Donnerstag, 20. Juli 2017

Wo ist mein Sonnenschein hin?

Die Kleine treibt mich in den Wahnsinn. Wo ist mein pflegeleichtes Baby und Kleinkind hin? Bei dem ich (fast) immer wusste, was ich machen, wo ich ansetzen und wie ich es auffangen kann. Ich weiß aktuell nicht mehr, wie ich mit ihr umgehen soll. Bin rat- und hilflos. Kann sie nicht mehr liebevoll und geduldig begleiten. Sie überschreitet alle Grenzen, ist körperlich aggressiv gegen uns und ihren Bruder, schreit und kreischt bei jeder Kleinigkeit, rastet komplett aus. Macht fast täglich Sitzstreik auf der Straße, rennt vor Autos, läuft einfach weg. Sie stört, wo sie nur kann, sie zerstört mutwillig Dinge vom Großen, reißt alles an sich. Das Zusammenleben mit ihr gleicht einem Gang über ein Minenfeld, man kann eigentlich nur alles falsch machen und verlieren. Morgens Geschrei, nachmittags Boykott und Verweigerung, abends Geschrei. Jede Mahlzeit ist ein Desaster. Zwischendurch wird man gehauen, getreten, beschimpft sowie mit Forderungen bombardiert. Sie wirft mit Schimpfwörtern um sich, die der Große noch nie benutzt hat, und das in einer Frequenz, die unerträglich ist. Sie ist keine 2 Jahre alt, auch nicht 3, sondern 4 1/4. In diesem Alter war der Große aus der schlimmsten Zeit raus und es wurde langsam einfacher mit ihm. 4 Jahre, das war für mich immer das Alter, wo es einfacher wird. Mit ihr ist es das Gegenteil.

Sie war immer mein kleiner Sonnenschein, witzig, charmant, lebensfroh, schlagfertig, intelligent, schnell, schlau, liebevoll, anschmiegsam. Ich konnte sie immer gut händeln und wusste meist, wie ich sie wieder erde, wenn sie außer sich war. Sie ließ Trost immer irgendwann zu und tankte viel durch körperliche Zuwendung auf. Lange, sehr lange Zeit brauchte sie eigentlich nur Mama, dann war sie zufrieden und ausgeglichen. Zur Zeit schlägt sie nur um sich, verbal und physisch, und wir erkennen sie nicht wieder. Sie lacht kaum noch, von ihrem neckischen Wesen ist nichts mehr zu erkennen. Klar hatte auch sie, wie jedes Kind, schon immer schwierigere, unzufriedene Momente oder auch Phasen, in denen der Mann, die Großeltern oder die Erzieherinnen deutlich machten, dass sie nicht an sie herankämen. Aber da war ja immer noch ich, der letzte Anker, die Mama, von der sie sich immer beruhigen und regulieren ließ. Mit ihr habe ich mich nur in seltenen Momenten richtig hilflos gefühlt. Selbst ihre Wutstürme habe ich meist ruhig und liebevoll begleitet. Im Moment weiß ich nicht mehr weiter und ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mehr. Sie ist komplett unberechenbar und dreht völlig frei.

Der Große war so ähnlich zwischen 1,5 und 3,5 Jahren. Er war ein sehr wütendes, unzufriedenes Kind, das überhaupt nicht ausdrücken konnte, was ihn störte. Er war aber selten gegen uns bzw. gegen mich körperlich aggressiv, sondern warf eher ein Spielzeugregal um, wälzte sich auf dem Boden oder war sogar autoaggressiv. Er war nie ein Hau- oder Beißkind, weder gegen uns noch andere. Jetzt, mit 6 1/2 Jahren, fängt er an, die Kleine zurückzuhauen, weil er ständig von ihr gehauen wird. Sie tritt ihn, boxt ihn, schubst ihn, und das alles so schnell und überraschend, dass man kaum eingreifen kann. Lange hat er sich nicht gewehrt, sondern geweint und Trost bei uns gesucht, nun fängt er selbst auch damit an. Es ist zum Mäusemelken. Der Große hat auch nie viele Schimpfwörter benutzt. Brachten andere Kinder aus der Kita ein ganzes Arsenal an Ausdrücken nach Hause, war er da immer relativ resistent und hat nicht so viel aufgesaugt. Mit ca. 3 1/4 Jahren hatte er eine nervige Schimpfwortphase, aber die ging recht schnell vorbei und war nicht mal im Ansatz so schlimm wie das, was die Kleine mit ihren über 4 Jahren jetzt durchlebt.

Wir rätseln, was mit ihr los ist. Die Autonomiephase müsste eigentlich so langsam vorbei sein. In ihrem Alltag hat sich nichts geändert. Sie hat jetzt endlich ein eigenes Kinderzimmer. Sie kann sich verbal ausdrücken, sie versteht alles und findet sich überall zurecht. Sie fängt schon an, Buchstaben zu schreiben, und ist viel selbstständiger als ihr großer Bruder. Sie will allein zum Bäcker gehen und überhaupt alles autark machen. Dabei passieren leider auch unzählige Malheure, was uns nervt, da wir das von unserem vorsichtigen Großen nicht kennen. In vielen Fällen sagen wir nichts, doch manchmal ist es eben auch zuviel. Sie ist integriert, hat ihre Freundinnen, wird zu Geburtstagen eingeladen und darf vieles schon machen, was der Große sich erst später zutraute. Zum August wird sie in den großen Elementarbereich der Kita wechseln, wo sie in letzter Zeit schon mehrfach hineinschnupperte. Es ist für uns nicht ersichtlich, an welcher Stelle sie eventuell leidet, sich unwohl fühlt, Unterstützung braucht.

Sicherlich lässt sie das Gerede und die Vorbereitungen für den baldigen Schulstart des Großen nicht ganz kalt. Sie versteht ja, dass sie bald allein in die Kita geht und der Große bei der Einschulung im Mittelpunkt steht. Sie sieht, was wir dafür schon jetzt vorbereiten und, sie merkt, dass es ein großer Umbruch wird. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das schon jetzt so dermaßen aus der Bahn wirft, wo der Große selbst noch relativ ruhig ist. Sie zieht im Moment alle negative Aufmerksamkeit auf sich und wir wissen nicht, warum. Lange habe ich versucht, unter Aufbietung all meiner nervlichen Kräfte ruhig und gefasst zu bleiben. Immer öfter explodiere ich nun auch. Der Mann ist komplett hilflos und gestresst. Keine unserer Strategien bringt irgendeine Besserung. Sie zerschießt im Moment unseren Familienfrieden auf allen Ebenen und es scheint ihr, der Harmonie eigentlich immer so wichtig war, keinen Deut auszumachen. Am meisten tut mir der Große leid, der unter ihren Aggressionen, ihrer Schreierei und der negativen Aufmerksamkeit, die ihr zuteil wird, leiden muss. Denkbar schlechte Voraussetzungen für einen ruhigen Schulstart für ihn.

Wir sind ratlos. Fehlt ihr positive Aufmerksamkeit, fehlt ihr Exklusivzeit, fehlt ihr Beschäftigung, fehlt ihr aktive Förderung? Sie war doch immer zufrieden, wenn sie mit mir zusammen war! Und wir haben immermal wieder nachmittags Zeit zu zweit, wenn der Große bei Freunden ist. Auch der Papa unternimmt ab und zu etwas allein mit ihr. In letzter Zeit war das zugegebenermaßen aus diversen Gründen seltener der Fall. Dafür sind wir aber öfter auf ihren ausdrücklichen Wunsch zu Reiterhöfen und Pferdekoppeln gefahren, was sie sehr liebt. Dass der Große nicht mit ihr spielt, frustriert sie weiterhin, ist aber nichts Neues für sie.

Da sie im Moment nicht kuscheln will, ihren Liebestank aber bisher immer durch Kuscheln und körperliche Zuwendung auffüllte, haben wir uns nun vorgenommen, ihr mehr ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Wir wollen mehr einzeln mit ihr spielen (was schwierig ist, weil dann der Große sofort eifersüchtig wird) und mehr allein mit ihr unternehmen. Ich habe sie gefragt, ob sie, wenn die Großeltern bald zu Besuch kommen, mal etwas mit ihnen allein machen möchte. Will sie aber nicht, sondern mit dem Bruder zusammen. Vielleicht möchte sie auch mal, dass einer von uns allein mit ihr verreist, so wie es der Mann mit dem Großen mit 4 Jahren und seitdem mehrfach schon gemacht hat. In mancher Hinsicht haben wir mit dem Großen im gleichen Alter schon viel mehr gewagt, in anderer Hinsicht ist sie viel weiter und selbstständiger als er, darf mehr und traut sich selbst Dinge zu, die er damals noch nicht wagte. Es ist schwierig. Ob das reicht, um sie aus ihrem Frust herauszuholen?

Habt ihr noch Ideen, Anregungen, Erklärungen? Wie sind eure 4-jährigen Kinder so drauf? Wie kommen wir durch diese anstrengende Phase hindurch?

Ich will doch einfach nur meinen Sonnenschein zurück!

PS: Die Bilder stammen von einem kürzlichen Mama-Tochter-Ausflug zu einem Fest, einem Nachmittag nur für uns beide.

Sonntag, 16. Juli 2017

Unser Wochenende in Bildern 15./ 16. Juli 2017

Mein letztes Wochenende in Bildern teilte ich im März von der Mutter-Kind-Kur. Es wird also wiedermal Zeit. Da unser Wochenende abwechslungsreich war, kommen hier ein paar Bilder und Gedanken davon.

Samstag:

Vormittags wollten wir zum Sommerfest der zukünftigen Grundschule des Großen gehen. Die Lehrerin hatte uns explizit beim Elternabend eingeladen. Wir gingen gleich zur Eröffnung hin, was auch gut war, denn da war es noch recht leer. Im Laufe der Zeit füllte sich der Schulhof immer mehr und am Ende fühlten wir uns komplett überreizt und überfordert von den Massen und den Eindrücken. Es gab tolle Aktivitäten und Stationen, die Atmosphäre wirkte angenehm und wir trafen einige Bekannte. Dennoch war es sehr anstrengend und drei von uns waren sehr erschöpft.


Glücklicherweise konnte ich dem Großen seine Lehrerin zeigen und lernte selbst seine Horterzieherin kennen, die beim 1. Elternabend nicht dabei gewesen war. Wir stellten uns kurz vor und ich erfragte das Prozerede beim Start im Ferienhort. Es gibt dort überhaupt keine Eingewöhnungszeit, man lässt das Kind am ersten Tag in der komplett fremden Umgebung allein dort und geht. Puh. Das finde ich heftig, aber es ist wohl üblich und ändern kann ich es nicht. Ich hoffe, dass alle seine Freunde an seinem Starttag im Ferienhort anwesend sein werden. Nach meinem jetzigen Stand wird das der Fall sein, und er wird es sicherlich brauchen.


Wir waren total kaputt nach dem Vormittag, gingen noch schnell etwas essen und ruhten uns dann zuhause aus. Der Nachmittag sollte geruhsam ablaufen, die Kinder malten und spielten nach der Mittagspause und natürlich gab es auch immer wieder Streit und Tränen.

Um 17 Uhr verschwand ich, um mit einer Freundin ins Kino zu gehen. Ich hatte bei den lieben Kolleginnen vom Blog Stadtlandmama zwei Freikarten für den Film "Begabt" gewonnen, in dem es um ein hochbegabtes Mädchen geht. Ein sehr interessantes Thema und ich freute mich sehr.



Der Film war sehr berührend und schnitt alle Aspekte an, mit denen sich die betroffene Person, in diesem Fall ein siebenjähriges Mädchen, und die Bezugspersonen konfrontiert sehen. Das Anders-Sein ist ja auch bei mir immer wieder ein Thema und ich konnte mich gut in die Handlung hineinversetzen. Ich war dann um 21 Uhr wieder zuhause und die Kinder, auch die Kleine, die mich erst nicht gehen lassen wollte, hatten sich relativ unproblematisch ins Bett bringen lassen.

Sonntag:

Ich hatte ein neues Ausflugsziel vorgeschlagen, von dem ich über Freunde gehört hatte: der Mini Monkey Kletterwald in Briese nördlich von Berlin, ein Kletterpark für kleinere Kinder. Da meine Kinder schon öfter mal geäußert hatten, klettern zu wollen, ein großer Kletterpark aber noch zu schwierig ist, erschien mir dieser Kinder-Kletterpark als genau der richtige Einstieg ins Klettern. Nach dem Frühstück fuhren wir los und wie erhofft war es noch total leer, als wir ankamen. Das war perfekt für meine Kinder, so konnten sie in Ruhe das Terrain erkunden und klettern, ohne durch nachfolgende Kinder gehetzt zu werden.


Der Kletterpark ist nach Spielplatz-TÜV-Regeln geprüft und deshalb müssen die Kinder dort nicht gesichert werden. Man kann also sofort losklettern. Es gibt leichtere und schwierigere Abschnitte und die Kinder können jederzeit abbrechen und herunterkommen.


Meine Kleine legte gleich los und brauste mit ihrem üblichen Wagemut voran. Bei ihr mussten wir ganz schön aufpassen, vor allem bei den höheren Abschnitten (max. 1,50 m Höhe) und als sie abgelenkt war und unkonzentriert wurde.


Der Große verhielt sich wie immer bedächtig und vorsichtig, bei ihm brauchten wir uns keine Sorgen zu machen. Trotzdem musste schon immer ein Elternteil bei einem Kind stehen; allein mit beiden Kindern würde ich das nicht machen.


Für das Alter meiner Kinder (6 und 4) fand ich den Kletterwald genau richtig. Vor allem zum ersten Ausprobieren, Kennenlernen der Herausforderungen, Einschätzen der eigenen Fähigkeiten und als Konzentrationsübung. Schön, dass der Kletterpark mitten im Wald, im Briesetal, liegt. In der Nähe befindet sich eine Waldschule und ein toller Wanderweg. Man kann sich also theoretisch den ganzen Tag in der Gegend beschäftigen und später nochmal in den Kletterpark zurückkehren, denn das Ticket ist den ganzen Tag gültig. Da das Klettern recht anstrengend ist, halten kleinere Kinder noch nicht so lange durch.




Mittagessen waren wir in einem nahegelegenen Biergarten, und danach fuhren wir weiter in unseren Garten. Im Briesetal wimmelt es von Mücken, also unbedingt Mückenschutz mitnehmen, wer den Kletterwald mal ausprobieren will. Ich hatte ihn mir etwas größer vorgestellt, finde aber das Konzept toll. Wir werden sicherlich wiedermal hinfahren.


Leider nieselte es am Nachmittag immer wieder und wir konnten im Garten nicht viel machen. Ich beschnitt ein paar Sträucher und die Kinder bauten mit dem Mann daraus eine Asthöhle. Mit den üblichen Streiereien...


Irgendwie können wir unseren Garten in diesem Jahr nicht so richtig nutzen, da wir nur am Wochenende rausfahren, aber die Wochenenden entweder verregnet oder mit Terminen besetzt sind. Schade! Symbolbild für den bisherigen Sommer:


Zuhause ging es in die Badewanne und morgen geht der Alltag weiter. Am Freitag hat der Große Zuckertütenfest in der Kita und wir nähern uns langsam unserem Urlaub. Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

Montag, 10. Juli 2017

Das Ende der Kitazeit des Großen naht

Die letzten Tage in der Kita sind angebrochen. Am 31. Juli enden 5 1/2 Jahre Kitazeit für meinen Großen, davon fast 5 Jahre in unserer jetzigen Kita. Bisher habe ich mich immer über jedes Älterwerden, jede Entwicklung, jeden neuen Schritt meiner Kinder gefreut, aber diesmal bin ich wirklich traurig und kann keine Freude empfinden. Zu krass wird der Einschnitt für ihn und für uns alle sein, wenn er im September eingeschult wird.

Ich bin traurig, dass ich ihn dann nicht mehr aus unserem Kita-Garten abholen kann, wo er mit seinen Freunden Fußball oder "Mädels fangen" spielt. Wo ich weiß, dass er den ganzen Tag draußen an der frischen Luft und in Bewegung war. Ich bin traurig, dass er nicht mehr seinen Musik- und den Handwerkerkurs in der Kita machen wird, wo man ohne Probleme auch mal fehlen kann, im Unterschied zur Schule. Ich bin traurig, dass die Kleine ihn zukünftig, genau wie uns, den ganzen Tag nicht sehen wird, sondern nur morgens in einer Stresssituation und nachmittags, wenn alle kaputt vom Tag sind. Ich bin traurig, weil die beiden bald noch weniger Gemeinsamkeiten haben werden und es schwer wird, nachmittags die Bedürfnisse bzw. Notwendigkeiten (Hausaufgaben) beider Kinder zu vereinbaren.

Kein Verreisen in der Nebensaison, keine Kurztrips von Donnerstag bis Dienstag mehr. Kein Zuhause-Bleiben am Geburtstag und noch mehr Zeitdruck am Morgen als jetzt. Dazu das Gepäck, Schulranzen, Turnbeutel und was weiß ich alles. Was soll ich am Nachmittag mit dem ganzen Zeug machen, wenn wir im Park oder auf dem Spielplatz sind? Denn wahrscheinlich werde ich erst den Großen vom Hort abholen und danach zur Kita gehen. Außerdem bin ich fast immer nachmittags mit den Kindern noch draußen unterwegs.

Ich habe große Bauchschmerzen, weil ich weiß, dass nicht nur mehr Zeitdruck, sondern auch Leistungs- und Anpassungsdruck auf ihn zukommen werden. Mein Großer ist ein Kind, das unter Druck nicht oder viel schlechter funktioniert als unter optimalen Bedingungen. Oft blockiert er dann und kann seine Fähigkeiten nicht abrufen, wenn er unter Druck gesetzt wird oder unter Stress gerät. Ich mache mir große Sorgen um seinen Schulstart und weiß, dass die Umgewöhnung lange dauern und er seine Unsicherheit und Überforderung bei uns abladen wird, wie seinerzeit beim Wechsel in den großen Elementarbereich der Kita. Ich stelle mich auf eine emotional ungeheuer anstrengende Zeit ein, besonders für mich, die sich seit seiner Babyzeit als Schreibaby immer für sein seelisches Wohl verantwortlich fühlt.

Ich habe nur negative Gefühle, wenn ich an meine eigene Schulzeit denke. Ich habe sie als eine Zeit der Fremdbestimmtheit, des Anpassungsdrucks, des Gruppenzwangs und sinnentleerten Lernens, ungerechter Benotungen und unfähiger Pädagogen erlebt. Besonders die zweite Hälfte meiner 12 Schuljahre zogen sich quälend langsam. Ich war eine gute Schülerin und habe später studiert, aber die Schulzeit empfand ich als schrecklich. Das darf ich dem Großen gegenüber natürlich nicht zeigen, aber ganz verstecken kann ich es auch nicht. Er merkt ja, wie verhalten ich reagiere, wenn wir über die Schule sprechen. Soll ich ihn anlügen? Nein, das würde ich selbst auch nicht wollen. Ich will meine eigenen Erfahrungen machen, und das muss und wird er auch. Die können ganz anders als meine aussehen. Schließlich sind seit meiner Einschulung 36 Jahre vergangen und die Zeiten heute sind ganz andere. In vielen Hinsichten besser, in anderen Aspekten (Medien) auch schwieriger. Im Endeffekt steht und fällt vieles mit den Persönlichkeiten, mit denen er zu tun haben wird. Insgesamt hege ich aber große Vorbehalte gegen das "System Schule", die ich auch nicht abschütteln kann.


Wir haben uns viel davon versprochen, dass er auf der Einzugsgrundschule mit vielen seiner Kita-Freunde eingeschult wird. Das war einer der Gründe dafür, dass wir ihn dort angemeldet haben und nicht auf der privaten Gemeinschaftsschule, die wir uns vor 2 Jahren mit einem sehr positiven Grundgefühl angeschaut hatten. Nun fand am letzten Donnerstag der erste Elternabend in der Schule statt und wir erfuhren, dass er leider nicht mit zwei seiner engsten Freunde in eine Klasse kommt. Zwar mit einigen Kindern, die er gut kennt, aber eben nicht mit den engsten. Das betrübt mich sehr, denn es hätte ihm Stabilität und Halt gegeben. Seine zukünftige Lehrerin wirkte nett und fachlich kompetent, allerdings etwas "oldschool" in ihren Anschauungen und Aussagen. Sie unterrichtet schon seit 30 Jahren, was überhaupt nicht schlecht sein muss, aber es hängt von ihrer Persönlichkeit ab, ob sie sich mit der Pädagogik weiterentwickelt hat. Einige ihrer Aussagen gefielen mir nicht, aber das mag auch meiner persönlichen Vorgeschichte, meiner Einstellung zu Kindern und Erziehung und der Erfahrungen mit meinem Großen geschuldet sein. Ich werde versuchen, so neutral und offen wie möglich an die ganze Sache heranzugehen und den Großen gut vorzubereiten. Freude aber kann ich nicht empfinden. Für mich fühlt sich sein Schulstart wie der Beginn seines "Lebens-Hamsterrads" an.

Demnächst wird nun noch das Zuckertütenfest in der Kita stattfinden und dann ist am 31. Juli sein letzter Kitatag da. Ich werde traurig sein. Da das gleichzeitig mein Geburtstag ist, wird es emotional ein merkwürdiger Tag. Noch 3 Wochen gewohntes, vertrautes Umfeld für den Großen, viele jahrelang bekannte Freunde, eine Bezugserzieherin, die uns seit 5 Jahren begleitet, ein angenehmer, kindgerechter Tagesablauf und Freiheit am Nachmittag. Ich sollte die letzten Tage noch genießen, aber sie werden so schnell vorbei sein und die Sorgen und Bedenken bezüglich der Schule überlagern das Genießen. Ich kann nicht aus meiner Haut, ich bin voller unangenehmer Erinnerungen und Vorbehalte. Der Große wiederum weiß nicht, was auf ihn zukommt, mag aber generell keine Veränderungen und neuen Schritte. Fast täglich äußert er, dass er nicht in die Kita, sondern zuhause bleiben wolle. Das wird in der Schule sicherlich nicht anders sein. Und das Stresslevel wird für alle wesentlich höher sein.

Ich wünsche ihm, dass er schönere Erfahrungen als ich macht, eine zugewandte, verständnisvolle, empathische Lehrerin hat und neue Freunde findet. Ich wünsche uns, dass er die Umstellung gut bewältigt und seine bekannten Freunde und gewohnte Umgebung ihm Halt geben. Es wird eine große Herausforderung, für ihn und für uns. Besonders auch für mich, die ihre eigenen Prägungen überwinden und neu beginnen muss. Dass das alles andere als einfach ist, merke ich an meinem Gemütszustand in den letzten Tagen. Aber der Große ist eben auch dasjenige meiner beiden Kinder, das besonders viel Begleitung und Unterstützung benötigt. Und dafür fühle ich mich natürlich zuständig, als seine Mama.

Zwischen seinem Kita-Ende und der Einschulung liegen noch 6 Wochen. 6 Wochen Sommer, Urlaub mit uns und bei den Großeltern und Hineinschnuppern in den Hort. Wir haben also noch eine kleine Atempause:-)

Wie war oder ist das bei euch, hattet oder habt ihr auch viele Sorgen und Bedenken hinsichtlich der Einschulung? Wie seid ihr geprägt? Haben sich eure Vorbehalte bestätigt oder in Luft aufgelöst?

Freitag, 7. Juli 2017

Anzeige: Als Familie sparen auf Clever365

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Wir sind eine unternehmungslustige Familie und Freizeitaktivitäten mit mehreren Kindern können viel Geld kosten. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach Gutscheinen und Rabatten, die es uns ermöglichen, auch mal etwas teurere Unternehmungen zu machen. Besonders im Winter und an Regenwochenenden ist es Gold wert, einen kleinen Vorrat an Gutscheinen zuhause zu haben. Hier in Berlin gibt es ja tolle Attraktionen und Ausflugsziele für Kinder bzw. Familien wie das Legoland Discovery Centre, das SeaLife Berlin oder Madame Tussaud's. Überall dort bekommt man viel Interessantes geboten und kann sich lange beschäftigen. Leider sind all diese Attraktionen aber auch sehr preisintensiv und ein Sonntagsausflug kann bei einer vierköpfigen Familie gut ins Geld gehen. Deshalb bin ich immer sehr dankbar über Rabatte und Gutscheine, denn neben vielen anderen preisgünstigeren Unternehmungen wie Ausflügen in die Natur möchten wir unseren Kindern durchaus auch gern mal solche Highlights ermöglichen.


Vor kurzem habe ich ein neues Gutscheinportal entdeckt und gleich mal ausführlich durchstöbert. Es heißt Clever365 und wirbt mit dem Slogan "Clever sparen an 365 Tagen". Man gibt seine Stadt und den Umkreis der Suche ein und bekommt eine Übersicht der Ergebnisse angezeigt, die man durchscrollen kann. Oder man sucht gleich anhand der vorgegebenen Rubriken wie Gastronomie, Freizeit, Shopping, Wellness etc. und klickt dann die individuell attraktiven Ergebnisse an. Als Einsparmöglichkeiten existieren prozentuale oder feste Nachlässe oder auch Angebote wie 2für1.

https://link.blogfoster.com/SJWkkrYmW

Es gibt dann verschiedene Möglichkeiten, um von den Rabatten zu profitieren: Online-Gutscheine, Ausdruck-Gutscheine, Mobil-Gutscheine und das Gutscheinbuch, welches man extra bestellen muss, wenn man die darin enthaltenen Angebote nutzen möchte. Für alle anderen Gutscheine muss man sich lediglich gratis auf dem Portal registrieren und anmelden. Über den Email-Verteiler bekommt man auch die neuesten Angebote zugeschickt.


Bei den Online-Gutscheinen wird man auf die entsprechenden Webseiten weitergeleitet, die Ausdruck-Gutscheine werden als PDF generiert, das man speichern oder eben ausdrucken kann. Die Handhabung ist kinderleicht und ich bin sicher, jeder wird mindestens ein Angebot finden, das ihn interessiert. Die Gültigkeit und Konditionen des Gutscheins stehen immer mit dabei.

Zurück zu uns: für uns sind besonders die Familien-Angebote unter der Rubrik Freizeit interessant. Da gibt es tatsächlich die oben erwähnten Attraktionen wie das Legoland Discovery Centre, das SeaLife und Madame Tussaud's. Mit wenigen Klicks erhält man einen 30% Gutschein für max. 2 Personen, der beispielsweise ein Jahr gültig ist. Diesen Gutschein legt man vor Ort bei dem entsprechenden Partner vor und erhält die Vergünstigung. Dann steht einem spannenden Freizeitvergnügen, bei dem man sogar Geld gespart hat, nichts mehr im Wege.


Meinen Sohn als großen Lego-Fan kann ich sicherlich mit einem Besuch des Legoland Discovery Centre begeistern. Die Kleine dagegen mag Tiere, auch Meerestiere, unheimlich gern und wäre mit einem Besuch des SeaLife Berlin glücklich zu machen. Ich freue mich schon auf die begeisterten Kindergesichter; und wenn wir dank der Rabatte von Clever365 ein wenig bei den teuren Eintrittspreisen sparen können, sind auch wir Eltern glücklich.



Für mich selbst würde ich vielleicht mal das Floating im Liquidrom ausprobieren. Auch eine Massage oder eine Schifffahrt auf der Spree mache ich immer gern. Für all diese Aktivitäten werden auf der Seite von Clever365 Gutscheine oder Rabatte angeboten. Vielleicht ist auch für manch einen eine neue Anregung dabei, die man ohne Gutschein gar nicht ausprobieren würde. Es gibt Angebote für's Bowling, Klettern, Theater, Fotoshootings, Restaurants und vieles mehr. Stöbert einfach mal auf Clever365 herum, ihr werdet bestimmt fündig.

Möglicherweise gibt es in kleineren Städten oder ländlichen Regionen weniger Angebote als bei uns in der Großstadt. Auch technisch müsste das Portal noch etwas optimiert werden. Aber vielleicht ist für euren nächsten Berlin-Besuch die eine oder andere Anregung dabei? Oder für den nächsten Wochenendausflug, Restaurantbesuch oder Wellnesstag? Schaut doch gleich mal nach, welche Angebote es für eure Stadt gibt! Viel Spaß beim Stöbern auf Clever365!

Copyright: Clever365 AG, Frühlingskindermama

Mittwoch, 5. Juli 2017

WMDEDGT? am 5. Juli 2017

Nach dem letzten WMDEDGT? im Mai erzähle ich euch heute wieder einmal, was ich den ganzen Tag gemacht habe. Dies ist eine monatliche Aktion des Blogs von Frau Brüllen. Diesmal gibt es aber hier keine Bilder zu sehen, weil ich schlichtweg heute keine gemacht habe.

8 Uhr
Nachdem die Kinder und der Mann die Wohnung verlassen haben, warte ich auf die Putzfrau und düse dann auch zur Arbeit. Der Große hat wie fast jeden Tag wieder herzzerreißend geweint beim Abschied.

8:30 bis 13:30 Uhr
Ich bin auf der Arbeit. Eine Kollegin feiert Geburtstag. Leider geht es mir ziemlich schlecht, ich kränkele immer noch mit meiner Sommergrippe herum. Zum Glück heute ohne Kopfschmerzen wie fast jeden Tag in den letzten 2 Wochen, dafür mit extremer Schlappheit und Muskelschmerzen. Ätzend.

14 Uhr
Zuhause angekommen, räume ich die durch die Putzfrau am Vormittag gesäuberte Wohnung wieder in den Urzustand, hänge eine vorprogrammierte Maschine Wäsche auf, räume den Geschirrspüler aus und mache mir etwas zum Mittagessen. Ich esse und sitze kurz auf dem Sofa. Ich bin sehr schlapp und mir tut alles weh.

15:15 Uhr
Ich verlasse die Wohnung Richtung Supermarkt und kaufe noch ein paar dringend benötigte Sachen ein. Normalerweise mache ich solche kleinen Einkäufe nach der Kita mit den Kindern zusammen, aber heute bekommen wir Besuch und da klappt das nicht.

15:40 Uhr
Ich bin an der Kita angekommen, unsere Verabredung sitzt schon vor'm Eingang und ich hole schnell die Kinder aus dem Kita-Garten ab. Wir gehen mit 2 Freundinnen der Kleinen (Zwillinge) und deren Mama zum Eis-Cafè.

16 Uhr
Wir essen alle zusammen Eis in unserem Stamm-Cafè nach der Kita. Noch mehr Kinder aus unserer Kita kommen dazu.

16:30 Uhr
Wir sind bei uns zuhause angekommen und ich hatte gehofft, dass die 3 Mädchen zusammen im neuen Kinderzimmer der Kleinen spielen würden und wir Mamas Zeit zum Quatschen hätten. Stattdessen klüngelte die Kleine erst mit dem einen Zwillingsmädchen, so dass das andere sich ausgeschlossen fühlte und weinte, und später war dann meine Kleine selbst andauernd frustriert und weinte lautstark, weil sie nicht wollte, dass die beiden mit ihrem Spielzeug spielen, weil sie immer genau das haben wollte, was die andere hatte oder weil sie nur mit dem einen der Mädchen spielen wollte. Es war sehr anstrengend, ich war fast nur mit Trösten und Ausgleichen beschäftigt. So eine Phase hatte der Große ca. mit 2,5 - 3 Jahren, aber nicht mehr mit über 4 Jahren.

Der Große ist derweil mit dem Mann, der extra früher Feierabend gemacht hat, in den Park Fußball spielen gegangen, und freute sich sehr über die ungewöhnliche Exklusivzeit.

18 Uhr
Der Besuch verlässt uns, ich räume auf und bereite das Abendbrot vor.

18:30 Uhr
Der Mann und der Große sind zurück und wir essen Abendbrot. Danach dürfen die Kinder noch ein wenig Handy bzw. Tablet schauen/ spielen.

19:15 Uhr
Ich fange mit dem Abendritual der Kleinen an, der Mann wenig später mit dem Großen.

20 Uhr
Die Kleine schläft.

20:30 Uhr
Der Große schläft.

FEIERABEND!

Montag, 3. Juli 2017

Mehr Selbstbewusstsein durch's Zaubern: Magic Zaubershow für Kids (Werbung mit Verlosung)

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Lirum Larum Besenstiel, Zaubern ist (k)ein Kinderspiel!

Mein Großer war schon immer ein zurückhaltendes Kind, das nicht gern im Mittelpunkt einer Gruppe steht sowie auf Knopfdruck und unter Beobachtung seine Fähigkeiten nicht oder weniger gut zeigen kann. Generell setzt er sich nicht aktiv solchen Situationen aus. Einmal hat er sich im Urlaub in einem großen Freizeitpark auf eine Bühne gewagt und bei einem Ritterturnier für Kinder mitgemacht. Da haben wir Eltern nicht schlecht gestaunt und ich glaube, er war selbst auch überrascht von seinem Mut. Unsere Aufgabe im Laufe der nächsten Jahre wird es sein, ihn wohldosiert solchen Herausforderungen auszusetzen, um das zu üben, ohne ihn zu überfordern. Denn dann blockiert er schnell.

Auf spielerischem Weg funktioniert das ja meist am besten. Deshalb freute ich mich, dass wir einen Zauberkasten, die Magic Zaubershow für Kids vom Kosmos Verlag, ausprobieren und testen durften. Ich selbst habe früher als Kind gern gezaubert, aber für meinen Großen war es das erste Mal, dass er einen Zauberkasten auspacken und Zaubertricks üben konnte. Ich war gespannt, ob er Spaß am Zaubern bekommt und dadurch seine Scheu und Zurückhaltung etwas überwinden kann, indem er die Tricks vor Publikum präsentiert. Soviel kann ich schon sagen: es funktionierte! Zuerst will ich euch aber den Zauberkasten näher vorstellen.

Bildquelle: Kosmos Verlag

Die Magic Zaubershow für Kids ist ein Zauberkasten für Kinder ab 5 Jahren und beinhaltet 15 Zauberutensilien, darunter einen Zauberstab, sowie ein Anleitungsheft mit 20 Tricks. Die Zaubermaterialien sind sehr einfach und kindgerecht gehalten und die Anleitung ist anschaulich und gut strukturiert. Nach dem Auspacken kann man sofort loslegen. Es sind Zaubertricks mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden enthalten, so dass jeder einen funktionierenden Trick findet, ohne dass Frust wegen Misserfolg aufkommt. Der Schwierigkeitsgrad steht übrigens bei der jeweiligen Beschreibung dabei. Einige Tricks funktionierten auch bei mir erst nach etwas Übung. Die Kunststücke haben kindgerechte Titel wie "Die wandernden Bonbons", "Der schwebende Zauberstab", "Das Schnipp-Schnapp-Seil" usw.


Neben der farbig bebilderten Anleitung gibt es auch noch die Möglichkeit, sich Online-Erklärvideos anzuschauen. Dazu gibt man einen Code auf der Webseite vom Kosmos Verlag ein. Dort findet man übrigens auch noch weitere tolle Zauberkästen, die Lust auf fortgeschrittene Zauberei machen. Auf einer von Kosmos eigens erstellten Webseite kann man weitere tolle Inhalte zum Thema Zaubern entdecken.

Wir suchten uns ein paar Tricks heraus, ich las die Anleitung vor und der Große versuchte sie gleich umzusetzen. Einiges klappte sofort, bei anderen brauchte es ein wenig Übung. Jedes funktionierende Kunststück motivierte den Großen, sofort weiterzumachen und ein neues zu lernen. Als er ein paar Tricks beherrschte, wollte er diese dem Rest der Familie vorführen. Er machte das schon ganz gut, versuchte den Spannungsbogen zu halten und mit dem Publikum zu interagieren. Vor lauter Aufregung wollte er fast die zugrunde liegenden Geheimtricks verraten!


Ich erklärte ihm später nochmal, dass ein Zauberer keinesfalls seine Geheimnisse an das Publikum verraten darf, immer ruhig bleiben muss, auch wenn etwas nicht auf Anhieb funktionierte und das Zusammenspiel mit dem Publikum enorm wichtig ist. Schließlich zaubert man für sein Publikum!


Der Lerneffekt, der durch den Zauberkasten hervorgerufen wird, ist groß. Kinder lernen, ihre Fertigkeiten allein zu präsentieren, Ruhe zu bewahren, das Publikum zu beschäftigen und den Spannungsbogen zu halten. Ist eine Show geglückt und hinterlässt sie begeisterte Zuschauer, steigt das Selbstvertrauen und -bewusstsein der kleinen Zauberer und sie wagen sich an noch schwierigere Tricks heran. Durch das Zaubern steigt die Fingerfertigkeit und das Konzentrationsvermögen. Und das passiert alles spielerisch und wie von selbst!


Als mein Großer das erste Mal vor einem größeren Publikum auftrat, war er naturgemäß ziemlich aufgeregt. Aber auch das positive, anregende Lampenfieber gehört dazu und ist eine wichtige Erfahrung für Kinder. Alle Tricks klappten wunderbar und sein Publikum schaute gebannt zu. Mit dem Applaus am Ende schien er mehrere Zentimeter zu wachsen. Ein tolles Erfolgserlebnis als kleiner Zauberer!


Der Zauberkasten Magic Zaubershow für Kids ist wunderbar für einen Einstieg ins Zaubern geeignet. Mein Großer ist mit seinen 6 Jahren genau im richtigen Alter dafür. Selbst meine Kleine mit 4 Jahren schaute sich schon einige Tricks ab. Beide Kinder hatten großen Spaß am Zaubern und wollten immer neue Tricks erlernen. Durch das Präsentieren der Kunststücke und Interagieren mit dem Publikum steigt das Selbstbewusstsein von Kindern und sie lernen, wie man im Mittelpunkt steht und trotzdem ruhig und überlegt seine Fähigkeiten zeigt. Das wird für meinen Großen, der im Herbst in die Schule kommt, im Laufe der nächsten Jahre noch wichtiger werden. Der Zauberkasten ist ein guter Einstieg zum Üben und ich möchte ihn euch uneingeschränkt empfehlen.

Verlosung:

Möchtet ihr auch einmal mit euren Kindern einige Zaubertricks einstudieren? Dann macht bei meiner Verlosung mit, denn ich darf ein zweites Exemplar der Magic Zaubershow für Kids an euch verlosen.

Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte hier einen Kommentar, ob ihr mit eurem Kind schon einmal gezaubert habt. Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook folgt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt euren Namen an, da ich keine Mailadressen angezeigt bekomme!

Die Verlosung läuft bis zum 09. Juli 2017, 23:59 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren wird der Gewinner/die Gewinnerin ausgelost und hier sowie auf Facebook bekanntgegeben (keine Mail-Benachrichtigung!). Das Spiel wird vom Kosmos Verlag versendet, d.h. eure Adresse wird von mir zu diesem Zweck an den Verlag weitergegeben. Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Versand nur innerhalb Deutschlands. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Viel Glück!

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Kosmos Verlag.

Freitag, 30. Juni 2017

Abschied von Freunden

Eine befreundete Familie ist weggezogen. Also, so richtig weg, nicht an den Stadtrand oder an die Küste. Sondern ins Ausland. Reine Fahrzeit knapp 10 Stunden bzw. mit Kindern 2 Tage im Auto unterwegs sein. Pro Strecke. Nichts, was mit meinen Kindern, ihres Zeichens schon immer schlechte Automitfahrer, möglich wäre. Es ist also ein Abschied für sehr lange, wenn nicht sogar für immer gewesen. Für meine Kinder war das sehr traurig und ich glaube, sie haben zum ersten Mal gefühlt, wie es ist, wenn man jemanden nie wieder sieht. Der Große sagte sogar, es ist, "wie als wären sie tot". Ja, könnte man so sagen. Nicht umsonst nennt man Trennungen und Abschiede ja auch: "kleiner Tod".

Bildquelle: Pixabay

Das Mädchen, nur eine Woche jünger als mein Großer und kurz vor ihm in unserer Kita eingewöhnt, war seine erste Freundin, im Alter von 2,5 Jahren ging er Hand in Hand mit ihr durch den Kita-Garten, wie uns seine Erzieherin gerührt berichtete. Sie waren sich sehr ähnlich, sowohl vom Wesen als auch vom Spielverhalten her. Bis einschließlich zum 5. Geburtstag luden sie sich immer gegenseitig zu ihren Geburtstagsfeiern ein. Mit der Zeit orientierten sich beide mehr zu anderen Kindern, aber es blieb so eine Grundvertrautheit zwischen den beiden.

Der Junge war ein halbes Jahr jünger als meine Kleine. Sie waren damit aus der ursprünglichen Kerngruppe des Großen in der Kita die nächste Familie nach uns, die ein zweites Kind bekamen. Das verbindet. Ein dreiviertel Jahr später durfte ich die Patin dieses Jungen werden, er ist mein einziges Patenkind und ich vermute, er wird auch das einzige bleiben. Er hat sich immer total gefreut, wenn er mich gesehen hat, und ich konnte ihn problemlos schon mit ca. 2,5 Jahren von der Kita mitnehmen. Ich bin sehr traurig, dass er in meinem Alltagsleben nun nicht mehr vorkommt. Ein quirliges, lebhaftes, offenes Kind, das mir fehlen wird. Und die Kleine sagte immer, dass er ihr bester Freund unter den Jungen sei.

Durch die gleiche Kita und ähnliche Abholzeiten haben wir uns sehr oft gesehen, waren zusammen Eis essen, auf dem Spielplatz und zuhause in der Wohnung. Die großen Kinder waren von Anfang an zusammen in einer Kitagruppe und die beiden kleinen kamen - ein wenig versetzt - auch in dieselbe Gruppe. Bis wir im Frühjahr erfuhren, dass die Familie wegzieht, hofften wir, dass die beiden Großen zusammen in eine Schulklasse kommen, wir hatten das als Wunsch so angegeben. Der nachmittägliche Weg von der Schule zur Kita oder umgekehrt wäre dann identisch gewesen und man hätte auch mal das jeweils andere Kind mitnehmen können. Ein weiteres Kind, was der Große seit Jahren kennt, hätte ihm noch mehr Stabilität beim Übergang in die Schule gegeben. Es sind nämlich jetzt tatsächlich nur noch einige wenige Kinder aus der ursprünglichen Kitagruppe übrig geblieben, die auf die Einzugsgrundschule kommen.

Wenn sie uns in unserem Garten besuchten, haben die 4 Kinder meist total harmonisch und zufrieden zusammen gespielt. Im Winter waren wir zusammen Schlittenfahren, im Herbst Drachensteigen, wir waren zusammen im Kindertheater und im Park. Manchmal nahmen wir auch gegenseitig ein Kind von der Kita mit, wenn das andere versorgt war. Diese Familie war die erste, wo die Kleine mal allein war, worin sie sich ja schwerer tat und länger brauchte als der Große. Als ich mit dem Großen zur Mutter-Kind-Kur war, war diese Mama die einzige, die ich bitten konnte, mal die Kleine mitzunehmen. Obwohl es selten der Fall war, gab es mir eine gewisse Sicherheit, zu wissen, dass ich im Notfall jemanden hätte, der die Kleine mitnehmen könnte. Um den Großen hatte ich da nie so große Sorgen, weil es immer mehrere potentielle Abholer gab. Das war bei der Kleinen nicht der Fall. Zwar existierte kein regelmäßiger Austausch mit dieser Familie, aber als Notfall-Entlastung im Hintergrund war das sehr beruhigend. Für uns ist der Wegfall dieser Familie als einer von zwei potentiell entlastenden Familien ein herber Verlust.

Am vorletzten Kitatag der beiden Kinder feierten wir den Abschied nachmittags im Eiscafè und spielten ein letztes Mal im schon halbleeren Zuhause zusammen. Ich hatte ein paar Geschenke, darunter eine Fotocollage mit einigen schönen Fotos, besorgt. Am letzten Kitatag ging die Bezugserzieherin der beiden Großen mit 10 ausgewählten Kindern Eis essen. Das fand ich eine wunderschöne Idee. Als ich meine Kinder nachmittags abholte, waren die Fächer der Wegziehenden schon leer. Das war echt ein trauriger Anblick. Wir trafen sie noch kurz auf der Straße und verabschiedeten uns erneut. Und dann war es vorbei, endgültig.

Das ist jetzt eine Woche her. Die Kleine fragt öfter nach ihrem Freund. Für sie wirkt es sicherlich noch so, als wäre er im Urlaub. Der Große hat wohl schon verstanden, dass sie jetzt so richtig weg sind. Ich selbst finde es sehr unwirklich, von Menschen bewusst Abschied nehmen zu müssen, die ein Bestandteil unseres Lebens hier waren, und zu wissen, dass man sich nicht oder äußerst selten wiedersehen wird. Denn das wird so sein, so realistisch muss man bleiben. Das Mädchen wird dort in die Schule kommen und der Junge in die Kita. Auch unser Leben wird bald durch die Schule noch strukturierter und durchgetakteter sein als ohnehin schon. Die Entfernung ist einfach zu weit. Das ist Fakt.

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Natürlich können wir das nicht ändern und ich wünsche ihnen von Herzen, dass es die richtige Entscheidung für sie war und sie sich wohlfühlen werden. Traurig ist es trotzdem, so bewusst Menschen loszulassen und zu verabschieden. Ein Verlust, auf jeden Fall, und für die Kinder sicherlich deutlicher zu spüren als der Verlust ihres Opas im letzten Jahr, der keine Rolle in unserem Alltagsleben spielte. Daneben bedrückt mich auch, dass unser kleines Netzwerk nun noch kleiner geworden ist.

Für die Wegziehenden beginnt ein neuer, aufregender Lebensabschnitt. Für die anderen bleibt nur die Traurigkeit. Und ein Loch im Netz.