Sonntag, 13. August 2017

Unser Wochenende in Bildern 12./ 13. August 2017 aus dem Sommerurlaub (mit Hansesail)

Wir sind gerade in unserem Sommerurlaub an der Ostsee und haben schon einige schöne Tage hinter uns. Hier kommt unser Wochenende in Bildern:

Samstag

Es regnet und der Himmel ist grau. Wir hadern aber nicht damit, da wir wirklich schon tolle Bade- und Strandtage hinter uns haben, ganz im Gegensatz zu den vergangenen Jahren. Der Mann fährt mit den Kindern gleich nach dem Frühstück in einen Indoor-Spielplatz in der Nähe, damit sie sich austoben können. Ich habe herrliche Ruhe in der Ferienwohnung. Nach Aufräumen und Durchwischen kann ich ein Buch, an dem ich schon lange lese, beenden und ein neues beginnen. Außerdem in Ruhe mittagessen und einfach mal wieder etwas zu mir kommen, was nach einer Woche Kinderbespaßung (davon 2 Tage allein, da der Mann zur Erholung nach Hause geschickt wurde) auch nötig ist. Ich genieße den Ausblick aus unserer Ferienwohnung trotz grauen Himmels:


Der Mann schickt Fotos aus dem glücklicherweise noch leeren Indoor-Spielplatz. Die Kinder toben sich aus und sind happy. Es gibt sogar Wassertreter in der Halle. Sie essen dort noch Mittag und schlafen auf der Rückfahrt nach Hause im Auto ein.


Am Nachmittag fahren wir nach Kühlungsborn. Dort war ich zuletzt als Kind und habe keinerlei Erinnerungen an den Ort. Wir gehen auf die Seebrücke und die Kinder schauen den Anglern zu.




Dann wird auf dem Bungee Trampolin gehüpft und auf dem schönen Spielplatz an der Promenade getobt. Wir Eltern gönnen uns ein Fischbrötchen. Als der Nieselregen stärker wird, fahren wir nach Hause. Obwohl ich die klassischen Seebäder meist nicht so sehr mag, fand ich Kühlungsborn sehr angenehm und abwechslungsreich.


Sonntag

Der Tag startet mit einem Sonne-Wolken-Mix. Wir fahren wie geplant gleich nach dem Frühstück zur Hansesail 2017 nach Warnemünde. Es ist schon morgens recht voll, aber die Stimmung ist super. Wir spazieren die Promenade entlang, steigen auf den alten Leuchtturm, um die Kulisse mit den vielen Segelschiffen auf dem Meer von oben zu bestaunen, wandern die Mole nach vorn zum Leuchtturm und zurück zum Alten Strom...





... und gehen dann zur Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe, wo wir mit dem Riesenrad fahren und große Segelschiffe bestaunen.




Es ist ein einmaliges Erlebnis bei absolutem Traumwetter, sehr beeindruckend und mitreißend. Warnemünde ist zwar noch viel voller als ohnehin schon, aber da wir in einem kleinen ruhigen Urlaubsort wohnen, können wir das mal ganz gut verkraften.

Als wir alle platt sind, geht es mit der Autofähre hinüber nach Hohe Düne und von dort aus zur Ruhestätte der Eltern meines Mannes in einem Ruheforst. Ein Mal im Jahr, wenn wir an der Ostsee Urlaub machen, kommen wir dorthin und erzählen den Kindern dann immer ein paar Geschichten von ihren Großeltern.



Der Ruheforst ist nach dem Trubel in Warnemünde ein wohltuender, beruhigender Ort und die Kinder erkunden den Wald. Von Jahr zu Jahr nehmen sie das alles auch bewusster wahr und stellen auch Fragen. Wir können diesmal dort richtig herunterfahren.


Danach geht es wieder zurück in unseren Urlaubsort und wir freuen uns auf noch ein paar schöne, sonnige Tage an der Ostsee.

Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) findet ihr wie immer bei Geborgen Wachsen. Und mein voriges Wochenende in Bildern aus dem Juli ist hier.

Sonntag, 6. August 2017

"Mama, wo warst du denn da auf dem Foto?"

Meine lieben Kinder,

ich möchte dringend etwas prophylaktisch klarstellen, falls ihr mich später mal fragt, ob ich denn gar nichts mit euch unternommen habe, weil ich nur auf wenigen Fotos mit euch zu sehen bin. Vielleicht denkt ihr ja, ich saß immer zuhause oder beim Friseur oder war shoppen oder so, wenn ihr eure tollen Ausflüge mit dem Papa gemacht habt. Auch wenn uns Freunde besuchten, hab ich mich immer vom Acker gemacht, den Fotos nach zu urteilen. Und in den Urlaub schickte ich euch natürlich allein mit dem Papa, damit ich mal meine Ruhe habe. Sieht man doch auf den Fotos, ist doch immer nur der Papa dabei. Und ihr natürlich.

Bei euren Geburtstagen war ich auch selten zugegen, genauso wie bei anderen Festen oder besonderen Anlässen. Selbst an meinem eigenen Geburtstag habe ich anscheinend lieber das Weite gesucht und ihr habt schön mit dem Papa und den Großeltern gefeiert. Es gibt kein Foto von mir. Den Kinderwagen geschoben habe ich nur wenige Male, das Tragetuch kam vielleicht drei Mal zum Einsatz und gekuschelt haben wir auch selten, den Fotos nach zu urteilen. Lediglich im Planschbecken war ich immer dabei, weil das dem Papa zu kalt war. Ansonsten machte ich mich in eurer Kindheit extrem rar, den Fotos nach zu urteilen.

Bildquelle: Pixabay

Fotos konservieren Erinnerungen und wecken Erinnerungen später wieder. Sie halten Augenblicke fest und lassen gemeinsame Erlebnisse aufleben. Sie sind Stützen des Gedächtnisses und zeigen den nachfolgenden Generationen das Leben der Altvorderen. Ich liebe es, Fotos anzuschauen und mein Leben quasi nochmal zu erleben. Mir kommen dabei nicht nur die Erlebnisse ins Gedächtnis zurück, sondern auch meine Gedanken und Gefühle und sogar Düfte, Geschmäcker und Stimmungen. Auch erinnere ich mich an die Personen, die auf den Fotos sind, und mir fallen weitere Episoden, Eigenarten und Gemeinsamkeiten ein. Oft habe ich mich als Kind gefragt, warum mein Vater so selten auf unseren Fotos zu sehen ist. Tja: er hat fotografiert!

In den meisten Familien gibt es einen Elternteil, der gern und viel fotografiert, sei es aus einer Fotoleidenschaft heraus oder für die Erinnerung. Und einen anderen, der demzufolge meist auf den Fotos zu sehen ist, dem das aber gar nichts bedeutet. In meiner Herkunftsfamilie war mein Vater der fotografierende Teil, in meiner eigenen Familie bin ich das. Nun bin ich genauso wenig auf Fotos zu sehen wie er früher. Und meine Kinder werden sich vielleicht später auch fragen, ob ich denn überhaupt dabei gewesen bin, bei all unseren tollen Unternehmungen, Urlauben und Anlässen. Schließlich sehen sie nicht, wie ich mit ihnen am Strand buddele, im Wald Verstecken spiele, Fahrrad fahre, am Geburtstag Kerzen auspuste, sie im Arm halte und mit ihnen lache. Es gibt Fotos von mir, ja, aber es sind im Verhältnis zu der Zeit, die ich mit den Kindern verbringe, sehr wenige.

Dereinst, wenn sie diese Fotos betrachten, werden sie meine Stimme nicht hören, meinen Geruch nicht riechen, sich nicht erinnern, ob ich zum Anlass eines bestimmten Fotos fröhlich, traurig oder wütend war, sie werden nicht wissen, ob ich dabei war oder gerade allein meiner Wege zog. Sie werden sich selbst kaum zusammen mit ihrer Mama auf Fotos sehen, mit dem Menschen, der viele viele Kindheitsstunden mit ihnen verbracht hat. Sie werden sich weniger an gemeinsame Erlebnisse mit mir erinnern, sondern immer eher an den Papa, der mit ihnen auf unseren Fotos zu sehen ist. Und ja, das macht mich traurig.

Ich könnte darum bitten, mehr fotografiert zu werden. Das habe ich getan, es hat grundsätzlich nichts geändert. Denn wem die eigenen Erinnerungen nicht wichtig sind, der wird auch nicht für die Erinnerungen anderer Menschen sorgen. Selfies und Selbstauslöser-Fotos schaffen auch nicht wirklich Abhilfe, schließlich sind es bewusste Fotos, keine Momentaufnahmen. Meine Hoffnung liegt in den Kindern: vor allem die Kleine fotografiert sehr gern und wird deshalb wohl recht bald eine eigene Kinderkamera bekommen. Und spätestens wenn das erste Handy vorhanden ist, wird sich zeigen, welches Kind am Sammeln von Erinnerungen interessiert ist.

Unsere Erinnerungen sind in unserem Kopf? Ehrlich gesagt habe ich aus meinen ersten Lebensjahren so gut wie gar keine Erinnerungen und hätte ohne Fotos keinerlei Vorstellung, wie das gewesen ist. Danach kommt eine Zeit, an die viele Erinnerungen vorhanden sind, weil alles sehr intensiv erlebt wurde. Spätestens ab den 30ern aber ist der Kopf so voll und immer neue Dinge müssen verarbeitet und gespeichert werden, dass das Gehirn einfach überlastet ist und kaum noch neue Details aufnehmen kann. Dafür braucht man dann Hilfsmittel, wie z.B. Fotos. Selbst ich, die ich eigentlich seit jeher ein gutes Gedächtnis habe, kann die Flut von Informationen und Ereignissen einfach nicht mehr bewältigen. Hätte ich nicht Unmengen an Fotos (und den Blog), hätte ich viele Situationen mit den Kindern längst wieder vergessen, obwohl sie nicht lange zurückliegen.

Also, meine lieben Kinder, lasst mich euch sagen: ich war dabei, ich war mit euch zusammen, ich habe viel Zeit mit euch verbracht und viele schöne (und auch weniger schöne) Dinge mit euch erlebt. Lasst euch von den Fotos nicht täuschen, auf denen ihr mich nicht seht. Ich stand direkt vor euch und habe euch angelacht. Oder euch unbemerkt fotografiert. Ich konserviere eure Kindheit für euch und werde dies auch weiter tun. Sie wirkt wie eine Kindheit fast ohne Mama, aber das war nicht der Fall! Ich war da, bei euch! Vergesst mich bitte nicht!

Samstag, 29. Juli 2017

Familienpause dringend gesucht

Wenn nichts mehr läuft, alle voneinander genervt sind, schon ein kleiner Funke ausreicht, um eine Explosion hervorzurufen und die Devise nur noch "Durchhalten!" heißt, dann bräuchte man eigentlich dringend eine Pause voneinander. Die Eltern von den Kindern, die Kinder von den Eltern, die Kinder untereinander und die Eltern auch. Eine räumliche, mentale und emotionale Pause, um zur Ruhe zu kommen, sich zu sammeln und wieder Kraft zu schöpfen für den lauten, turbulenten Familienalltag. Um Abstand zu gewinnen und sich wieder aufeinander zu freuen. Um zu schätzen, was man in und an der Familie hat. Um positiv an einen Tag, ein Wochenende oder einen Urlaub heranzugehen.

Bildquelle: Pixabay

Für uns Eltern wäre eine Pause von den Kindern gut, um sich mal vom jahrelangen Funktionieren auszuruhen, Stille zu genießen, eine ruhige Mahlzeit einzunehmen und wieder positive Dinge an den Kindern sehen zu können. Wir sind aktuell so erschöpft, genervt und gestresst vom Dauerbeschuss, dem Lärmpegel, den Auseinandersetzungen und täglichen Kämpfen. Wir sind schon morgens überreizt und sitzen beide manchmal weinend am Frühstückstisch. Jede kurze Auszeit und Erholung, die wir dem anderen Elternteil ermöglichen, wird durch neuen Stress zunichte gemacht. Wir sind einfach kaputt, von der Arbeit, vielen Terminen, unzähligen Besorgungen und Gedanken, der Aufregung wegen der anstehenden Einschulung des Großen, der anstrengenden Phase mit der Kleinen und natürlich wie immer deswegen, weil wir alles allein machen müssen, wie in meinem Text "Es braucht ein Dorf..." beschrieben. Ach, wären doch die Kinder mal ein Wochenende weg! Noch nie, nicht ein Mal gab es das.

Auch für die Kinder wäre eine kleine Pause, ein Abstand von den Eltern, sicherlich gut. In einer anderen Umgebung, mit anderen Bezugspersonen, wo sie ihr Verhalten mehr kontrollieren müssen, mit anderen Erlebnissen und Eindrücken. Mit Menschen, die ganz anders mit ihnen umgehen als wir Eltern. Das ist zwar in der Kita der Fall, aber die Kita ist auch für sie Gewohnheit, kein Ausbrechen aus dem Alltag. Und spätestens am Nachmittag sind ja die Blitzableiter aka Mama oder Papa wieder da. In meinen Augen wäre es dringend nötig, dass die Kinder und wir und auch die Kinder untereinander ab und zu ein paar Tage getrennt sind. Das würde allen gut tun und wir würden wieder mehr schätzen, was wir aneinander haben, uns mehr im Umgang miteinander bemühen und nicht auf alles so gereizt reagieren. Und damit meine ich alle Parteien, Eltern und Kinder.

Anstelle einer Pause voneinander fahren wir bald zusammen in den Sommerurlaub. Juhu, könnte man meinen, endlich Erholung und Entschleunigung, mehr Zeit und Ruhe für die Familie und damit Hoffnung für ein friedlicheres Zusammenleben. Andere Menschen als wir würden auf diesen Zusammenhang setzen. Wir dagegen blicken mit Angst und Unlust diesem Sommerurlaub entgegen, der zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt stattfinden könnte. Denn wenn 4 Menschen gerade nicht miteinander können, wird es sicherlich nicht besser, wenn sie 24 Stunden am Tag aufeinander hocken. Für mich als hochsensible Mama ist das ja sowieso immer eine schwierige, anstrengende, manchmal unerträgliche Situation, meine Kinder rund um die Uhr bei mir zu haben. Starte ich dann noch erschöpft und überreizt in solch einen Urlaub, mit einer Kleinen, die sich in der schlimmsten Phase ihres bisherigen Lebens befindet, einem Großen, der durch die nahende Einschulung und die Vorschulpubertät auch verunsichert und nervös ist und einem Mann, der aufgrund seiner eigenen Erschöpfung und Überforderung nichts auffangen und abfedern kann, dann werden meine mickrigen Akkus sicherlich keinen Tag halten. Wenn uns dann noch das Wetter im Stich lässt wie oft in den letzten Sommerurlauben, dann sehe ich schwarz.

Ich selbst tanke Kraft und komme zur Ruhe nicht per se durch Urlaub und das Zusammensein mit der Familie, sondern durch Abstand, Alleinsein, Zu-Mir-Finden und ausreichende Regeneration. Schöne Erlebnisse und Unternehmungen mit den Kindern mag ich natürlich gern, und diese sind im Urlaub wahrscheinlicher als im Alltag. Ich hoffe, dass wir schöne Dinge zusammen erleben werden und alle dadurch wieder etwas Auftrieb kriegen.

Am Montag hat der Große seinen letzten Kitatag. Das wird sehr emotional. Danach betreuen ihn meine Eltern für 3 Tage hier vor Ort. Sofern sie am Nachmittag auch die Kleine übernehmen, kann ich auf etwas Ruhe und Freizeit hoffen. Das würde mir gut tun, und den Kindern sicherlich auch. Auch Menschen, die sich mögen, brauchen mal Pause voneinander. Und wenn wir dann alle wieder etwas mehr in unserer Mitte sind, könnten wir vielleicht etwas entspannter in unseren Sommerurlaub starten. Vielleicht freuen sich dann die Kinder auch wieder auf uns und umgekehrt...

Donnerstag, 20. Juli 2017

Wo ist mein Sonnenschein hin?

Die Kleine treibt mich in den Wahnsinn. Wo ist mein pflegeleichtes Baby und Kleinkind hin? Bei dem ich (fast) immer wusste, was ich machen, wo ich ansetzen und wie ich es auffangen kann. Ich weiß aktuell nicht mehr, wie ich mit ihr umgehen soll. Bin rat- und hilflos. Kann sie nicht mehr liebevoll und geduldig begleiten. Sie überschreitet alle Grenzen, ist körperlich aggressiv gegen uns und ihren Bruder, schreit und kreischt bei jeder Kleinigkeit, rastet komplett aus. Macht fast täglich Sitzstreik auf der Straße, rennt vor Autos, läuft einfach weg. Sie stört, wo sie nur kann, sie zerstört mutwillig Dinge vom Großen, reißt alles an sich. Das Zusammenleben mit ihr gleicht einem Gang über ein Minenfeld, man kann eigentlich nur alles falsch machen und verlieren. Morgens Geschrei, nachmittags Boykott und Verweigerung, abends Geschrei. Jede Mahlzeit ist ein Desaster. Zwischendurch wird man gehauen, getreten, beschimpft sowie mit Forderungen bombardiert. Sie wirft mit Schimpfwörtern um sich, die der Große noch nie benutzt hat, und das in einer Frequenz, die unerträglich ist. Sie ist keine 2 Jahre alt, auch nicht 3, sondern 4 1/4. In diesem Alter war der Große aus der schlimmsten Zeit raus und es wurde langsam einfacher mit ihm. 4 Jahre, das war für mich immer das Alter, wo es einfacher wird. Mit ihr ist es das Gegenteil.

Sie war immer mein kleiner Sonnenschein, witzig, charmant, lebensfroh, schlagfertig, intelligent, schnell, schlau, liebevoll, anschmiegsam. Ich konnte sie immer gut händeln und wusste meist, wie ich sie wieder erde, wenn sie außer sich war. Sie ließ Trost immer irgendwann zu und tankte viel durch körperliche Zuwendung auf. Lange, sehr lange Zeit brauchte sie eigentlich nur Mama, dann war sie zufrieden und ausgeglichen. Zur Zeit schlägt sie nur um sich, verbal und physisch, und wir erkennen sie nicht wieder. Sie lacht kaum noch, von ihrem neckischen Wesen ist nichts mehr zu erkennen. Klar hatte auch sie, wie jedes Kind, schon immer schwierigere, unzufriedene Momente oder auch Phasen, in denen der Mann, die Großeltern oder die Erzieherinnen deutlich machten, dass sie nicht an sie herankämen. Aber da war ja immer noch ich, der letzte Anker, die Mama, von der sie sich immer beruhigen und regulieren ließ. Mit ihr habe ich mich nur in seltenen Momenten richtig hilflos gefühlt. Selbst ihre Wutstürme habe ich meist ruhig und liebevoll begleitet. Im Moment weiß ich nicht mehr weiter und ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mehr. Sie ist komplett unberechenbar und dreht völlig frei.

Der Große war so ähnlich zwischen 1,5 und 3,5 Jahren. Er war ein sehr wütendes, unzufriedenes Kind, das überhaupt nicht ausdrücken konnte, was ihn störte. Er war aber selten gegen uns bzw. gegen mich körperlich aggressiv, sondern warf eher ein Spielzeugregal um, wälzte sich auf dem Boden oder war sogar autoaggressiv. Er war nie ein Hau- oder Beißkind, weder gegen uns noch andere. Jetzt, mit 6 1/2 Jahren, fängt er an, die Kleine zurückzuhauen, weil er ständig von ihr gehauen wird. Sie tritt ihn, boxt ihn, schubst ihn, und das alles so schnell und überraschend, dass man kaum eingreifen kann. Lange hat er sich nicht gewehrt, sondern geweint und Trost bei uns gesucht, nun fängt er selbst auch damit an. Es ist zum Mäusemelken. Der Große hat auch nie viele Schimpfwörter benutzt. Brachten andere Kinder aus der Kita ein ganzes Arsenal an Ausdrücken nach Hause, war er da immer relativ resistent und hat nicht so viel aufgesaugt. Mit ca. 3 1/4 Jahren hatte er eine nervige Schimpfwortphase, aber die ging recht schnell vorbei und war nicht mal im Ansatz so schlimm wie das, was die Kleine mit ihren über 4 Jahren jetzt durchlebt.

Wir rätseln, was mit ihr los ist. Die Autonomiephase müsste eigentlich so langsam vorbei sein. In ihrem Alltag hat sich nichts geändert. Sie hat jetzt endlich ein eigenes Kinderzimmer. Sie kann sich verbal ausdrücken, sie versteht alles und findet sich überall zurecht. Sie fängt schon an, Buchstaben zu schreiben, und ist viel selbstständiger als ihr großer Bruder. Sie will allein zum Bäcker gehen und überhaupt alles autark machen. Dabei passieren leider auch unzählige Malheure, was uns nervt, da wir das von unserem vorsichtigen Großen nicht kennen. In vielen Fällen sagen wir nichts, doch manchmal ist es eben auch zuviel. Sie ist integriert, hat ihre Freundinnen, wird zu Geburtstagen eingeladen und darf vieles schon machen, was der Große sich erst später zutraute. Zum August wird sie in den großen Elementarbereich der Kita wechseln, wo sie in letzter Zeit schon mehrfach hineinschnupperte. Es ist für uns nicht ersichtlich, an welcher Stelle sie eventuell leidet, sich unwohl fühlt, Unterstützung braucht.

Sicherlich lässt sie das Gerede und die Vorbereitungen für den baldigen Schulstart des Großen nicht ganz kalt. Sie versteht ja, dass sie bald allein in die Kita geht und der Große bei der Einschulung im Mittelpunkt steht. Sie sieht, was wir dafür schon jetzt vorbereiten und, sie merkt, dass es ein großer Umbruch wird. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das schon jetzt so dermaßen aus der Bahn wirft, wo der Große selbst noch relativ ruhig ist. Sie zieht im Moment alle negative Aufmerksamkeit auf sich und wir wissen nicht, warum. Lange habe ich versucht, unter Aufbietung all meiner nervlichen Kräfte ruhig und gefasst zu bleiben. Immer öfter explodiere ich nun auch. Der Mann ist komplett hilflos und gestresst. Keine unserer Strategien bringt irgendeine Besserung. Sie zerschießt im Moment unseren Familienfrieden auf allen Ebenen und es scheint ihr, der Harmonie eigentlich immer so wichtig war, keinen Deut auszumachen. Am meisten tut mir der Große leid, der unter ihren Aggressionen, ihrer Schreierei und der negativen Aufmerksamkeit, die ihr zuteil wird, leiden muss. Denkbar schlechte Voraussetzungen für einen ruhigen Schulstart für ihn.

Wir sind ratlos. Fehlt ihr positive Aufmerksamkeit, fehlt ihr Exklusivzeit, fehlt ihr Beschäftigung, fehlt ihr aktive Förderung? Sie war doch immer zufrieden, wenn sie mit mir zusammen war! Und wir haben immermal wieder nachmittags Zeit zu zweit, wenn der Große bei Freunden ist. Auch der Papa unternimmt ab und zu etwas allein mit ihr. In letzter Zeit war das zugegebenermaßen aus diversen Gründen seltener der Fall. Dafür sind wir aber öfter auf ihren ausdrücklichen Wunsch zu Reiterhöfen und Pferdekoppeln gefahren, was sie sehr liebt. Dass der Große nicht mit ihr spielt, frustriert sie weiterhin, ist aber nichts Neues für sie.

Da sie im Moment nicht kuscheln will, ihren Liebestank aber bisher immer durch Kuscheln und körperliche Zuwendung auffüllte, haben wir uns nun vorgenommen, ihr mehr ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Wir wollen mehr einzeln mit ihr spielen (was schwierig ist, weil dann der Große sofort eifersüchtig wird) und mehr allein mit ihr unternehmen. Ich habe sie gefragt, ob sie, wenn die Großeltern bald zu Besuch kommen, mal etwas mit ihnen allein machen möchte. Will sie aber nicht, sondern mit dem Bruder zusammen. Vielleicht möchte sie auch mal, dass einer von uns allein mit ihr verreist, so wie es der Mann mit dem Großen mit 4 Jahren und seitdem mehrfach schon gemacht hat. In mancher Hinsicht haben wir mit dem Großen im gleichen Alter schon viel mehr gewagt, in anderer Hinsicht ist sie viel weiter und selbstständiger als er, darf mehr und traut sich selbst Dinge zu, die er damals noch nicht wagte. Es ist schwierig. Ob das reicht, um sie aus ihrem Frust herauszuholen?

Habt ihr noch Ideen, Anregungen, Erklärungen? Wie sind eure 4-jährigen Kinder so drauf? Wie kommen wir durch diese anstrengende Phase hindurch?

Ich will doch einfach nur meinen Sonnenschein zurück!

PS: Die Bilder stammen von einem kürzlichen Mama-Tochter-Ausflug zu einem Fest, einem Nachmittag nur für uns beide.

Sonntag, 16. Juli 2017

Unser Wochenende in Bildern 15./ 16. Juli 2017

Mein letztes Wochenende in Bildern teilte ich im März von der Mutter-Kind-Kur. Es wird also wiedermal Zeit. Da unser Wochenende abwechslungsreich war, kommen hier ein paar Bilder und Gedanken davon.

Samstag:

Vormittags wollten wir zum Sommerfest der zukünftigen Grundschule des Großen gehen. Die Lehrerin hatte uns explizit beim Elternabend eingeladen. Wir gingen gleich zur Eröffnung hin, was auch gut war, denn da war es noch recht leer. Im Laufe der Zeit füllte sich der Schulhof immer mehr und am Ende fühlten wir uns komplett überreizt und überfordert von den Massen und den Eindrücken. Es gab tolle Aktivitäten und Stationen, die Atmosphäre wirkte angenehm und wir trafen einige Bekannte. Dennoch war es sehr anstrengend und drei von uns waren sehr erschöpft.


Glücklicherweise konnte ich dem Großen seine Lehrerin zeigen und lernte selbst seine Horterzieherin kennen, die beim 1. Elternabend nicht dabei gewesen war. Wir stellten uns kurz vor und ich erfragte das Prozerede beim Start im Ferienhort. Es gibt dort überhaupt keine Eingewöhnungszeit, man lässt das Kind am ersten Tag in der komplett fremden Umgebung allein dort und geht. Puh. Das finde ich heftig, aber es ist wohl üblich und ändern kann ich es nicht. Ich hoffe, dass alle seine Freunde an seinem Starttag im Ferienhort anwesend sein werden. Nach meinem jetzigen Stand wird das der Fall sein, und er wird es sicherlich brauchen.


Wir waren total kaputt nach dem Vormittag, gingen noch schnell etwas essen und ruhten uns dann zuhause aus. Der Nachmittag sollte geruhsam ablaufen, die Kinder malten und spielten nach der Mittagspause und natürlich gab es auch immer wieder Streit und Tränen.

Um 17 Uhr verschwand ich, um mit einer Freundin ins Kino zu gehen. Ich hatte bei den lieben Kolleginnen vom Blog Stadtlandmama zwei Freikarten für den Film "Begabt" gewonnen, in dem es um ein hochbegabtes Mädchen geht. Ein sehr interessantes Thema und ich freute mich sehr.



Der Film war sehr berührend und schnitt alle Aspekte an, mit denen sich die betroffene Person, in diesem Fall ein siebenjähriges Mädchen, und die Bezugspersonen konfrontiert sehen. Das Anders-Sein ist ja auch bei mir immer wieder ein Thema und ich konnte mich gut in die Handlung hineinversetzen. Ich war dann um 21 Uhr wieder zuhause und die Kinder, auch die Kleine, die mich erst nicht gehen lassen wollte, hatten sich relativ unproblematisch ins Bett bringen lassen.

Sonntag:

Ich hatte ein neues Ausflugsziel vorgeschlagen, von dem ich über Freunde gehört hatte: der Mini Monkey Kletterwald in Briese nördlich von Berlin, ein Kletterpark für kleinere Kinder. Da meine Kinder schon öfter mal geäußert hatten, klettern zu wollen, ein großer Kletterpark aber noch zu schwierig ist, erschien mir dieser Kinder-Kletterpark als genau der richtige Einstieg ins Klettern. Nach dem Frühstück fuhren wir los und wie erhofft war es noch total leer, als wir ankamen. Das war perfekt für meine Kinder, so konnten sie in Ruhe das Terrain erkunden und klettern, ohne durch nachfolgende Kinder gehetzt zu werden.


Der Kletterpark ist nach Spielplatz-TÜV-Regeln geprüft und deshalb müssen die Kinder dort nicht gesichert werden. Man kann also sofort losklettern. Es gibt leichtere und schwierigere Abschnitte und die Kinder können jederzeit abbrechen und herunterkommen.


Meine Kleine legte gleich los und brauste mit ihrem üblichen Wagemut voran. Bei ihr mussten wir ganz schön aufpassen, vor allem bei den höheren Abschnitten (max. 1,50 m Höhe) und als sie abgelenkt war und unkonzentriert wurde.


Der Große verhielt sich wie immer bedächtig und vorsichtig, bei ihm brauchten wir uns keine Sorgen zu machen. Trotzdem musste schon immer ein Elternteil bei einem Kind stehen; allein mit beiden Kindern würde ich das nicht machen.


Für das Alter meiner Kinder (6 und 4) fand ich den Kletterwald genau richtig. Vor allem zum ersten Ausprobieren, Kennenlernen der Herausforderungen, Einschätzen der eigenen Fähigkeiten und als Konzentrationsübung. Schön, dass der Kletterpark mitten im Wald, im Briesetal, liegt. In der Nähe befindet sich eine Waldschule und ein toller Wanderweg. Man kann sich also theoretisch den ganzen Tag in der Gegend beschäftigen und später nochmal in den Kletterpark zurückkehren, denn das Ticket ist den ganzen Tag gültig. Da das Klettern recht anstrengend ist, halten kleinere Kinder noch nicht so lange durch.




Mittagessen waren wir in einem nahegelegenen Biergarten, und danach fuhren wir weiter in unseren Garten. Im Briesetal wimmelt es von Mücken, also unbedingt Mückenschutz mitnehmen, wer den Kletterwald mal ausprobieren will. Ich hatte ihn mir etwas größer vorgestellt, finde aber das Konzept toll. Wir werden sicherlich wiedermal hinfahren.


Leider nieselte es am Nachmittag immer wieder und wir konnten im Garten nicht viel machen. Ich beschnitt ein paar Sträucher und die Kinder bauten mit dem Mann daraus eine Asthöhle. Mit den üblichen Streiereien...


Irgendwie können wir unseren Garten in diesem Jahr nicht so richtig nutzen, da wir nur am Wochenende rausfahren, aber die Wochenenden entweder verregnet oder mit Terminen besetzt sind. Schade! Symbolbild für den bisherigen Sommer:


Zuhause ging es in die Badewanne und morgen geht der Alltag weiter. Am Freitag hat der Große Zuckertütenfest in der Kita und wir nähern uns langsam unserem Urlaub. Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

Montag, 10. Juli 2017

Das Ende der Kitazeit des Großen naht

Die letzten Tage in der Kita sind angebrochen. Am 31. Juli enden 5 1/2 Jahre Kitazeit für meinen Großen, davon fast 5 Jahre in unserer jetzigen Kita. Bisher habe ich mich immer über jedes Älterwerden, jede Entwicklung, jeden neuen Schritt meiner Kinder gefreut, aber diesmal bin ich wirklich traurig und kann keine Freude empfinden. Zu krass wird der Einschnitt für ihn und für uns alle sein, wenn er im September eingeschult wird.

Ich bin traurig, dass ich ihn dann nicht mehr aus unserem Kita-Garten abholen kann, wo er mit seinen Freunden Fußball oder "Mädels fangen" spielt. Wo ich weiß, dass er den ganzen Tag draußen an der frischen Luft und in Bewegung war. Ich bin traurig, dass er nicht mehr seinen Musik- und den Handwerkerkurs in der Kita machen wird, wo man ohne Probleme auch mal fehlen kann, im Unterschied zur Schule. Ich bin traurig, dass die Kleine ihn zukünftig, genau wie uns, den ganzen Tag nicht sehen wird, sondern nur morgens in einer Stresssituation und nachmittags, wenn alle kaputt vom Tag sind. Ich bin traurig, weil die beiden bald noch weniger Gemeinsamkeiten haben werden und es schwer wird, nachmittags die Bedürfnisse bzw. Notwendigkeiten (Hausaufgaben) beider Kinder zu vereinbaren.

Kein Verreisen in der Nebensaison, keine Kurztrips von Donnerstag bis Dienstag mehr. Kein Zuhause-Bleiben am Geburtstag und noch mehr Zeitdruck am Morgen als jetzt. Dazu das Gepäck, Schulranzen, Turnbeutel und was weiß ich alles. Was soll ich am Nachmittag mit dem ganzen Zeug machen, wenn wir im Park oder auf dem Spielplatz sind? Denn wahrscheinlich werde ich erst den Großen vom Hort abholen und danach zur Kita gehen. Außerdem bin ich fast immer nachmittags mit den Kindern noch draußen unterwegs.

Ich habe große Bauchschmerzen, weil ich weiß, dass nicht nur mehr Zeitdruck, sondern auch Leistungs- und Anpassungsdruck auf ihn zukommen werden. Mein Großer ist ein Kind, das unter Druck nicht oder viel schlechter funktioniert als unter optimalen Bedingungen. Oft blockiert er dann und kann seine Fähigkeiten nicht abrufen, wenn er unter Druck gesetzt wird oder unter Stress gerät. Ich mache mir große Sorgen um seinen Schulstart und weiß, dass die Umgewöhnung lange dauern und er seine Unsicherheit und Überforderung bei uns abladen wird, wie seinerzeit beim Wechsel in den großen Elementarbereich der Kita. Ich stelle mich auf eine emotional ungeheuer anstrengende Zeit ein, besonders für mich, die sich seit seiner Babyzeit als Schreibaby immer für sein seelisches Wohl verantwortlich fühlt.

Ich habe nur negative Gefühle, wenn ich an meine eigene Schulzeit denke. Ich habe sie als eine Zeit der Fremdbestimmtheit, des Anpassungsdrucks, des Gruppenzwangs und sinnentleerten Lernens, ungerechter Benotungen und unfähiger Pädagogen erlebt. Besonders die zweite Hälfte meiner 12 Schuljahre zogen sich quälend langsam. Ich war eine gute Schülerin und habe später studiert, aber die Schulzeit empfand ich als schrecklich. Das darf ich dem Großen gegenüber natürlich nicht zeigen, aber ganz verstecken kann ich es auch nicht. Er merkt ja, wie verhalten ich reagiere, wenn wir über die Schule sprechen. Soll ich ihn anlügen? Nein, das würde ich selbst auch nicht wollen. Ich will meine eigenen Erfahrungen machen, und das muss und wird er auch. Die können ganz anders als meine aussehen. Schließlich sind seit meiner Einschulung 36 Jahre vergangen und die Zeiten heute sind ganz andere. In vielen Hinsichten besser, in anderen Aspekten (Medien) auch schwieriger. Im Endeffekt steht und fällt vieles mit den Persönlichkeiten, mit denen er zu tun haben wird. Insgesamt hege ich aber große Vorbehalte gegen das "System Schule", die ich auch nicht abschütteln kann.


Wir haben uns viel davon versprochen, dass er auf der Einzugsgrundschule mit vielen seiner Kita-Freunde eingeschult wird. Das war einer der Gründe dafür, dass wir ihn dort angemeldet haben und nicht auf der privaten Gemeinschaftsschule, die wir uns vor 2 Jahren mit einem sehr positiven Grundgefühl angeschaut hatten. Nun fand am letzten Donnerstag der erste Elternabend in der Schule statt und wir erfuhren, dass er leider nicht mit zwei seiner engsten Freunde in eine Klasse kommt. Zwar mit einigen Kindern, die er gut kennt, aber eben nicht mit den engsten. Das betrübt mich sehr, denn es hätte ihm Stabilität und Halt gegeben. Seine zukünftige Lehrerin wirkte nett und fachlich kompetent, allerdings etwas "oldschool" in ihren Anschauungen und Aussagen. Sie unterrichtet schon seit 30 Jahren, was überhaupt nicht schlecht sein muss, aber es hängt von ihrer Persönlichkeit ab, ob sie sich mit der Pädagogik weiterentwickelt hat. Einige ihrer Aussagen gefielen mir nicht, aber das mag auch meiner persönlichen Vorgeschichte, meiner Einstellung zu Kindern und Erziehung und der Erfahrungen mit meinem Großen geschuldet sein. Ich werde versuchen, so neutral und offen wie möglich an die ganze Sache heranzugehen und den Großen gut vorzubereiten. Freude aber kann ich nicht empfinden. Für mich fühlt sich sein Schulstart wie der Beginn seines "Lebens-Hamsterrads" an.

Demnächst wird nun noch das Zuckertütenfest in der Kita stattfinden und dann ist am 31. Juli sein letzter Kitatag da. Ich werde traurig sein. Da das gleichzeitig mein Geburtstag ist, wird es emotional ein merkwürdiger Tag. Noch 3 Wochen gewohntes, vertrautes Umfeld für den Großen, viele jahrelang bekannte Freunde, eine Bezugserzieherin, die uns seit 5 Jahren begleitet, ein angenehmer, kindgerechter Tagesablauf und Freiheit am Nachmittag. Ich sollte die letzten Tage noch genießen, aber sie werden so schnell vorbei sein und die Sorgen und Bedenken bezüglich der Schule überlagern das Genießen. Ich kann nicht aus meiner Haut, ich bin voller unangenehmer Erinnerungen und Vorbehalte. Der Große wiederum weiß nicht, was auf ihn zukommt, mag aber generell keine Veränderungen und neuen Schritte. Fast täglich äußert er, dass er nicht in die Kita, sondern zuhause bleiben wolle. Das wird in der Schule sicherlich nicht anders sein. Und das Stresslevel wird für alle wesentlich höher sein.

Ich wünsche ihm, dass er schönere Erfahrungen als ich macht, eine zugewandte, verständnisvolle, empathische Lehrerin hat und neue Freunde findet. Ich wünsche uns, dass er die Umstellung gut bewältigt und seine bekannten Freunde und gewohnte Umgebung ihm Halt geben. Es wird eine große Herausforderung, für ihn und für uns. Besonders auch für mich, die ihre eigenen Prägungen überwinden und neu beginnen muss. Dass das alles andere als einfach ist, merke ich an meinem Gemütszustand in den letzten Tagen. Aber der Große ist eben auch dasjenige meiner beiden Kinder, das besonders viel Begleitung und Unterstützung benötigt. Und dafür fühle ich mich natürlich zuständig, als seine Mama.

Zwischen seinem Kita-Ende und der Einschulung liegen noch 6 Wochen. 6 Wochen Sommer, Urlaub mit uns und bei den Großeltern und Hineinschnuppern in den Hort. Wir haben also noch eine kleine Atempause:-)

Wie war oder ist das bei euch, hattet oder habt ihr auch viele Sorgen und Bedenken hinsichtlich der Einschulung? Wie seid ihr geprägt? Haben sich eure Vorbehalte bestätigt oder in Luft aufgelöst?

Freitag, 7. Juli 2017

Anzeige: Als Familie sparen auf Clever365

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Wir sind eine unternehmungslustige Familie und Freizeitaktivitäten mit mehreren Kindern können viel Geld kosten. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach Gutscheinen und Rabatten, die es uns ermöglichen, auch mal etwas teurere Unternehmungen zu machen. Besonders im Winter und an Regenwochenenden ist es Gold wert, einen kleinen Vorrat an Gutscheinen zuhause zu haben. Hier in Berlin gibt es ja tolle Attraktionen und Ausflugsziele für Kinder bzw. Familien wie das Legoland Discovery Centre, das SeaLife Berlin oder Madame Tussaud's. Überall dort bekommt man viel Interessantes geboten und kann sich lange beschäftigen. Leider sind all diese Attraktionen aber auch sehr preisintensiv und ein Sonntagsausflug kann bei einer vierköpfigen Familie gut ins Geld gehen. Deshalb bin ich immer sehr dankbar über Rabatte und Gutscheine, denn neben vielen anderen preisgünstigeren Unternehmungen wie Ausflügen in die Natur möchten wir unseren Kindern durchaus auch gern mal solche Highlights ermöglichen.


Vor kurzem habe ich ein neues Gutscheinportal entdeckt und gleich mal ausführlich durchstöbert. Es heißt Clever365 und wirbt mit dem Slogan "Clever sparen an 365 Tagen". Man gibt seine Stadt und den Umkreis der Suche ein und bekommt eine Übersicht der Ergebnisse angezeigt, die man durchscrollen kann. Oder man sucht gleich anhand der vorgegebenen Rubriken wie Gastronomie, Freizeit, Shopping, Wellness etc. und klickt dann die individuell attraktiven Ergebnisse an. Als Einsparmöglichkeiten existieren prozentuale oder feste Nachlässe oder auch Angebote wie 2für1.

https://link.blogfoster.com/SJWkkrYmW

Es gibt dann verschiedene Möglichkeiten, um von den Rabatten zu profitieren: Online-Gutscheine, Ausdruck-Gutscheine, Mobil-Gutscheine und das Gutscheinbuch, welches man extra bestellen muss, wenn man die darin enthaltenen Angebote nutzen möchte. Für alle anderen Gutscheine muss man sich lediglich gratis auf dem Portal registrieren und anmelden. Über den Email-Verteiler bekommt man auch die neuesten Angebote zugeschickt.


Bei den Online-Gutscheinen wird man auf die entsprechenden Webseiten weitergeleitet, die Ausdruck-Gutscheine werden als PDF generiert, das man speichern oder eben ausdrucken kann. Die Handhabung ist kinderleicht und ich bin sicher, jeder wird mindestens ein Angebot finden, das ihn interessiert. Die Gültigkeit und Konditionen des Gutscheins stehen immer mit dabei.

Zurück zu uns: für uns sind besonders die Familien-Angebote unter der Rubrik Freizeit interessant. Da gibt es tatsächlich die oben erwähnten Attraktionen wie das Legoland Discovery Centre, das SeaLife und Madame Tussaud's. Mit wenigen Klicks erhält man einen 30% Gutschein für max. 2 Personen, der beispielsweise ein Jahr gültig ist. Diesen Gutschein legt man vor Ort bei dem entsprechenden Partner vor und erhält die Vergünstigung. Dann steht einem spannenden Freizeitvergnügen, bei dem man sogar Geld gespart hat, nichts mehr im Wege.


Meinen Sohn als großen Lego-Fan kann ich sicherlich mit einem Besuch des Legoland Discovery Centre begeistern. Die Kleine dagegen mag Tiere, auch Meerestiere, unheimlich gern und wäre mit einem Besuch des SeaLife Berlin glücklich zu machen. Ich freue mich schon auf die begeisterten Kindergesichter; und wenn wir dank der Rabatte von Clever365 ein wenig bei den teuren Eintrittspreisen sparen können, sind auch wir Eltern glücklich.



Für mich selbst würde ich vielleicht mal das Floating im Liquidrom ausprobieren. Auch eine Massage oder eine Schifffahrt auf der Spree mache ich immer gern. Für all diese Aktivitäten werden auf der Seite von Clever365 Gutscheine oder Rabatte angeboten. Vielleicht ist auch für manch einen eine neue Anregung dabei, die man ohne Gutschein gar nicht ausprobieren würde. Es gibt Angebote für's Bowling, Klettern, Theater, Fotoshootings, Restaurants und vieles mehr. Stöbert einfach mal auf Clever365 herum, ihr werdet bestimmt fündig.

Möglicherweise gibt es in kleineren Städten oder ländlichen Regionen weniger Angebote als bei uns in der Großstadt. Auch technisch müsste das Portal noch etwas optimiert werden. Aber vielleicht ist für euren nächsten Berlin-Besuch die eine oder andere Anregung dabei? Oder für den nächsten Wochenendausflug, Restaurantbesuch oder Wellnesstag? Schaut doch gleich mal nach, welche Angebote es für eure Stadt gibt! Viel Spaß beim Stöbern auf Clever365!

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