Sonntag, 24. September 2017

Unser Wochenende in Bildern 23./ 24. September 2017

Das Wochenende der Bundestagswahl 2017 verbrachten wir überwiegend in Dresden-Radebeul, wo wir einen bereits bezahlten Hotelgutschein im Hotel Radisson Blu einlösten.

Samstag:

Wir frühstückten gemütlich zuhause und fuhren am späten Vormittag los. Nach 2 Stunden Fahrt kamen wir in der Region Dresden an. Da das Herbstwetter ganz annehmbar war, wir uns bewegen wollten und sowieso noch nicht ins Hotel konnten, besuchten wir das Wildgehege Moritzburg, ein schönes, teils historisches Gelände in der Nähe des Schlosses Moritzburg.


Wir sahen Wildschweine, Damwild, Mufflons, Elche und Wölfe sowie diverse kleinere Tiere.



Der Wildpark ist absolut empfehlenswert, ein schönes, abwechslungsreiches Gelände mit Gastronomie und einem angrenzenden Kletterpark.

Am frühen Abend checkten wir im Hotel ein, erkundeten kurz den hoteleigenen Spielplatz sowie das Spielzimmer und planschten dann noch eine gute Stunde im Schwimmbad. Es war herrlich leer und die Kinder waren begeistert.


Zurück im Hotelzimmer (wir hatten ein Familienzimmer, d.h. zwei verbundene Zimmer mit jeweils
eigenem Bad) aßen wir noch schnell die Reste unseres Reiseproviantes auf und fielen dann ins Bett.

Sonntag:

Nach einem super leckeren Hotelfrühstück vom Buffet, bei dem ich es immer bedauere, nicht auf Vorrat essen zu können, machten wir uns auf den kurzen Weg zum Karl-May-Museum Radebeul. Da es nieselte, passte unsere Planung perfekt.


Das Museum besteht aus der Villa Shatterhand, dem Wohnhaus Karl Mays in Radebeul, der Villa Bärenfett mit der Ausstellung zu den nordamerikanischen Indianern und einem kleinen Garten mit Goldwaschanlage und Spielplatz.


Ich war zuletzt als Kind hier gewesen und konnte trotz phasenweisen Nörgelns der Kinder der Ausstellung genug Zeit widmen. Die Kleine war besonders interessiert an dem "gepuckten" Baby.


Danach begaben wir uns zum Bahnhof, denn der Große und ich mussten allein nach Berlin zurückkehren. Er ist ja nun ein Schulkind und da kann man nicht mehr einfach so ein Wochenende verlängern. Wir beide fuhren mit dem Fernbus nach Hause und das waren für mich die gemütlichsten 2 Stunden seit langem. Der Große schlief die Hälfte der Zeit, ich las und döste und musste mich einfach um nichts kümmern. Herrlich!


Zurück zuhause spielte der Große tatsächlich eine Weile allein und ohne zu jammern in seinem Zimmer. Das hat Seltenheitswert und meine Entspannung setzte sich fort. Rechtzeitig vor Schließung der Wahllokale gingen wir noch gemeinsam wählen. Der Große fand es allerdings total doof, dass er nicht mit in die Wahlkabine durfte, und meckerte herum. Zuhause spielten wir noch ein Kartenspiel, aßen ein schnelles Abendbrot und dann - Feierabend. Alles geht so schnell und man ist so flexibel, wenn man allein mit einem Kind ist!


Der Mann und die Kleine bleiben noch einen Tag länger im Hotel. Sie besuchten heute Nachmittag Schloss Moritzburg und waren nochmal im Schwimmbad. Und ich bin nun zwar nicht generell die erste Nacht ohne die Kleine, aber tatsächlich die erste Nacht ohne sie bei uns zuhause. Und sie ist damit - nach unserem kürzlichen Mädels-Trip - zum ersten Mal allein mit dem Papa woanders über Nacht unterwegs. Ich bin gespannt, was er berichten wird.

Mehr Wochenenden in Bildern findet ihr wie immer bei Geborgen Wachsen.

Samstag, 23. September 2017

Die ersten beiden Schulwochen des Großen

Der Große hat nun schon die ersten beiden Schulwochen hinter sich und es lief erstaunlich und bemerkenswert gut. Ich hatte ja mit abendlichem Motzen und Durchdrehen oder mit völliger Apathie gerechnet, aber nichts davon trat ein. Beim Abholen wirkte er ausgeglichen und zufrieden, bewegte sich selbstsicher durch den Klassenraum, kommunizierte auch in meiner Gegenwart mit seiner Horterzieherin und zeigte mir manchmal, was die Kinder schon im Unterricht gemacht hatten. Er kennt die Abläufe und Wege, hat sich halbwegs an das Gewimmel der vielen vielen Schüler gewöhnt und zeigt kaum noch Scheu in der neuen Umgebung.

Zwar war er schon 2 Wochen vor der Einschulung im Ferienhort, damit er sich ein wenig eingewöhnen konnte, aber der Schulalltag ist natürlich doch nochmal ein ganz anderer. Seine Lehrerin ist neu, der Rhythmus ist anders, die Klasse ist nun vollständig, d.h. er hat viele neue Kinder kennengelernt, und wahnsinnig viele neue Anforderungen stürmen auf ihn ein. Ich kann mich leider nicht mehr an meine Einschulung erinnern, aber aus meiner Erwachsenenperspektive heraus stelle ich mir das als eine riesengroße Umstellung vor. Insofern hat er die ersten Tage erstaunlich gut gemeistert und wirkte nicht mal besonders erschöpft oder müde. Das war schön zu sehen.

Er ist auch schon genauso lange in der Schule wie seinerzeit in der Kita (7 1/2 Stunden). Der Unterricht startet um 8 Uhr, bis 13:30 Uhr geht die verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG) und wir haben die anschließende Hortbetreuung bis 16 Uhr gebucht. Ab Tag 1 durften wir ihn nicht in den Klassenraum bringen, sondern seine Lehrerin wartete mit den Zweitklässlern vor der Schule und ging dann mit der ganzen Klasse nach oben. Ab Tag 4 standen nur noch die Zweitklässler unten und warteten auf die Schulanfänger, und bald sollen sie ganz allein den Weg nach oben gehen. Das war ein Aspekt, der mir vorher Bauchschmerzen bereitete, aber der Große macht das gut mit. Im Moment machen wir (bzw. der Papa, der ihn meist morgens zur Schule bringt) es noch so, dass wir auf einen Klassenkameraden warten, mit dem zusammen er hochgehen kann.

Am Nachmittag hole ich ihn meist als erstes ab und laufe dann mit ihm zur Kita, um die Kleine abzuholen. Auf diese tägliche kurze Exklusivzeit hatte ich mich total gefreut, weil ich es oft schwierig fand, mich nach der Kita auf die Bedürfnisse zweier Kinder zu konzentrieren. Nun laufen wir den kurzen Weg zusammen und es ist richtig schön, auch wenn er weniger aus sich heraussprudelt, als ich gehofft hatte. Vieles, was er erlebt hat oder was ihn beschäftigt, kommt tatsächlich erst abends zuhause zum Vorschein. Leider brauchen wir durch die Größe der Schule, notwendige Gespräche und das Einpacken seiner Sachen doch deutlich länger bis zur Kita, als ich gedacht hatte, obwohl ich den Großen aktuell noch etwas eher abhole. Das gefällt mir noch nicht, aber ich hoffe, dass das durch die zunehmende Routine besser wird.

Das Lernen erfolgt sehr spielerisch, die ersten Tage waren sowieso "Eingewöhnungstage", wo die Regeln (Toilette!) erklärt wurden und alle sich aneinander gewöhnten. Der Unterricht ist aufgelockert und abwechslungsreich. Vom Sportunterricht war er wegen seines Nasenbeinbruchs noch befreit, aber das war im Grunde auch ganz gut, denn so konnte er erstmal von der Bank zuschauen, wie das überhaupt abläuft. Ansonsten fließen die einzelnen Fächer ineinander und die Lehrerin entscheidet, ob sie nun gerade Schreiben oder Rechnen lehrt oder etwas ganz anderes macht. Für die Kinder ist das manchmal schwer nachvollziehbar, welcher Unterricht gerade stattfindet. So verneinte der Große beispielsweise auf meine Nachfrage, ob er am Lebenskunde-Unterricht teilgenommen habe. Es stellte sich aber heraus, dass er durchaus dabei war, nur eben die ganze Stunde gespielt wurde.

Die Hausaufgaben, ein weiteres meiner Bauchschmerzthemen, macht er bis jetzt nachmittags im Hort und schafft auch das, was vorgegeben ist. Zuhause mussten wir uns zum Glück noch nicht daran setzen. Ich hoffe, das bleibt so. Nachmittags konnten wir bisher unsere gewohnten Ziele wie Cafè und Spielplatz ansteuern, auch wenn ihm der Schulranzen am Nachmittag schnell zu schwer wird. Da die Kinder an einem Schultag doch deutlich weniger Zeit an der frischen Luft und in Bewegung verbringen als im Kitaalltag, finde ich es wichtig, nachmittags noch draußen unterwegs zu sein. Oft hole ich den Großen aus dem Klassenraum ab, frage ihn, ob er denn draußen war und er sagt, in der Hofpause. Ich hoffe, dass es nicht nur in der Hofpause war.


Besonders rührend ist es für mich, zu sehen, wie er jedesmal in der Kita begrüßt wird, wenn wir die Kleine abholen. Einige der jüngeren Kinder rennen zu ihm, umarmen ihn, begutachten seinen Ranzen und fragen ihn über die Schule aus. Das ist echt süß und ich kann mich nicht erinnern, dass sich der Große für die Einschulungskinder ein Jahr vor ihm interessiert hat, wenn diese ihre kleinen Geschwister abholten. Auch die Erzieher befragen ihn zu seinem Schulalltag. Das muss ein komisches Gefühl für ihn sein, täglich in das jahrelang vertraute Umfeld zu kommen, aber nun aus seiner neuen Welt der Schule heraus.

Insgesamt bin ich nicht nur sehr glücklich, sondern wirklich überrascht über diesen reibungslosen Start. Er wirkt schon total angekommen und zufrieden, überhaupt nicht verwirrt, überfordert oder haltlos. Was mich sehr erstaunt, ist die bisher fehlende Erschöpfung und Müdigkeit, hatte ich doch von allen Seiten gehört, dass die Kinder in den ersten Wochen völlig erledigt abends ins Bett fallen. Das ist bei ihm bisher nicht der Fall, kann aber natürlich noch kommen. Die 4 Wochen Ferien zwischen Kitaende und Ferienhortbeginn haben ihm sicherlich Kraft und Erholung gegeben, von der er noch zehren kann. Er wirkt sehr ausgeglichen, es gibt kaum Stimmungsschwankungen, er ist nicht aggressiv, verschlossen oder apathisch. Schön!

Ich erinnere mich nur zu gut an die Folgen seines Wechsels in den großen Elementarbereich der Kita, mit dem er eine Zeitlang arg zu kämpfen hatte - und wir mit ihm. Das ist kein Vergleich jetzt, im Gegenteil, man merkt ihm fast gar nichts an. Vielleicht geht es ihm ähnlich wie mir, dass er mit der konkreten Situation besser umgehen kann als mit der Ungewissheit vorher. In jedem Fall ist es toll, dass er soviel Stabilität und Reife gewonnen hat, um sich von solch einer großen Veränderung nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Hoffentlich geht es so weiter. Bisher sind wir insgesamt zufrieden und positiv überrascht. Und der Große meistert das ganz toll!

Dienstag, 19. September 2017

Unsere Geschenke zur Einschulung

Bevor alle Geschenke, die der Große zu seiner Einschulung bekommen hat, in den Untiefen seines Kinderzimmers verschwinden, möchte ich sie euch noch zeigen. Vielleicht ist ja die eine oder andere Idee für euch mit dabei. Ich hatte mir dafür übrigens eine Liste bei Amazon angelegt, die ich über Wochen mit Anregungen befüllt hatte, um dann die endgültigen Geschenke herauszusuchen. So entstand am Ende keine Panik, sondern es war sogar zuviel vorhanden, was ich aber gut für die nächsten Geburtstage von Freunden des Großen nutzen kann.

Da zur Einschulung nur meine Eltern zu Besuch kamen und wir auch sonst kaum Geschenke erwarteten, hatten wir vorab beschlossen, dass der Große zu diesem Anlass durchaus auch ein paar größere Dinge von uns und den Großeltern bekommen kann. Da war zum einen dieses tolle Grundschullexikon* vom Duden Verlag, das ich vor kurzem schon in einem gesonderten Beitrag vorstellte. Ich finde es super und denke, das Lexikon wird in den nächsten Jahren noch oft zum Einsatz kommen.

Des Weiteren bekam er, da er aktuell im Nexo Knights und Ninjago-Fieber ist, das Lego Nexo Knights Buch der Ritter*, was er vor etlicher Zeit mal in einem Spielwarengeschäft entdeckt und sich sehr gewünscht hatte. Und er erinnerte sich tatsächlich noch daran! Schon lange herbeigesehnt war das Lego Nexo Knights Set Axls mobiler Verteidigungsturm, was er gleich am Nachmittag der Einschulung begann zusammenzubauen. Daneben hat er von den Großeltern noch ein weiteres Lego-Set bekommen. Er freute sich wahnsinnig.

Nun aber zu den kleineren Geschenkideen, die die beiden Zuckertüten von uns und den Großeltern füllten. Da wir diese nicht mit Süßigkeiten oder den Schulsachen, die er schon kannte, vollstopfen wollten, haben wir einen Mix aus kleinen Büchern, Spielen für die Tasche und kleineren Utensilien für die Schule zusammengestellt.

Hier eine Auswahl:









Daneben gab es natürlich noch etliche Stifte, Radiergummis, Anspitzer etc., obwohl davon eigentlich in den Schulranzen-Sets schon genug enthalten ist. Aber es kann ja nicht verkehrt sein, dem sicherlich einsetzenden Schwund vorzubeugen. Ein Langarmshirt und Socken sowie diverser Kleinkram war auch noch enthalten. Der Große hat sich über jedes Teil sehr gefreut und alles einzeln gewürdigt. Natürlich kann man nicht alles sofort ausprobieren bzw. bespielen, sondern die Dinge werden in den nächsten Wochen/Monaten nach und nach entdeckt werden.

Der Schulranzen des Großen ist von Ergobag und heißt KoBärnikus. In dem Set sind ein gefülltes Federmäppchen, ein Schlampermäppchen und ein Sportbeutel enthalten.

Unsere Einschulungs-Torte haben wir bei deineTorte.de bestellt.

Vielleicht war die eine oder andere Anregung für die nächste Einschulung mit dabei.

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Samstag, 16. September 2017

Frühlingskindermund 4

Hier kommen wieder einmal die süßesten, lustigsten oder auch nachdenklichsten Aussprüche meiner Kinder, gesammelt seit Dezember 2016. Den ersten Teil findet ihr hier, den zweiten Teil hier und den dritten Teil hier.

Großer: "Berlin ist das größte Land in Pankow."
(30.12.2016)

Kleine sitzt auf dem Klo in unserem Appartment im Ferienpark. Oben drüber spült jemand. Sie: "Regnet es?"
(30.12.2016)

Wir stehen beim Wildschweingehege. Kleine: "Oh, der hat einen Schwanz, das ist ein Papa!"
(21.01.2017)

Wir spielen mit 2 Besuchskindern mit dem Pferdestall. Das Fohlen sucht seine Mama. Ah, da ist ja die Mama. Und wo ist der Papa? Der ist weg. Sagt das Besuchskind (knapp 6): "Die Mama ist wichtiger!"
(23.01.2017)

Der Papa nimmt sich ein kleines Stück Kuchen vom Teller der Kleinen.
Sie: "Du bist aber ein kleiner Schlingel!"
(28.01.2017)

Am Brandenburger Tor steht Mickey Mouse und fragt die Kinder: "What's your name?" Beide Kinder antworten korrekt auf englisch: "My name is ...". Hinterher fragen sie mich, welche Sprache Mickey Mouse gesprochen hat:-)
(29.01.2017)

Am Frühstückstisch: "Welches Sternzeichen bist Du?" ... "Und Du?" ... "Und Du, Kleine? - "Ich bin Giraffe!"
(03.02.2017)

Papa zur Kleinen: "Wenn Du diese Gurke von mir annimmst, darf ich Dich ins Bett bringen."
Kleine: "Wenn ich diese Gurke annehme, passiert gar nix!"
(14.02.17)

Im Kurzurlaub gibt es im Ferienhaus ein selbst gebautes Bett mit einer großen, mit Vorhang verschlossenen Höhle darunter. Ich zu den Kindern: "Oh, da könnt ihr euch ja toll verstecken!"
Großer: "Nee, da ist es ja voll dreckig!"
(24.02.17)

Großer: "Mama, warum dürft ihr eigentlich schimpfen, wenn wir uns streiten, und wir dürfen nicht schimpfen, wenn ihr euch streitet?"
(03.03.17)

Kleine zu mir: "Wenn du nicht mitmachst, stecken wir dich in den Ofen, braten dich und essen dich auf!" - Und ich wusste nicht mal, was ich mitmachen sollte!
(19.03.17)

Kleine: "Ich will die Spätze futtern!" (Spatzen füttern)
(13.08.17)

Großer am Grab der Großeltern väterlicherseits:
"Ich find's traurig, dass sie tot sind, aber noch trauriger find ich, dass ich nicht mehr in die Kita kann!"
(13.08.17)

Abschiedsspaziergang am letzten Urlaubsabend am Strand. Ich zum Großen: "Ich bin immer so traurig, wenn ich von der Ostsee wieder wegfahren muss!"
Großer: "Mama, dann darfst Du entweder nicht mehr an die Ostsee fahren oder musst ganz hier bleiben!"
(17.08.17)

Wir lesen eine Hexengeschichte. Ich frage die Kleine: "Möchtest Du lieber eine Hexe oder eine Prinzessin sein?"
Sie: "Eine Reiterin!"
(20.08.17)


Ich: "Großer, ich hätte ja nie gedacht, dass aus diesem kleinen schreienden Baby, das immer schlechte Laune hatte und unzufrieden war, mal so ein toller großer Junge wird."
Großer: "Tja Mama, dann hast du dich wohl geirrt!"
(16.09.17)

Mittwoch, 13. September 2017

Anzeige: Mit dem RUCK ZUCK Fotobuch Erinnerungen bewahren (mit Gutscheincode)

Fotos sind für mich ganz wichtige Stützen meiner Erinnerung und halten nicht nur außergewöhnliche Erlebnisse, sondern auch meinen Alltag fest. Sie zeigen Entwicklungen und Veränderungen, lassen Erinnerungen aufleben und schaffen Gemeinsamkeiten. Seit ich Kinder habe, haben diese Aspekte noch mehr an Bedeutung gewonnen. Deshalb gestalte ich zum Beispiel jedes Jahr vor Weihnachten ein Fotobuch, das die schönsten Bilder aus den letzten 12 Monaten zusammenfasst. Die Kinder und auch wir lieben es, durch diese Fotobücher zu blättern und in den gemeinsamen Erinnerungen zu schwelgen.

Da es immer viel Arbeit macht, die besten aus vielen hunderten von Fotos herauszusuchen, ist es mir sehr wichtig, dass das Erstellen des Fotobuches dann schnell und einfach funktioniert. Dafür habe ich die App von FotoPremio entdeckt, wo man ein RUCK ZUCK Fotobuch® in verschiedenen Größen gestalten kann.

https://link.blogfoster.com/ByWyzTpu-

Zum ersten Mal habe ich die App ausprobiert, als ich zwei kleine Fotobücher (10 x 10 cm) für die Freunde meines Sohnes von unserer Mutter-Kind-Kur gestaltet habe. Darin habe ich die schönsten Momente der befreundeten Kinder aus 3 Wochen Kur an der Ostsee festgehalten. Mein Sohn hat ihnen diese Fotobücher bei unserem ersten Treffen danach geschenkt und ich bin mir sicher, dass dieses Geschenk eine schöne Erinnerung für sie ist. Ebenso habe ich für meine Tochter ein kleines RUCK ZUCK Fotobuch® von unserem Mallorca-Urlaub gestaltet, das sie sich gern immer wieder anschaut. Ich selbst war sofort begeistert, wie problemlos und schnell die Erstellung der Fotobücher klappte. Die Zusendung erfolgte in kurzer Zeit und die Qualität war top. Ich war seinerzeit schon sehr zufrieden.

Für diesen Beitrag habe ich die App von FotoPremio noch einmal ausprobiert und nun ein RUCK ZUCK Fotobuch® im Format von 20 x 20 cm erstellt. Da wir vor kurzem im Sommerurlaub an der Ostsee waren, suchte ich die schönsten Schnappschüsse heraus und machte mich ans Gestalten des Fotobuches. Es ist wirklich kinderleicht, die App ist einfach zu bedienen und es macht Spaß, die Seiten zu bestücken.


Man kann aus 3 verschiedenen quadratischen Größen auswählen und Fotobücher mit 20 oder mehr Seiten erstellen. Auf jeder Seite wird nur ein Foto platziert. Das finde ich persönlich super angenehm, da man nicht mehrere Fotos zuordnen und herumschieben muss. Man kann auch einen kleinen Text hinzufügen und die Hintergrundfarbe individuell auswählen. Ein tolles Extra: als Hintergrund kann man den „Blur“-Effekt wählen, wodurch die Farben des jeweiligen Fotos aufgenommen werden und der Hintergrund wie durch Milchglas betrachtet dargestellt wird. Ist das Fotobuch fertig erstellt, wählt man das Titelfoto und kann die Bestellung abschließen. Hat man die gewünschten Fotos vorher in einem separaten Ordner gespeichert, ist die Erstellung des RUCK ZUCK Fotobuches® wirklich nur eine Sache von 10 Minuten. Ich kenne keine andere Foto-App, die so einfach zu bedienen ist und tatsächlich "ruck zuck" zu einem Ergebnis führt.


Gespannt wartete ich auf das Produkt, das schon nach 2 Tagen eintraf. Auch ein Last-Minute-Geschenk lässt sich also hier gut bestellen. Und wie die letzten Male auch, war ich wieder sehr zufrieden, die Qualität ist einwandfrei, der gewählte Blur-Effekt für den Hintergrund sieht wirklich toll aus und das Fotobuch liegt durch die Größe und die LayFlat-Bindung wunderbar in der Hand.


Es macht total Spaß, durch die Seiten zu blättern und sich auf jeweils ein Foto konzentrieren zu können. Die Farben sind frisch und kräftig und die Oberfläche ist leicht matt, so dass man nicht jeden Fingerabdruck gleich sieht. Die Kinder und wir natürlich auch waren begeistert und schauen uns nun gern die schönsten Fotos unseres diesjährigen Sommerurlaubs an.


Wer eine leicht und schnell zu bedienende Fotobuch-App sucht, wer in kurzer Zeit und ohne viel Aufwand ein Fotobuch erstellen möchte, für den ist FotoPremio genau das Richtige. Ich habe die App nun schon mehrmals ausprobiert und bin begeistert von ihr und den tollen Fotobüchern. Sie sind stabil und unempfindlich, was in einem Haushalt mit Kindern sehr wichtig ist. Und die Erstellung kostet nicht mehrere Abende wertvoller Zeit, sondern lässt sich fast nebenbei erledigen. Die App ist übrigens für Apple und für Android-Geräte verfügbar.


Die Gestaltung eines solchen RUCK ZUCK Fotobuches® macht Spaß, geht schnell und als Ergebnis bekommt man geballte Erinnerungen in einer schönen Buchform. Probiert es einfach selbst mal aus! Ihr werdet begeistert sein!

Gutscheincode:

FotoPremio stellt euch exklusiv einen Gutscheincode für ein RUCK ZUCK Fotobuch® im Format 10 x 10 cm mit 20 Seiten zur Verfügung. Eine tolle Gelegenheit für euch, um die App mal auszuprobieren und ein schönes Fotobuch zu kreieren. Die Versandkosten in Höhe von 3,45 € sind nicht inklusive und müssen selbst gezahlt werden. Ebenso ist ein Differenzbetrag zu zahlen, sofern das Fotobuch mehr als 20 Seiten enthält.

ACHTUNG: Es erfolgt kein Versand nach Österreich und in die Schweiz!

Der Gutscheincode lautet: FPnd7V4P

Viel Spaß beim Erstellen eures persönlichen Fotobuches!

Copyright: FotoPremio, Frühlingskindermama

Montag, 11. September 2017

Die Einschulung des Großen am 9. September 2017

Endlich, 6 lange Wochen nach seinem Kita-Ende, war es soweit. Am Samstag, den 9. September 2017, wurde mein Großer in seine Grundschule eingeschult. Und obwohl ich dem Thema Schule gegenüber ja schon lange mit Bauchschmerzen und Bedenken entgegensah, war dieser Tag trotzdem für mich eine Erleichterung. Denn nun wurde es real und endgültig, nun konnte ich vorwärts blicken, anstatt die Schule wie ein Damoklesschwert über uns schweben zu sehen und mich ausgeliefert zu fühlen.


Die lange Pause zwischen Kita-Ende und Einschulung verstärkte mein Bangen und meine Unsicherheit eher noch, weil ich in dieser Zeit nicht viel tun konnte, außer mich und den Großen mental, so gut es eben ging, vorzubereiten. Dem Großen hat die lange Pause sicherlich unheimlich gut getan, er hatte 4 Wochen frei, so lange wie noch nie zuvor, war mit uns und bei den Großeltern im Urlaub, wirkte erholt und ausgeglichen. Für mich dagegen war es ein "Kaninchen-vor-der-Schlange-Gefühl". Etwas besser wurde es, als er 2 Wochen vor der Einschulung schon im Hort startete und das neue Schul-Leben nun greifbarer wurde. Ein Schock war sein Unfall an seinem 5. Horttag, bei dem er sich 1 Woche vor der Einschulung das Nasenbein brach. Glücklicherweise sah man äußerlich weniger als befürchtet und er hat das erstaunlich gut verkraftet. Nichtsdestotrotz beginnt er seinen Schulalltag nun mit einer Sportbefreiung und ich hoffe, dass er sich deshalb nicht ausgeschlossen fühlt.

Als der große Tag nun endlich da war, fühlte ich mich nach der ganzen Aufregung eigentlich ganz gut und mehr oder weniger im Reinen. Ich war total erleichtert und befreit, weil das Warten nun ein Ende hatte. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich wieder einmal deutlich gemerkt, wie ich es hasse, wenn neue, unbekannte Situationen, Herausforderungen, Umstellungen auf mich zukommen und ich dem einfach nur passiv entgegen sehen kann. Das war vergleichbar mit den letzten Wochen vor der Geburt des Großen, als der Zug unaufhaltsam auf mich zuraste und ich nichts tun konnte außer zu warten. Sowas belastet mich ungemein. An diesem Einschulungs-Samstag ließ ich das alles hinter mir und ging mit überwiegend guten Gefühlen zur Feierstunde in die Schule.


Wir waren gleich morgens um 9 Uhr dran, so dass wir früh aufstehen mussten, aber auch dies war sicherlich besser als ein langes Warten. Im letzten Jahr schaute ich mir mit dem Großen vor der Schule das Spektakel an, um ihn schon ein wenig vorzubereiten. Und im Oktober 2016 meldeten wir ihn dort an.

Dieses Jahr kamen nun wir mit Schulranzen und Zuckertüte zur Schule gelaufen. In der Aula der Schule wurden die Erstklässler vorn platziert und wir suchten uns einen Platz. Der Große saß zwischen einigen Kitafreunden und wirkte ruhig, gefasst und zufrieden. Es war so toll, ihn so selbstbewusst und gelassen zu sehen! Die eigentliche Feier dauerte nur eine halbe Stunde, mit einer kurzen Vorstellungsrunde der Pädagogen, einer Ansprache der Direktorin und dann wurden die Kinder mit Namen aufgerufen, um sich auf die kleine Bühne zu stellen. Der Große war gleich als zweiter dran und er lachte, als er vorn stand! Auf einer Bühne! Ist das zu glauben?!

Die Kinder gingen mit ihrer Lehrerin und Horterzieherin in den Klassenraum, wo sie eine kleine Zuckertüte sowie Infoblätter für den ersten Elternabend und Hortschließtage bekamen. Die Eltern sahen in der Aula eine kleine Präsentation über die Schule. Alles war recht sachlich und nüchtern gehalten, was mir eigentlich zupasse kam, denn der Tag war eh' schon emotional genug. Und das war's schon. Im Flur warteten alle bei Kaffee und Getränken auf ihre Kinder, die kurze Zeit später kamen. Auch hier wirkte der Große total selbstsicher und fröhlich, wie insgesamt den ganzen Tag über. Wir machten noch einige Familienfotos und verließen dann das Schulgebäude.

Da es regnete und wir noch Zeit bis zum Mittagessen hatten, gingen wir nach Hause, wo der Große als erstes die Zuckertüte der Großeltern auspackte. Auch die Kleine war mit ihrer Geschwistertüte beschäftigt. Mittagessen hatten wir in einem Restaurant mit Brunch Buffet bestellt, da unser ursprünglich reserviertes Restaurant uns kurzfristig, nämlich 2 Tage vor der Einschulung, abgesagt hatte. Der Brunch erwies sich aber als perfekt, da die Kinder sofort Essen bekamen und auch wir sehr abwechslungsreich speisen konnten. Es war unheimlich lecker!


Nach dem Essen streiften wir noch kurz über das jährliche Fest in unserem Stadtbezirk, gaben etwas Geld für Ponyreiten, Büchsenwerfen und Entenangeln aus und machten zurück nach Hause eine kleine Mittagspause, in der der Große sein Lego Nexo Knights-Geschenk* auspackte. Am Nachmittag gab es trotz allgemeiner Sättigung noch ein gemeinsames Kaffeetrinken. Wir hatten eine tolle Schultüten-Torte bestellt, die klasse aussah und lecker schmeckte.


Der weitere Nachmittag verlief wegen schlechten Wetters ruhig zuhause, mit Lego bauen, spielen und quatschen. Da nur meine Eltern anwesend waren, klappte das gut in der Wohnung. Vor dem Abendbrot verabschiedeten sich meine Eltern und wir ließen den Tag ruhig ausklingen.


Im Gegensatz zu anderen Feier-Tagen gab es keine überdrehten Kinder und auch unsere Erschöpfung hielt sich in Grenzen. Das war sehr angenehm. Und so werde ich den Tag, an dem mein Großer eingeschult wurde, als zwar aufregenden, aber dennoch unaufgeregten Tag in Erinnerung behalten. Am meisten staunte ich über meinen Großen: er wirkte kein bisschen überfordert von der Situation, war gut gelaunt, gelassen und sehr stolz. Es war trotz des Unfalls absolut richtig, ihn schon vor der Einschulung in den Ferienhort zu geben. So konnte er die Schule, die Erzieher und ein paar andere Kinder schon kennenlernen. Glücklicherweise traf er meist auch einige Kita-Freunde an. All das gab ihm Sicherheit und Vertrauen. Dass er in seiner gewohnten Umgebung bleiben konnte, war sicherlich ein ganz wichtiger Baustein für den reibungslosen Start. In den nächsten Wochen wird noch soviel Neues auf ihn einstürmen, was ihn fordern wird. Ein vertrautes Umfeld hilft da hoffentlich, mit den Herausforderungen klarzukommen.

Für mich war es beruhigend zu sehen, dass er sich grundsätzlich nicht von meiner Skepsis und Aversion gegen das System Schule anstecken ließ. Vielleicht ist es für seinen abwartenden, beobachtenden Charakter sogar besser, wenn man ihn nicht mit naiver oder gar geheuchelter Euphorie überschüttet. Der Tag der Einschulung war insgesamt sehr angenehm und mir selbst geht es nun, mit der konkreten Aufgabe, besser als in den letzten Monaten. Nun sind wir gespannt, wie die ersten Wochen für den Großen werden. Die Einschulung ist erstmal geschafft. Etwas über 3 1/2 Jahre alt war er, als ich zu bloggen anfing. Sehr schwierig und anstrengend war das Leben mit ihm zu dieser Zeit. Nun ist er so reif, verständig und selbstsicher, fröhlich und offen. Er ist nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch so dermaßen gewachsen in den letzten Jahren. Und nun ist er ein Schulkind!


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Dienstag, 5. September 2017

WMDEDGT? am 5. September 2017

Es ist der 5. des Monats und bei Frau Brüllen werden wieder unter #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?) Berichte des Tagesablaufes von Bloggern gesammelt. Hier kommt meiner:

6:30 Uhr
Ich wache auf, es war wieder viel zu spät am Vorabend und ich bin hundemüde. Auch die Kleine will nicht aufstehen. Der Einzige, der schon fröhlich plappert, ist der Große, der Frühaufsteher der Familie.

7 Uhr
Es gibt Frühstück, danach Zähneputzen, anziehen, fertig machen für den Ferienhort, die Kita und die Arbeit.

7:45 Uhr
Der Mann verlässt mit den Kindern die Wohnung. Ab nächster Woche wird es noch ein wenig früher sein, da der Große dann schon um 7:45 Uhr an der Schule sein muss. Der Mann bringt erst den Großen in den Ferienhort, dann die Kleine in die Kita, die sich aktuell damit sehr schwer tut, und fährt dann zur Arbeit.

8 Uhr
Ich fahre ebenfalls zur Arbeit.

8:15 bis 13:45 Uhr
Ich bin auf der Arbeit und erzähle von dem Unfall des Großen am Freitag. Da die Schulferien zuende sind, sind alle Kollegen aus dem Urlaub wieder da.

14 Uhr
Ich bin wieder zuhause und mache mir ein kleines Mittagessen, räume den Geschirrspüler aus, falte Wäsche und bereite eine Einschulungskarte für die Freundin vom Großen vor, die im Juni ins Ausland gezogen ist.

15 Uhr
Ich hole den Großen aus dem Ferienhort ab. Er beschäftigt sich ruhig mit seiner Horterzieherin und ein paar anderen Kindern im Schulhof an einem Tisch. Ich bin beruhigt, dass darauf geachtet wird, dass er nach seinem Nasenbeinbruch nicht tobt. Er zeigt mir nochmal den Ort, wo sein Unfall passiert ist.


15:30 Uhr
Wir beide gehen ganz kurz ein paar Sachen einkaufen. Normalerweise hätte er einen Zahnarzttermin gehabt. Den habe ich gestern abgesagt, da seine Lippe genäht wurde und noch nicht verheilt ist.

15:45 Uhr
Er hat einen Friseurtermin, damit er zur Einschulung am Samstag schick aussieht.

16:15 Uhr
Wir holen die Kleine von der Kita ab, die dienstags nun bis 16:05 Uhr Musikgarten in der Kita hat, und gehen Eisessen in unser Stamm-Cafè. Es ist voll und wie fast immer treffen wir ein paar Leute, die wir kennen. Es zieht sich alles etwas, bis wir endlich aufbrechen. Für den Spielplatz ist es jetzt schon zu spät. Wir treffen noch einen Freund vom Großen, der in eine andere Schule kommt, und quatschen ein wenig.

17:30 Uhr
Wir kommen zuhause an. Auch der Mann kehrt gerade von der Arbeit zurück.

18 Uhr
Abendbrot auf dem Balkon. Die Kinder unterschreiben noch die Karte für die Einschulung der Freundin. Die Kleine schreibt ihren Namen neuerdings selbst, hurtig malt sie einen Buchstaben nach dem anderen. Sehr süß!

19 Uhr
Unser Abendritual fängt an und dauert wie immer seine Zeit.

20 Uhr
Die Kinder schlafen. Feierabend. Nur noch 3 Tage bis zur Einschulung des Großen!

Montag, 4. September 2017

Eine Reise nur für mich und die Kleine

In meinem Bericht über unseren Sommerurlaub an der Ostsee hatte ich ja am Ende erwähnt, dass ich noch anderthalb Tage Exklusivzeit mit der Kleinen rangehangen hatte, um sie eventuell etwas aus ihrem wütenden, unausgeglichenen Zustand herauszuholen, in dem sie nun schon seit vielen Wochen steckt. In den Reaktionen auf meine Klagen über ihre Wandlung, wie hier beschrieben, wurde mein Gedanke von mehr Exklusivzeit für sie positiv aufgenommen und im Laufe unseres Urlaubs entschloss ich mich, ihr ein kleines Abenteuer, aus dem sie vielleicht etwas positive Energie ziehen könnte, zu ermöglichen.

Der Große hatte seinerzeit auch mit 4 1/4 Jahren das erste Mal allein mit dem Papa einen anderthalb-Tage-Trip mit Hotelübernachtung gemacht und auch im vergangenen Jahr war er ein paar Tage mit dem Papa allein verreist. Zusammen mit den Aufenthalten bei den Großeltern, den 3 Kitafahrten und unseren gemeinsamen 3 Wochen Mutter-Kind-Kur im Frühjahr war er doch schon vergleichsweise oft auf Reisen, im Gegensatz zur Kleinen, die all das noch nie gemacht hatte. Deshalb hielt ich es für einen guten Ansatz, ihr das mal zu ermöglichen und einfach zu schauen, ob es etwas an ihrer Unzufriedenheit bewirkt.

Die Umstände waren für mich sehr bequem, ich buchte noch im Urlaub eine Hotelübernachtung in Rostock, in dessen Nähe wir urlaubten, und besprach mit dem Mann, dass er uns am Abreisetag dort am Zoo absetzen sollte, den ich mit der Kleinen besuchen wollte, da sie im Gegensatz zum Großen Zoobesuche und Tiere liebt. Ich sparte mir also eine Anreisestrecke, kannte das Hotel schon und die Stadt sowieso. So war ich mental entspannt, auch wenn ich etwas Bauchschmerzen bezüglich der Kleinen hatte. Denn mit ihrem schrillen Gekreische und den vielen Schimpfwörtern ist sie zur Zeit nicht gerade die ideale Reisebegleitung.


Am Abreisetag fuhren wir also vormittags nach Rostock und verbrachten zu viert noch etwas Zeit am Stadthafen, bevor sich die Männer auf die Autobahn verabschiedeten. Die Kleine und ich gingen in den Zoo Rostock, der recht groß ist, da er aus zwei Teilen besteht. Zum Glück hatte ich mir vorher schon überlegt, einen Bollerwagen auszuleihen, da ich das Gepäck ja dabei hatte und die Kleine in der Mittagszeit müde und lauffaul sein würde. Das war goldrichtig, so konnten wir fast den ganzen Zoo durchwandern. Ich hoffte, dass sie im Bollerwagen einschlafen würde, weil ich eigentlich auch eine kleine Pause brauchte, aber den Gefallen tat sie mir nicht. Besonders glücklich war sie, als wir durch das Darwineum stromerten; ein Besuch bei den Menschenaffen ist doch immer wieder ein Highlight.




Nach 5 Stunden Zoomarathon fuhren wir mit der Straßenbahn in unser Hotel. Eigentlich wollte ich unterwegs noch mit ihr essen gehen, aber wir waren zu kaputt und kauften nur ein Brötchen für's Zimmer. Im Hotel angekommen, begeisterte sie sich gleich wieder für die hoteleigenen Meerschweinchen und bestand darauf, eine Zeitlang allein bei ihnen in der Rezeption zu bleiben, während ich hoch in unser Zimmer ging. Zuletzt waren wir zur Beerdigung meines Schwiegervaters dort gewesen. Ich war sehr müde und als sie schlief, las ich nur noch eine Weile im dunklen Zimmer am Handy.


Insgesamt war sie seit der Verabschiedung der Männer sehr ruhig gewesen, um nicht zu sagen scheu, was mich sehr wunderte und irritierte. Es gab klitzekleine Konfliktsituationen, aber nichts im Vergleich zu dem, was wir seit Wochen mit ihr durchmachten. Sie war wieder wie ausgewechselt, ein komplett anderes Kind. Allerdings auch anders als früher, viel zurückhaltender, unsicherer. Mir schien, als ginge es ihr nicht gut, aber sie sagte, es sei alles in Ordnung. Wahrscheinlich hat sie die ungewohnte Situation auch eingeschüchtert, vielleicht hat sie gemerkt, dass das, was sie sich gewünscht hat, doch ganz schön aufregend ist. Ich weiß es nicht. Es war jedenfalls ein für die Nerven ruhiger, aber körperlich ziemlich anstrengender Tag gewesen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir gemütlich im Hotel und währenddessen hörte auch der Regen auf. Ich wollte eigentlich einen kleinen Stadtbummel mit ihr machen und hoffte, dass das mit ihr möglich sei. Schon nach wenigen Metern jammerte sie, dass sie nicht mehr laufen konnte. Auf einem kleinen Spielplatz fiel sie hin und danach war die Laune endgültig durchwachsen. Wir schafften es gerade mal bis knapp hinter's Kröpeliner Tor, gingen dann zu Hugendubel, um sie ein wenig abzulenken, und danach hatte sie schon wieder Hunger, so dass ich Pommes für sie kaufte. Alles in allem hatten wir eine Strecke von 15 Minuten in anderthalb Stunden zurückgelegt. Ich plante also lieber großzügig für den Weg zurück zum Hotel und zum Busbahnhof...


Ich war ziemlich enttäuscht, dass wir nicht wenigstens eine kleine Innenstadtrunde geschafft hatten. Nichts hatten wir gesehen, alles war mühsam gewesen. Wäre es eine fremde Stadt für mich gewesen, die ich kennenlernen wollte, wäre ich sehr frustriert gewesen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ihr es Spaß machen würde, mit Mama allein eine andere Stadt zu erkunden. Wir gingen zurück ins Hotel, checkten aus und machten uns auf den Weg zum Busbahnhof. Diese Strecke ging sie bereitwillig, wenn auch langsam, mit, und wir hatten noch etwas Zeit zum Essen, als wir ankamen. Ich hatte ja wohlweislich auch anderthalb Stunden Puffer angesetzt. Die Rückfahrt mit dem Fernbus war von einem vorhersehbaren Stau geprägt, der uns eine Stunde später als geplant ankommen ließ. Wenigstens schlief sie eine Stunde. Da wir nach Ankunft noch mit dem Nahverkehr nach Hause fahren mussten, waren wir vom Hotel bis zur Ankunft zuhause insgesamt 6 Stunden unterwegs gewesen, für eine reine Fahrtstrecke von etwas über 2 Stunden. Ich war sehr erschöpft und dankbar, dass es schon Abend war.


Auch an diesem Tag erschien die Kleine mir sehr ruhig und verhalten und nichts ließ auf die aktuelle "Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand"-Mentalität schließen. Wieder gab es normale kleinere Differenzen, aber keine Wutausbrüche, Beleidigungen, Schimpfwörter oder körperliche Aggressionen aus ihrem üblichen Repertoire. Ich fand es merkwürdig, sie so zu erleben, und empfand sie fast als ein wenig verstört, als hätte ihr Selbstbewusstsein einen Dämpfer bekommen. Obwohl sie mit mir, ihrer Bindungsperson Nr. 1, zusammen war, schien sie mir aus ihrer üblichen Routine und damit auch aus aktuellen Verhaltensweisen herausgerissen zu sein. Natürlich fehlte auch der große Bruder, mit dem sie sich sonst ein Scharmützel nach dem anderen liefert.

Insgesamt hatte ich nicht den Eindruck, dass diese kleine Exklusivreise nun das gewesen ist, was ihr fehlte und was sie unbedingt wollte. Dafür war sie zu verhalten gewesen, sie, die sonst immer so begeisterungsfähig ist und ihre Emotionen auf der Zunge trägt. Auf Nachfrage hat es ihr zwar gefallen, aber man hat gemerkt, dass sie ihre Selbstsicherheit nur in ihrem gewohnten Umfeld an den Tag legt. Die große Frage, ob sich nun etwas in ihrem Verhalten geändert hat, lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Denn nach unserer Rückkehr fuhr der Große eine Woche zu Oma und Opa und es war insgesamt ruhiger. Danach war sie krank und letzten Freitag hatte der Große einen Unfall im Schulhort mit der Folge Nasenbeinbruch, so dass bei uns sowieso Ausnahmezustand war. Ich werde beobachten, wie sich alles weiter entwickelt.

Obwohl ich selbst überhaupt nichts von diesem Kurztrip hatte und mich wirklich geärgert hätte, wenn ich die Stadt noch nicht so gut kennen würde, finde ich es trotzdem gut, es mal ausprobiert zu haben. So hat sie gemerkt, wie das ist und was alles dazu gehört. Mir ist bewusst, dass eine Exklusivzeit allein nicht ausreicht, um ihre generelle Lebensunzufriedenheit ("Alles ist blöd!" sagt sie ständig) umzuwandeln, und ich hätte gedacht, dass sie mehr aus dem Häuschen sein würde. Aber es ist, wie es ist, und wir haben es zumindest probiert. Mit etwas Abstand werde ich sie auch später nochmal befragen, wie sie die anderthalb Tage denn fand. Jetzt machen wir erstmal mit kleinen Exklusivzeiten im Alltag weiter. Und hoffen weiter auf Beruhigung ihres Gemüts.

Samstag, 26. August 2017

"Ich hab sie aber nicht vermisst!"

Ich tausche mich sehr gern über Situationen im Zusammenleben mit meinen Kindern aus, bei denen ich entweder nicht wusste, wie ich reagieren sollte, oder eindeutig falsch reagiert habe oder spontan irgendwie agierte und hinterher ins Grübeln kam, ob das denn nun so angemessen war. Durch den Austausch und die Gedanken, die andere äußern, werde ich mir oft selbst klarer und kann bestenfalls beim nächsten Mal zufriedenstellender reagieren. Heute ergab sich nun eine Situation, zu der ich mal ein wenig Gedankenaustausch brauche.

Der Große kam heute von 6 Tagen Urlaub bei den Großeltern wieder zurück bzw. wir übernahmen ihn auf halber Strecke. Wir hatten eine wunderbar ruhige Woche zu dritt und er verbrachte schöne Tage mit voller Aufmerksamkeit bei Oma und Opa. Die Kleine vermisste ihn von Zeit zu Zeit, er selbst hatte wohl kaum Heimweh. Bei der Übergabe und dann auch zuhause gab es natürlich schon wieder die ersten Geschwisterscharmützel. Er ärgerte sich über irgendwas und grummelte auf seinem Bett. Ich setzte mich dazu und redete ein wenig mit ihm. Die Kleine war auch im Zimmer und versuchte sich anzunähern. Er wollte aber nichts mit ihr zu tun haben.
 
Ich fand es herzzerreißend, wie sie sich um ihn bemühte, und sagte irgendwann zu ihm: "Sie hat dich so sehr vermisst!" Darauf meinte er: "Aber ich hab sie nicht vermisst!" Hätte sie nicht direkt daneben gesessen, hätte ich vermutlich gar nicht weiter reagiert, sondern das einfach zur Kenntnis genommen. Denn wenn seine Empfindung so ist, dann ist das so und es hilft nichts, ihm dies irgendwie auszureden. So aber fühlte ich mich bemüßigt, zu reagieren, um ihre Traurigkeit abzumildern und Partei zu ergreifen. Ich sagte also etwas Kurzes, aber Wertendes, und ärgerte mich im gleichen Moment über mich selbst. Gleichzeitig tat mir die Kleine leid, denn sie hatte sich wirklich total auf ihn gefreut und schaute mich nun mit traurigen Augen an. Sie hatte es einfach nicht verdient, so etwas hören zu müssen, selbst wenn es der Wahrheit entsprach.

Die Situation war relativ schnell wieder vorbei, aber ich grübelte noch länger darüber nach. Was wäre eine angemessene Reaktion gewesen, die die Empfindungen beider Kinder berücksichtigt? Weder möchte ich dem Großen seine Empfindungen absprechen noch zulassen, dass die Kleine durch solche Aussagen verletzt wird. Ich finde das richtig schwierig, denn mit einer wie auch immer gearteten Reaktion schlägt man sich automatisch auf die eine oder andere Seite. So unharmonisch wie die Beziehung der beiden zueinander ist (wie hier beschrieben), birgt das sehr viel Brisanz in sich.

Dazu kommt, dass ich ihn verstehen kann, wenn er sagt, er hätte die Kleine nicht vermisst. Ich bin auch ein Mensch, der eher selten Menschen vermisst, sondern mehr Umgebungen, Landschaften, Komfort, bestimmte Speisen usw. Das ist schon so, solange ich zurückdenken kann. Trotzdem war ich früher ein Heimweh-Kind. Das ist der Große eigentlich nicht, wenn er verreist, obwohl er im Alltag nicht gern die Wohnung und uns verlässt. Eine interessante Kombination. Würde er mich fragen, ob ich ihn vermisst habe, müsste ich auch mit "nein" antworten. Ich freue mich, wenn er woanders eine schöne Zeit verlebt. Er ist ja sonst immer da, so dass es auch mal schön ist, wenn er nicht da ist. Denn auch die liebsten Menschen brauchen ab und zu eine Pause voneinander. Der Abstand tat uns, glaube ich, allen gut.

Dass er die Kleine nicht vermisst hat, ist also sein durchaus legitimes Empfinden, was ich sogar nachfühlen kann. Ich möchte und darf das eigentlich nicht bewerten, denn sonst zweifelt er entweder irgendwann an seinen Gefühlen oder traut sich nichts mehr zu sagen. Andererseits ist da ein anderer Mensch, die Kleine, die wegen solch einer Aussage verletzt ist, da sie ganz anders empfindet und sich unheimlich auf das Wiedersehen gefreut hat. Sollte ich da eingreifen, um ihre Gefühle zu schützen? Sollte ich stumm bleiben, um seine Empfindungen nicht zu werten? Ich finde es sehr schwierig, da im Bruchteil einer Sekunde zu entscheiden, was eine angemessene Reaktion wäre. Ich habe mich in dem Moment auf die Seite der verletzten Gefühle, die Seite der Kleinen geschlagen, hatte damit aber hinterher Bauchschmerzen, weil ich es selbst unglaublich hasse, wenn Gefühle, in dem Fall das Nicht-Vermissen, negiert oder tabuisiert werden. Sie gehen davon ja nicht weg. Ich selbst habe sehr darunter gelitten, in meiner Kindheit und Jugend. Ich möchte das eigentlich in meiner Familie nicht. Andererseits möchte ich aber auch nicht sanktionieren, dass jeder alles sagen kann, was er denkt, auf Kosten der Gefühle anderer Familienmitglieder.

Ihr seht meinen Zwiespalt und nun, wo ich das niedergeschrieben habe, ist er noch eklatanter geworden, denn die Situation ist prototypisch für so viele andere Momente im Familienleben, mit Geschwistern bzw. mehreren Kindern. Sicherlich kann man hinterher im Gespräch einen Weg finden, Kindern eine bestimmte Sichtweise zu vermitteln. Das ändert aber nichts daran, dass man immer wieder spontan reagieren muss. Und wenn verschiedene Werte gleich viel wiegen, ist es schier unmöglich, sich "richtig" zu entscheiden. Denn es gibt dann kein "richtig" und "falsch". Mir sind Harmonie und Rücksichtnahme sehr wichtig. Dazu gehört, sich zu bemühen, nicht die Gefühle anderer zu verletzen. Mir ist aber auch das Wahrnehmen und Aussprechen der eigenen Gefühle sehr wichtig. Das geht manchmal nur auf Kosten anderer. Heute wusste ich nicht, wie ich das lösen sollte, bzw. war ich mit meiner Reaktion hinterher nicht im Reinen.

So, und jetzt bitte ich um eure Gedanken und Ansichten. Vielleicht nochmal kurz zur Erinnerung: der Große ist jetzt 6 1/2 und die Kleine 4 1/4. Wie würdet ihr so eine Situation lösen? Was ist euch wichtig? Was würdet ihr mir raten, für's nächste Mal?

Dienstag, 22. August 2017

Unser Sommerurlaub 2017

Nun hat uns der Alltag wieder und ich möchte unseren diesjährigen Sommerurlaub an der Ostsee unbedingt noch Revue passieren lassen. Ich denke insgesamt positiv an ihn zurück, auch wenn er leider nicht den gewünschten durchschlagenden Erholungseffekt brachte. Es war ein schöner, wenn auch nicht ganz unanstrengender Urlaub. Ich habe mich einerseits sehr wohlgefühlt und die Abwechslung und Auszeit genossen, konnte aber andererseits diesmal wahnsinnig schlecht abschalten, da das Gedankenkarussell, besonders in Hinblick auf die baldige Einschulung des Großen, ununterbrochen lief. Aber endlich hatten wir mal Glück mit dem Wetter an der Ostsee!


Wir waren diesmal tatsächlich mehrfach in der Ostsee baden und verbrachten viele warme Stunden am Strand, was in den letzten Jahren nicht möglich war. Lest mal meine Berichte aus den Jahren 2016 und 2015 dazu nach. Auch im Jahr 2014, als wir zum ersten Mal in der gleichen Ferienwohnung wie diesmal waren, zeigte sich das Wetter sehr wechselhaft. Diesmal fühlte es sich endlich mal nach einem richtigen Sommerurlaub an! Das war echt toll und trug sehr viel zur positiven Urlaubsgrundstimmung bei. Dass die Kinder nun das Meer kennen und mögen, anstatt ängstlich und skeptisch zu sein wie lange Zeit, freut mich immer besonders. Denn das Meer, egal wo, trägt eine große Faszination in sich und zieht fast jeden Menschen in seinen Bann. Es beruhigt und erdet. Je älter ich werde, umso mehr brauche ich es, mehrmals im Jahr ans Meer zu fahren. Als ich am letzten Abend mit dem Großen einen Abschiedsspaziergang am Strand unternahm und ganz traurig wegen unserer Abreise war, meinte mein Sohn: "Mama, dann darfst Du entweder nicht mehr hierher kommen oder musst ganz hier bleiben!"  Da hat er irgendwie Recht.


Wir kannten unseren Urlaubsort, wir kannten unsere Ferienwohnung, wir wussten, dass die Kleine gerade in einer ziemlich anstrengenden Phase ist und die Geschwister sich aktuell wiedermal gegenseitig aufputschen. Es gab also keine unangenehmen Überraschungen, in jeglicher Hinsicht. Unsere Ferienwohnung bietet den Vorteil, dass sie einen eigenen großen Garten hat, ohne Nutzung durch andere Gäste. Das heißt, wir sind dort wirklich für uns und haben unsere Ruhe. Das ist aber gleichzeitig ein Nachteil, weil die Kinder keine Freunde kennenlernen und ihnen das tatsächlich diesmal fehlte, wie beide einhellig kundtaten. Ich weiß noch nicht, wie wir das in den nächsten Jahren lösen: Ruhe für die Eltern oder Sozialleben für die Kinder? Letzteres kann für uns Eltern entlastend, aber auch zusätzlich anstrengend sein, wie wir letztes Jahr in einer anderen Ferienwohnung feststellten. Ich bin da noch unentschieden...


Gleich am ersten Tag kam uns der beste Freund des Großen mit seiner Familie besuchen, die in der Nähe urlaubten. Das war total schön, wir spielten im Garten und am Strand und alle hatten viel Spaß. Dann folgten 2 Tage allein mit den Kindern, weil ich den Mann zum Erholen nach Hause geschickt hatte. Das war vorher so vereinbart, damit er allein etwas Kraft tanken kann. Es ging auch ganz gut, weil das Wetter passend war. Ohne Auto wären die 2 Tage sonst etwas zäh geworden. Als er wieder da war, verbrachten wir weiterhin viel Zeit am Strand, machten kleine Ausflüge, allerdings nichts Anstrengendes, und hatten einen wunderbaren Tag auf der Hansesail 2017 in Warnemünde.


Wie vorher abgesprochen, teilten wir uns auch ab und zu auf, um den Kindern Exklusivzeiten zu geben. Ich machte zum Beispiel mit dem Großen eine Vormittags-Wanderung an der Steilküste entlang und mit der Kleinen eine große Fahrradtour über Salzwiesen und an der Molli-Bahn entlang. Der Mann fuhr mit ihr zum Reiterhof und spielte mit dem Großen ausgiebig Wikinger-Schach*. Für mich gab es 2 kleinere Allein-Zeiten, wenig, aber besser als nichts, und 2 wundervolle abendliche Strandspaziergänge. Ich hätte definitiv noch länger bleiben können, nicht zuletzt dank des tollen Wetters, auch wenn es eben durchaus anstrengend war. Rund um die Uhr mit meinen Kindern bzw. anderen Menschen zusammen zu sein, wird mir immer schwerfallen und mich extrem fordern. Die Geräusche der Kinder, das ständige Streiten und Weinen strengen mich an, und die Kleine halbwegs empathisch in ihrer schrecklich schwierigen Phase zu begleiten, verlangt Äußerstes von mir ab.


Dazu kamen sehr deutlich die ständigen Gedanken und Überlegungen, die baldige Einschulung des Großen betreffend. Was alles noch besorgt, organisiert und erledigt werden muss, wie das wohl alles wird und wie wir alle die Umstellung verkraften werden. Es war für mich diesmal sehr schwer, abzuschalten, weil diese riesengroße Veränderung vor uns liegt, die ich bekanntlich sehr skeptisch betrachte. Ich kann derzeit nachts oft nicht einschlafen, weil ich so vieles im Kopf herumwälze, und dieses Problem machte natürlich auch vor dem Urlaub nicht Halt. So ein Zwischenzustand ist echt blöd, nicht Fisch noch Fleisch, und vor allem hinderlich beim Abschalten.

Das unangenehmste Mitbringsel aus dem Urlaub sind fiese Rückenschmerzen, die wieder zurückgekehrt sind, obwohl sie nach meiner Mutter-Kind-Kur fast verschwunden waren. Sie hängen einerseits mit dem gehäuften Tragen der 18 kg schweren Kleinen zusammen, andererseits aber wohl auch mit meiner immanenten Anspannung. Ich hoffe, dass sie bald wieder verschwinden!

Nach unserer Rückkehr bemerkte ich einen deutlichen Unterschied zu der Zeit nach meiner Mutter-Kind-Kur an der Ostsee, als ich nämlich einen richtigen Großstadtkoller und große Probleme hatte, mich wieder ans Stadtleben zu gewöhnen. Das war diesmal nicht der Fall, was mir zeigt, dass ich nicht im gleichen Maße wie bei der Kur abgeschaltet habe. Logisch, die Situation war ja auch eine ganz andere. Man kann sich halt nicht zwingen, abzuschalten, und bei Menschen wie mir ist das ja sowieso grundsätzlich schwierig.


Insgesamt war es aber durchaus ein schöner Urlaub mit richtigem Sommerfeeling, der noch länger hätte sein können. Mit noch etwas mehr Alleinsein, etwas weniger Geschwisterstreit, einer Waschmaschine und ein paar losen Freunden für die Kinder wäre es fast perfekt gewesen. Eigentlich wollte ich gegen Ende des Urlaubs noch ein-zwei Tage allein in einem Hotel verbringen, um aufzutanken. Da bei der Kleinen aber keinerlei Besserung ihres unausgeglichenen Zustandes zu bemerken war, beschloss ich, mit ihr zusammen noch anderthalb Tage ranzuhängen, um ihr Exklusivzeit und ein kleines Abenteuer zu geben. Auch wenn dieser Plan nicht den durchschlagenden Erfolg hatte wie erhofft, berichte ich darüber nochmal separat. Das war er, unser Ostsee-Sommerurlaub 2017. Und da ich weder gar nicht mehr hinfahren noch ganz hinziehen kann, um meinen Großen nochmal zu zitieren, werde ich einfach die goldene Mitte wählen und - öfter ans Meer fahren. Ob allein oder mit den Kindern, es wird immer stärker zum Sehnsuchtsort für mich.


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