für mich als Kind die Schulwochen immer waren und wie weit entfernt die nächsten Ferien schienen. Kinder haben ja doch eine ganz andere Zeitwahrnehmung als Erwachsene. Nun, da ich selbst Mama eines Schulkindes bin, staune ich, wie rasant die Wochen verflogen sind. Aber vor allem staune ich darüber, wie ruhig und problemlos die Umstellung geklappt hat und wie ausgeglichen der Große ist. Das hätte ich niemals so erwartet.

Ich habe erwartet und wurde auch von vielen Seiten darauf vorbereitet, dass die ersten Wochen schwierig und anstrengend werden und es mindestens bis zu den Herbstferien, oft sogar bis zum Ende des ersten Halbjahres, dauern würde, bis sich das eingeschulte Kind und alle Familienmitglieder an die Veränderungen, die neuen Anforderungen, den anderen Rhythmus gewöhnt hätten. Ich habe wahlweise mit völliger Überforderung und Überreizung, mit Aggressionen, mit Wut, mit Verzweiflung, mit Unlust und Boykott oder auch mit Apathie gerechnet und mich auf eine lange, anstrengende Zeit des Tröstens, Ausgleichens und Aufmunterns eingestellt. Ich hatte Angst davor, wieder der Puffer für viele negative Emotionen des Großen zu werden, wie schon so oft. Und ich hatte natürlich auch befürchtet, dass er meine Angst und Skepsis spüren würde.

Nichts davon ist eingetreten. Ich kann es selbst bis heute nicht glauben und erwartete täglich ein Platzen der Bombe, ein Ausrasten, ein Verweigern oder Zusammenbrechen von ihm. Ich erwartete ein Auf und Ab der Emotionen und Stimmungen, Müdigkeit und Erschöpfung, Verwirrung, Überforderung, Frust und Tränen. Dass es anders gekommen ist, finde ich unglaublich toll. Er ist da so pflegeleicht durchgegangen, dass wir, abgesehen vom organisatorischen Kram, fast nichts von der Veränderung gemerkt haben. Überhaupt, schon der Begriff "pflegeleicht" in Zusammenhang mit einer Umstellung im Leben des Großen liest sich fast unglaublich.

Ich glaube weiterhin, dass einen großen Anteil daran das Verbleiben in seinem gewohnten Umfeld inklusive vertrauter Freunde und anderer Kinder hatte. Das macht für Charaktere wie ihn unheimlich viel aus und ich bin froh, dass ich das als eines der ausschlaggebenden Kriterien für die Anmeldung auf der normalen Einzugsgrundschule herangezogen habe. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie verlassen und einsam er sich allein auf einer fremden Schule, in einer völlig neuen Umgebung gefühlt hätte. Er ist nicht der offene Typ, der schnell neue Kontakte knüpft und auf andere zugeht. Hier an seiner Schule geben ihm die Kinder, die er kennt (und das sind nur einige wenige unter 600 Schülern) Halt und er konnte dadurch auch schon ein paar neue Freunde finden. Das ist für mich schön zu sehen.

Er hält mit seinem neuen Wissen, seinen erlernten Kenntnissen und neuen Abläufen ziemlich hinter dem Berg und sprudelt nicht automatisch alles heraus, was er am Tag gelernt und erlebt hat. Manche Fragen über den Schulalltag, die ich ihm so stelle, kann er gar nicht beantworten. Ich denke, sein Gehirn schützt sich vor zuviel Input, indem es alles ausblendet, was nicht direkt "lebensnotwendig" im Schulleben für ihn ist. Das ist okay, ich kenne das selbst auch. Er ist aber ganz stolz, wenn wir seine Aufgabenblätter, bei denen er meist volle Punktzahl erreicht, aus seiner Postmappe rausholen und anschauen. Das Lesen und Schreiben lernen schreitet ganz langsam voran, aber auch das finde ich völlig in Ordnung, ich bin da komischerweise gar nicht so ungeduldig wie sonst. Seine Lehrerin wird es ihm schon beibringen. Bis jetzt gibt es keine Probleme oder Sorgen. Ich würde mir wünschen, dass die Klasse öfter und länger nachmittags rausgeht, aber das ist eben erzieherabhängig. Noch wichtiger ist mir, dass darauf geachtet wird, dass die Hausaufgaben im Hort erledigt werden, und das ist glücklicherweise der Fall. Denn dann kann ich beruhigt nachmittags mit den Kindern genau wie bisher auf den Spielplatz oder in den Park gehen.

In den 6 Wochen seit seiner Einschulung hat er die ersten beiden Milchzähne verloren. Er ist mit einem Nasenbeinbruch gestartet und kann mittlerweile wieder alles regulär mitmachen. Er geht allein (oder mit anderen Kindern) das letzte Stück des Weges bis hoch in seinen Klassenraum, hat aber keine Ambitionen, die darüber hinaus reichen. Er erledigt seine Aufgaben wunderbar, macht aber nichts Zusätzliches. Ich sehe, was ich schon länger wahrnehme, nämlich dass er kaum Ehrgeiz hat, sich selbst etwas Neues beizubringen oder etwas zu machen, was über die Anforderungen hinausgeht. Selbst im Rechnen, was ihm liegt, versucht er nicht selbstständig voranzukommen. Aber solange er die Anforderungen erfüllt, sich Mühe gibt und nicht unwillig dabei ist, bin ich auch zufrieden. Spezielle Interessen und damit eine intrinsische Motivation kommen vielleicht im Laufe der Zeit. In den letzten Wochen ging es vor allem darum, diese große Umstellung so reibungslos wie möglich zu gestalten.

In der ersten Ferienwoche wird er 2 Tage in den Ferienhort gehen, an den restlichen Tagen ist er anderweitig verplant. Und am nächsten Freitag fliegen wir für eine Woche in den Urlaub, da die Kita in der 2. Ferienwoche ebenfalls geschlossen ist. Juhu, wir freuen uns. Und dann beginnt der nächste Abschnitt unseres Schulkindes!

Samstag, 14. Oktober 2017

Förderunterricht für Schulanfänger?

Vor kurzem hatten wir das erste Eltern-Kind-Treffen der Schulklasse unseres Großen. Wir fanden uns informell im Park zusammen, um uns ein wenig kennenzulernen. Abgesehen davon, dass nur ca. die Hälfte der Eltern und Kinder anwesend war und ich mir nur wenige Namen merken konnte, war es trotzdem recht interessant. Mein Großer erzählt ja nicht viel vom Schulalltag und so erfuhr ich einige Dinge, die ich noch nicht wusste. Zum Beispiel, dass seit kurzem zwei Kinder schon Förderunterricht hatten.

Eine Mama berichtete, dass sie ziemlich überrascht, um nicht zu sagen geschockt war, weil ihre Tochter kaum 4 Wochen nach der Einschulung schon eine "Einladung" zum Förderunterricht in der Postmappe hatte. Sie erzählte auch, dass ihre Tochter das nicht gut verkraftet hatte, sondern sich nun "schlechter" und unter Druck gesetzt fühlen würde. Und das alles schon kurz nach Schulstart! Ich war auch überrascht, als ich dies hörte, hätte ich doch nie damit gerechnet, dass so schnell Leistungsdruck aufgebaut wird und "schlechtere" Schüler gefördert werden. Ich muss ehrlich sagen, ich wäre ziemlich perplex gewesen, wenn solch ein Schreiben in unserer Postmappe gewesen wäre und mein Großer nun zum Förderunterricht müsste.

Bildquelle: Pixabay

Der Förderunterricht findet bei uns vor dem regulären Unterricht statt, d.h. startet um 7:25 Uhr. Um 8 Uhr beginnt der normale Schulalltag. Die betroffenen Kinder haben also noch einen längeren Unterrichtstag und merken natürlich, dass sie herausgepickt wurden, weil irgendwas nicht so ganz läuft, wie es optimalerweise laufen sollte. Prinzipiell finde ich es gut, wenn die Pädagogen mit ihrer Erfahrung individuell auf die Kinder schauen und diejenigen unterstützen, denen gewisse Dinge schwerer fallen als anderen. Wir wissen alle selbst, dass es oft nicht ausreicht bzw. nicht funktioniert, wenn die Eltern ihre Kinder zum regelmäßigen Üben anhalten. Viele Kinder reagieren auf die Bemühungen ihrer Eltern mit Abwehr oder machen dicht. Außerdem sind Eltern keine Pädagogen, haben oft wenig Zeit und noch weniger Geduld. Insofern ist es sicherlich sinnvoll, diese "Nachhilfe" in der Schule, von der Klassenlehrerin zu bekommen.

Allerdings war ich (und nicht nur ich) wirklich überrascht, dass damit schon 4 Wochen nach der Einschulung begonnen wird. Sollten die Kinder nicht erstmal ganz langsam den Schulalltag kennenlernen und nach und nach ans Lesen, Schreiben, Rechnen und die Anforderungen des Schulsystems herangeführt werden? Sollte man nicht erstmal Wert auf das Zusammenwachsen der Klasse legen, anstatt einige Kinder nun schon zu stigmatisieren? Kann man so früh überhaupt merken, ob ein Kind wirklich Defizite hat oder vielleicht lediglich noch an der Umstellung auf die Schule zu knabbern hat? 4 Wochen sind wirklich kein langer Zeitraum, die Kinder müssen soviel Neues verarbeiten, und sollen dann noch nach so kurzer Zeit ein bestimmtes Leistungsniveau erfüllen? Das finde ich persönlich ungut.

Andererseits gibt es sicherlich Kinder, die tatsächlich von Anfang an elementare Schwierigkeiten auch mit den einfachsten Schreibanforderungen haben oder nicht mal geometrische Formen erkennen und zuordnen können. Für diese Kinder ist es dann tatsächlich gut, wenn sie schon früh individuell gefördert werden, bevor der Abstand zum Rest der Klasse zu groß wird. Aber kann man das wirklich unterscheiden? Manche Kinder sind einfach schüchtern und zeigen vielleicht nicht ihr wahres Leistungsvermögen. Manche funktionieren unter Druck nicht so gut. Und andere konzentrieren sich möglicherweise am Anfang erstmal auf das ganze soziale Gefüge, bevor sie bereit sind zu lernen. Eine schwierige Gratwanderung, das als Pädagoge zu unterscheiden, und sicherlich auch für die betroffenen Eltern dieser Kinder nicht immer nachvollziehbar.

Die Tochter der Mama, die dies erzählte, fühlt sich jedenfalls schon jetzt verunsichert durch diese Sonderstellung. Diese Verunsicherung äußert sich durchaus auch als Schulunlust und Abwehrhaltung. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei meinem Großen ganz ähnlich wäre, wenn es ihn betreffen würde. Ist so etwas nötig, wenige Wochen nach Schulstart? Ich meine nein, aber ich bin keine Pädagogin. Ich kenne auch nicht die genauen Beweggründe und Umstände, die dazu geführt haben. Ich kann nur hoffen, dass nicht nach einem starren vorgegebenen Schema geurteilt, sondern individuell eingeschätzt wurde. Dass die Förderung für diese Kinder also wirklich unbedingt nötig ist. Ansonsten finde ich persönlich es wichtiger, den Erstklässlern so lange wie möglich die Freude am Lernen und die Lust, in die Schule zu gehen zu erhalten. Auch wenn vielleicht noch nicht alles so perfekt läuft. Aber das muss es doch auch gar nicht. Schließlich sind sie gerade erst in die Schule gekommen!

Was meint ihr dazu?

Donnerstag, 5. Oktober 2017

WMDEDGT? am 5. Oktober 2017 - Mama-Auszeit und Sturm

Es ist der 5. des Monats (Wahnsinn, schon Oktober!) und bei Frau Brüllen werden wieder unter #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?) Berichte des Tagesablaufes von Bloggern gesammelt. Ich bin heute für eine kleine Mama-Auszeit an die Ostsee gefahren. Der Tag war geprägt vom Sturm Xavier. Und so war mein Tag:

6:15 Uhr
Der Wecker klingelt. Es regnet. Heute werde ich die Kinder in die Schule und die Kita bringen. Sonst macht das der Mann, aber heute haben wir getauscht.

6:30 Uhr
Der Mann fährt schon früh zur Arbeit, weil er die Kinder heute abholen muss. Wir drei frühstücken und machen uns fertig.

7:30 Uhr
Wir verlassen die Wohnung und gehen zuerst zur Schule, wo der Große spätestens um 7:50 in seinem Klassenzimmer sein muss. Danach bringe ich die Kleine zur Kita. Glücklicherweise klappt mit der Verabschiedung alles, obwohl ich ihr natürlich gesagt habe, dass ich verreise und erst am Samstag wiederkomme. Gestern abend waren beide Kinder nämlich ziemlich anhänglich.

8:15 Uhr
Ich bin wieder zuhause und packe mein Köfferchen, räume den Geschirrspüler aus, lege Wäsche zusammen und wische nochmal das Bad durch. Alles geht superschnell und ich bin zu früh fertig. Ungewohntes Gefühl!

9:45 Uhr
Ich breche zum Bahnhof auf, wo meine Regionalbahn abfährt. Es ist genau die gleiche Uhrzeit und der gleiche Zug, mit dem damals der Große und ich zu unserer Mutter-Kind-Kur losgefahren sind. Ich fahre nämlich in unseren damaligen Kur-Ort, weil ich Sehnsucht nach der Ostsee habe. Ich muss daran denken, wie aufregend damals alles für mich war, weil ich überhaupt nicht wusste, was mich erwartete.


10:15 bis 14:00 Uhr
Eine herrlich ruhige und angenehme Zugfahrt auf die Insel Usedom. Die Zeit vergeht wie im Flug und ich genieße es, einfach ganz lange aus dem Fenster zu starren, ohne angesprochen zu werden, ohne Essen zu reichen, zu beschäftigen und zur Toilette begleiten zu müssen. Es regnet Bindfäden und die Nachrichten bezüglich des Sturms Xavier verdichten sich. Ich hoffe, dass ich noch rechtzeitig ankomme. Geschafft! Ich muss weinen, als ich die bekannten Wege langgehe und denke mit Wehmut an die schöne Zeit bei der Mutter-Kind-Kur zurück.

14:30 Uhr
Ich beziehe mein Hotelzimmer und bin vom kurzen Weg ziemlich nass. Meine Klamotten und Schuhe müssen trocknen und ich bleibe vorerst im Zimmer. Ich habe sogar ein Sofa zum Relaxen! Draußen ist alles grau in grau und windig.


16:00 Uhr
Der Regen wird nicht besser und ich gehe nochmal raus. Nach 2 Minuten bin ich völlig durchnässt. Tapfer will ich trotzdem bis zum Strand laufen. Es stürmt wie verrückt und es ist kein Mensch unterwegs. Auch das Meer ist aufgepeitscht.


Ich hole mir noch ein Fischbrötchen für später. Es macht keinen Sinn bei diesem Wetter. Auf dem Rückweg statte ich noch meiner damaligen Kurklinik einen Besuch ab und stelle fest, dass bei unserem Wohntrakt ein zusätzlicher Trakt gebaut wird. Alles ist eine riesengroße Baustelle und viel enger nun. Was hatten wir für ein Glück! Auch mit dem Wetter... So wie heute habe ich unseren Kur-Ort in den 3 Wochen Kur nie erlebt.


17 Uhr
Ich kapituliere und gehe völlig durchnässt ins Hotel. Den Rest des Abends verbringe ich im Hotelzimmer und stelle fest, wie herrlich lang der Tag doch ist, wenn man niemanden zu versorgen hat. Das Schweigen, die Stille tun mir extrem gut. Abschalten kann ich aber noch nicht so richtig. Ich höre Phantomschreie und -streit und muss immer wieder weinen, weil ich weiß, dass mir dieses Immer-Funktionieren-Müssen im Alltag eigentlich viel zu viel ist. Ich weiß aber auch, dass ich es nicht ändern kann.

18 Uhr
Der Mann schickt mir Nachrichten von der Lage in Berlin. Er ist heil mit den Kindern nach Hause gekommen. Allerdings gab es Verwüstungen durch den Sturm in unserer Straße, der Bahnverkehr ist eingestellt worden und der Haupteingang zur Schule meines Großen wurde wegen eines herabgestürzten Daches gesperrt. Puh!


Ich mache mir jetzt einen gemütlichen Abend und hoffe auf etwas ruhigeres Wetter für morgen. Ich möchte am Strand entlang und durch den Wald wandern und die Ostsee-Luft in mich aufsaugen, bevor es am Samstag wieder nach Hause geht. Und vor allem die Ruhe genießen!

Mehr #wmdedgt gibt es bei Frau Brüllen.


Mittwoch, 4. Oktober 2017

"Die entspannte Familie" - gibt es dafür ein Patentrezept? (Rezension)

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das mich sehr interessierte, weshalb ich es mir als Rezensionsexemplar bestellte, das aber insgesamt ein zwiespältiges Gefühl bei mir hinterlassen hat. Es handelt sich um "Die entspannte Familie"* von Simone Kriebs aus dem Gütersloher Verlagshaus, erschienen im Februar 2017. Da ich uns als Familie nicht unbedingt als entspannt bezeichnen würde, war und bin ich sehr erpicht darauf, vielleicht Tipps und Strategien zu bekommen, wie man das Familienleben entzerren und insgesamt harmonischer gestalten kann. Und vor allem dafür, wie wir Eltern vielleicht manchmal etwas weniger genervt und angespannt agieren können, wenn wir selbst am Limit sind. Denn bei uns schaukeln sich negative Gefühle schnell hoch und potenzieren sich, weil wir uns alle nicht gut abgrenzen und unsere Bedürfnisse nicht konstruktiv äußern können. Das ist ungut und ich würde gern einen anderen Weg finden, damit umzugehen.

Das Inhaltsverzeichnis mit den interessanten Kapitelüberschriften und die Einleitung wecken auf jeden Fall Interesse und lassen auf spannende Anregungen hoffen. Die Grundannahmen des Buches orientieren sich an Jesper Juul: Gleichwürdigkeit, Authentizität, Respekt, Integrität. Die Autorin hält dazu an, sich mit der eigenen inneren Haltung auseinanderzusetzen: "Ich glaube, dass ein respektvolles Miteinander in einer Familie sich nur entwickeln kann, wenn die Erwachsenen bereit sind, sich mit ihren unbewussten 'Programmen' zum Thema Erziehung auseinanderzusetzen." (S. 9) Dem stimme ich absolut zu, aber einfach ist das natürlich nicht und zwei verschiedene Elternteile werden das möglicherweise in sehr unterschiedlichem Maße bewerkstelligen. Doch ist es zu Recht einer der wichtigsten Ansatzpunkte für eine entspanntere Familie.

Dazu gehört beispielsweise, Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen und dadurch unseren Kindern den konstruktiven Umgang mit Emotionen vorzuleben. Das stärkt sie und vermittelt Strategien, um Lösungen für Konflikte zu suchen und zu finden. Das Vorleben durch die Eltern ist dafür elementar. Allerdings weckten schon hier einige Aussagen meinen Widerstand, z.B.: "Jedoch hat die genetische Anlage der Gefühle wenig Einfluss darauf, wie wir mit unseren Emotionen umgehen. Wie Gefühle gezeigt werden, ist Teil unserer Sozialisation." (S. 41) Das halte ich nur bedingt für richtig, denn unterschiedliche Persönlichkeiten, die identisch sozialisiert wurden (wie Geschwister) äußern ihre Gefühle meist auch sehr verschieden. Der eine trägt sie auf der Zunge, der andere braucht lange, um aufzutauen, ein dritter sorgt sich mehr um die Gefühle anderer als um die eigenen.

Bei meinen Kindern und anderen Geschwistern sehe ich tagtäglich, dass das Vorbild der Eltern nur marginal Einfluss auf die Art und Weise hat, wie Gefühle geäußert und verarbeitet werden. Das ist mehr oder weniger Veranlagungssache, mit kleinen Einflussmöglichkeiten seitens der Eltern. Es stimmt meiner Meinung nach nicht, dass Kinder so reagieren werden, wie sie sich das von den Eltern abschauen. Solche verallgemeinerten Aussagen wecken immer Widerspruch in mir, und davon gibt es in dem Buch noch einige mehr. Dabei erwähnt die Autorin selbst auf S. 56f. die Unterschiedlichkeit und Individualität von Geschwistern. Generell habe ich des öfteren beim Lesen des Buches mit dem Kopf geschüttelt oder ein "Nein!" an den Rand geschrieben, besonders bei Aussagen wie: "Sind die Eltern entspannt, treffen wir auch auf entspannte Kinder!" (S. 142) Das ist nicht nur falsch, sondern triggert und weckt Schuldgefühle. Keiner, der einen Erziehungsratgeber schreibt, sollte mit solchen unreflektierten Aussagen um sich werfen.

Welches sind denn nun die Ansatzpunkte für eine entspannte Familie? Die Autorin nennt viele kleine Bausteine, die dazu beitragen können, dass sich Eltern und Kinder besser verstehen, Konflikte konstruktiv und liebevoll gelöst werden und jeder sich gesehen fühlt. Es geht um Respekt, Gefühle erkennen und benennen, Selbstvertrauen stärken, Autonomie und Verantwortung, Grenzen achten, Authentizität, Selbstfürsorge von Eltern, Gelassenheit und Zeit. Alles keine bahnbrechenden Ansätze, alles gut bekannt, wenn man einige Bücher von Jesper Juul und anderen gelesen hat. Sehr viel Wert legt die Autorin zu Recht auf das Erkennen alter erlernter Erziehungsmuster, die die Beziehung zu unseren Kindern erschweren: "In Momenten, in denen Eltern nicht weiterwissen, greifen sie gerne auf Verhaltensweisen zurück, die sie eigentlich für sich ablehnen." (S. 84) Es braucht Kraft, Disziplin und Selbsterkenntnis, aus solchen Mustern auszusteigen und neue Wege zu beschreiten, die nichts mit den erlernten oder selbst erfahrenen Wegen zu tun haben. Aber es lohnt sich und bringt Entspannung in der Familie mit sich (allerdings nur, wenn der andere Elternteil diesen Weg mitgeht; ansonsten gibt es eher noch mehr Konflikte. Anm. von mir).

Bereichernd fand ich folgende Aussage, die direkt damit zu tun hat: "Dagegen kann es für die ganze Familie entspannend wirken, wenn die Erwachsenen ihre eigenen Muster erkennen, mit denen sie bestimmte Verhaltensweisen beim Kind stabilisieren." (S. 87) Sie schlägt vor, in angespannten Situationen bewusst anders zu reagieren bzw. zu handeln als bisher (als es die Kinder kennen) und dadurch eine unerwartete Gegenreaktion oder bestenfalls Befriedung der Situation auszulösen. "Denn wenn einer das Muster verändert, passt auch nicht mehr das Muster der anderen." (S. 88) Auch sollten Eltern ihren Kindern die Möglichkeit geben, Selbstregulierung und Stressresistenz zu lernen, anstatt alles Unbequeme für sie aus dem Weg zu räumen. Dass aber auch dies von individuellen Voraussetzungen abhängt und in sehr unterschiedlichem Maße und Tempo voranschreiten kann, wird nicht erwähnt. Stattdessen kam mir das Buch streckenweise wie ein Ratgeber der Sorte "Drücke Knöpfchen A, dann passiert folgendes...!" vor. Auf solche Vereinfachungen reagiere ich nicht nur grundsätzlich, sondern auch aus meiner Erfahrung heraus allergisch.

Im letzten Teil gibt es noch einige Gedanken zum Thema Schule, das ja für mich seit der Einschulung meines Großen nun auch relevant ist. Durch den zunehmenden Leistungs- und Zeitdruck können neue und stärkere Konflikte in Familien aufbrechen und zum Teil somatische Beschwerden bei Kindern entstehen, wenn sie ihre Gefühle unterdrücken müssen. Es ist wichtig, Kinder einfühlsam und verständnisvoll durch schwierige Phasen zu begleiten. Manchmal muss man auch unkonventionelle Wege gehen, zum Wohle des Kindes. So berichtet die Autorin, dass eine Mutter, deren Sohn immer wieder über Bauchschmerzen klagte, wenn der schulische Druck zu hoch wurde, einen Weg fand, ihrem Sohn entgegenzukommen, ohne dass er eine körperliche Symptomatik entwickeln musste: sie schenkte ihm Gutscheine für 3 Zuhause-Tage pro Halbjahr, die er unter bestimmten Bedingungen einlösen konnte. Manchmal muss man auch solche unkonventionellen Lösungen finden, wenn es dem Wohlbefinden eines Familienmitgliedes und damit einer entspannten Familie dient.

Insgesamt hatte ich beim Lesen des Buches sehr zwiespältige Gefühle. Mit den Juulschen Grundannahmen stimme ich absolut überein, aber viele pauschalisierende Aussagen des Buches riefen Widerstand in mir hervor. Erziehung bzw. Beziehung zu Kindern ist eine komplexe Aufgabe, an der alle beteiligten Seiten arbeiten und wachsen müssen. Es gibt kein Schema F, was bei allen funktioniert, es gibt immer wieder Überraschungen, neue komplexe Situationen und vor allem individuell verschiedene Voraussetzungen. Dessen wird mir zu wenig Rechnung getragen. Ansonsten gibt es hilfreiche Ansätze, die besonders für Eltern interessant sein können, die sich noch wenig mit Prinzipien wie Gleichwürdigkeit, Authentizität und Integrität beschäftigt haben.

Fazit: Eine entspannte Familie möchte sicherlich jeder haben, aber es gibt dafür kein Patentrezept!

Die Eckdaten:
Simone Kriebs: Die entspannte Familie. Wie man aus einer Mücke keinen Elefanten macht*, Gütersloher Verlagshaus, Februar 2017, 224 Seiten, ISBN 978-3579086668, € 17,99


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