Montag, 29. August 2016

Gartenübernachtung mit dem Großen oder auch: Die erste Nacht ohne meine Kleine

Noch nie waren die Kleine und ich eine Nacht getrennt voneinander gewesen. Wir schlafen zusammen, sie braucht mich zum Einschlafen, sie braucht mich nachts. Sie ist sehr kuschelbedürftig und mag nicht allein schlafen. Vom Papa wollte sie nie ins Bett gebracht werden und hat das auch nur ein paar Mal überhaupt zugelassen. Ich musste immer da sein. Natürlich hatten wir schon häufige Versuche gestartet, aber gegen ihren vehementen Protest ließ sich nichts ausrichten. Ich habe eigentlich ein großes Interesse daran, dass es mit ihr und Papa klappt, will ich doch auch irgendwann mal wieder eine Nacht oder mehrere ohne die Kinder verbringen. Ich glaube, nach 5 1/2 Jahren kann ich mir das mal leisten ;-). Allerdings wollte ich es nicht erzwingen und vor allem nicht ohne Notfallnetz versuchen. Mir war es sehr wichtig, dass ich in der Nähe bin, falls es nicht funktioniert und sie nach mir weint.

Ursprünglich unabhängig davon wollte ich schon länger mal in unserem Garten übernachten. Wir fahren ja immer abends nach Hause und haben noch nie einen Abend und einen Morgen dort erlebt. Als wir den Garten 2010 (kinderlos) übernahmen, hatten wir noch nicht die nötige Einrichtung zum Übernachten. Und die letzten Jahre mit zwei sehr ritualbedürftigen Kindern, die auch nicht zusammen schlafen können, hätte das nicht funktioniert. Nun wollte ich es endlich mal ausprobieren und mit dem Großen ein kleines Abenteuer erleben. Ich liebe es, in der Natur, im Garten zu sein und kann da unheimlich auftanken. Fehlte in diesem Sommer nur noch das richtige Wetter...

Am letzten Wochenende war es nun endlich soweit. Es war Superwetter angesagt, tagsüber warm, nachts kühl, das ist wichtig, denn im Gartenhaus wird es schnell sehr stickig. Eine tropische, feuchte Nacht möchte ich dort nicht verbringen. Ich packte am Samstagmorgen alles Nötige ein, ging jeden Schritt in Gedanken durch und da ich nicht wusste, ob die Kleine mit dem Papa nach Hause fahren würde, packte ich natürlich sicherheitshalber auch ihre Utensilien (Zahnbürste, Schlafanzug, Bettzeug und Klamotten) ein. Im Laufe des Tages im Garten hatte ich den Kindern immer wieder den Plan erzählt und die Kleine hatte jedesmal protestiert. Ich stellte mich also darauf ein, mit beiden Kindern zu übernachten.

Eigentlich wollten wir vorher noch zum See fahren. Da der Große aber am Samstag kurz vor der Abfahrt die Treppe hinunterfallen musste und sich die Schienbeine schmerzhaft und blutig aufschürfte, konnten wir das knicken. Also verbrachten wir den ganzen Tag im Garten, badeten im Pool (der Große nicht), schlemmten und genossen das tolle Wetter. Nach dem Abendbrot sollte der Papa mit der Kleinen nach Hause fahren. Weil ich dem Großen in Aussicht gestellt hatte, in der Dämmerung noch mit Laternen durch den Garten zu ziehen, lockte der Papa die Kleine mit dem gleichen Versprechen nach Hause (und löste es zuhause auch ein). Und sie durfte im Auto vorn sitzen! Es gelang uns, uns voneinander zu verabschieden, die Kleine saß etwas stolz und etwas traurig im Auto und winkte mir zu. Als das Auto um die Ecke bog, sah ich noch, dass sie weinte, und rechnete jeden Augenblick damit, dass mein Mann umkehrt. Ich hatte ihm gesagt, dass er die Kleine jederzeit (auch nachts) zu uns bringen sollte, wenn sie untröstlich weint. Dann sah und hörte ich nichts mehr von ihnen.

Der Große und ich spielten noch ein paar Runden Wickie. Schatz ahoi! und als es dämmerte, wollte ich unbedingt nochmal hinaus auf unsere Felder gehen. Es war so herrlich, wir tollten auf den Heuballen herum, lachten, beobachteten den Himmel und sogen die Natur in uns auf. Ich fühlte mich richtig frei und ausgelassen, das habe ich nur noch sehr sehr selten, seit ich die Kinder habe.


Obwohl ich ein sehr rhythmus- und strukturbedürftiger Mensch bin, brauche ich es doch auch, mal auszubrechen aus dem Alltag. Der Große war ganz gelöst, er liebt es ja immer, wenn er einen von uns Eltern für sich allein hat. Als es dunkel wurde, gingen wir zurück, machten im Garten die Laternen an und wässerten noch den Rasen. Der Große entdeckte die ersten Sterne und erinnerte sich an unseren Besuch im Planetarium am letzten Wochenende. Wir waren noch lange draußen, es war ein tolles Erlebnis, so mitten in der Natur zu sein. Ich brachte den Großen ins Bett, er schlief gegen 22 Uhr und ich legte mich kurz danach auch schlafen, da ich nicht wusste, wie die Nacht werden würde. Ich rechnete mit allerlei Geräuschen und entweder einem kurzschlafenden Großen oder einem sehr frühen Vogelkonzert.


Mein Mann hatte noch Bilder von der Kleinen mit Laterne geschickt und geschrieben, dass sie gut eingeschlafen ist, zwar nicht geweint hat, aber mehrmals sagte, dass sie traurig ist. So süß! Und dann waren wir die erste Nacht getrennt! Unfassbar! Meist meldet sie sich zwischen 23 und 24 Uhr nochmal (ich gehe dann zu ihr ins Bett). Das war auch an dem Abend der Fall und da mein Mann unsicher war, wie die Nacht weitergeht, hat er sich dann eben auch zu ihr gelegt. Geschlafen hat er allerdings nicht viel, sie ist noch öfter nachts kurz wach und bewegt sich viel. Der Große und ich dagegen haben sehr gut geschlafen, waren gegen 6:20 Uhr kurz wach und haben dann bis 8 Uhr weitergeschlafen. Sonst steht der Große zwischen 5:30 und 6:30 Uhr auf. Aber er ist ja auch später ins Bett als sonst.

Es empfing uns ein wunderbarer, sonniger, warmer, ruhiger Sonntagmorgen im Garten. Ich lief beseelt erstmal eine Runde und genoss den Duft, die Feuchtigkeit der Nacht und die klare Luft. Es war wirklich herrlich!


 


Wir machten ganz gemächlich Frühstück, füllten unseren Pool neu und warteten auf den Rest der Familie, der gegen 10 Uhr eintrudelte. Die Kleine freute sich wahnsinnig, uns wiederzusehen; ihre Sehnsucht, ihr Vermissen ist so niedlich und berührend. Das ist so ein krasser Unterschied zum Großen, der in den beiden Tagen, die er mit meinem Mann verreist war, wohl nicht ein einziges Mal nach uns gefragt hatte und auch nie Wiedersehensfreude zeigt. Ich hatte die Kleine tatsächlich auch vermisst, war aber total begeistert, dass sie diese Herausforderung, ohne mich zu schlafen, so toll geschafft hatte. Da der Große etwas schlechte Laune hatte (wahrscheinlich setzte ihm der ungewohnte Ablauf doch zu), spielte der Papa erstmal mit ihm eine Runde Tischfußball. Danach ging es und wir verbrachten einen ebenso ruhigen (weil unser Besuch absagte) Tag im Garten wie am Samstag, bis am späten Nachmittag ein Gewitter aufzog und wir nach Hause fuhren.

Und wer musste die Kleine am Abend ins Bett bringen? Ich natürlich. Wahrscheinlich werde ich noch lange Zeit ihre erste Wahl bleiben, wenn es darum geht. Das ist auch okay. Mir ist nur wichtig, dass es mit Papa zumindest funktioniert, und zwar ohne Tränen. Denn für nächstes Jahr habe ich mir tatsächlich fest vorgenommen, zum ersten Mal ohne die Kinder zu verreisen. Das wären dann 6 Jahre und dies war der erste Schritt dafür. Natürlich habe ich der Kleinen versprochen, dass ich auch mit ihr mal im Garten übernachte. Sofern das Wetter nochmal mitspielt. Ich kann es mir jedenfalls häufiger vorstellen und freue mich drauf. Es hat sich wie ein kleiner Urlaub angefühlt und ich tanke unheimlich auf, wenn ich in der Natur bin. Und gleichzeitig konnte die Kleine eine Herausforderung bestehen und sich weiterentwickeln. Ein voller Erfolg also!

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Mittwoch, 24. August 2016

Schätze, Schiffe und Tornados: ein piratenstarkes Kinderspiel "Piratissimo" (mit Verlosung)

Werbung/ Sponsored Post mit Verlosung

Die meisten Jungen durchlaufen anscheinend eine Piraten- und Ritter-Phase. Es sind wohl die Helden(taten) und Schatzsuchen, mit denen sie sich identifizieren, weniger die kriegerischen Aspekte. Mein Großer ist seit ca. einem Jahr ein großer Piratenfan, so groß, dass er zu Fasching als Pirat verkleidet war und seinen 5. Geburtstag als Piratengeburtstag feierte. Eines seiner bisherigen Lieblingsspiele ist Wickie: Schatz ahoi!. Auch liebt er seit einiger Zeit Gesellschaftsspiele mit Strategiecharakter und Zahlen. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich euch ein brandneues Spiel vorstellen kann, was für piratenbegeisterte Kinder ab 6 Jahren genau das Richtige ist: PIRATISSIMO von Pegasus-Spiele. Außerdem verlose ich ein Spiel aus der neuen Reihe PocketPlay des gleichen Spieleherstellers.

Piratissimo macht schon beim Anschauen und Auspacken Lust auf das Spiel. Es beinhaltet einen Spielplan, 4 beladbare Holz-Segelschiffe, einen Kompass, einen Tornado, Goldschätze und einen großen Würfel. Alles ist sehr kindgerecht und anregend gestaltet. Auch der Teaser von Pegasus Spiele sowie die Spielanleitung wecken Vorfreude und Spannung auf das Spiel. Die Anleitung ist farbig und verständlich beschrieben und beinhaltet eine leichte und eine schwerere Variante (mit Tornado). Im Spiel selbst müssen die Piratenschiffe von ihren mutigen Kapitänen sicher von Insel zu Insel gesteuert werden und dort Schätze sammeln. Andere Schiffe können ihnen Schätze rauben, ebenso kentern sie, wenn sie gierig sind und zuviel Gold aufladen. Wird ein Tornado gewürfelt, kommen verschiedene Gefahren ins Spiel. Sind die Schiffe mit ihren Schätzen wohlbehalten wieder in ihren Häfen angekommen, beginnt eine neue Runde. Wer 9 Schätze im Hafen gesammelt hat, gewinnt.


Das Spiel ist sehr durchdacht und abwechslungsreich zu spielen. Mein Großer ist 5 1/2 Jahre alt und hat die Regeln sofort verstanden. Es macht ihm Spaß, die Schätze zu sammeln und in den sicheren Hafen zu bringen. Durch die verschiedenen Zahlen auf den Schatzkisten üben die Kinder gleichzeitig ihr Zahlenverständnis, durch das Sammeln der Schätze die Addition - eine gute Vorbereitung für die Schule. Am besten hat ihm die Piratenräuberei durch Drehen des Kompasses gefallen. Er überlegt aber schon sehr genau, ob er wirklich räubern kann, ohne sich selbst durch Überladung in Gefahr zu bringen. Meine Befürchtung, dass er sich sehr ärgern würde, weil die Schiffe bei mehr als 7 Goldschätzen kentern und dann nur noch 3 Schätze behalten dürfen, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Immerhin konnte er 3 Schätze behalten. So etwas ist sehr wichtig für jüngere Kinder und wurde gut vom Spieleerfinder Manfred Ludwig berücksichtigt.

Die Schiffe und Schätze sind gut greifbar für Kinder, der Spielplan übersichtlich und der Spielverlauf in einem angenehmen Tempo. Ich finde gut, dass mindestens 2 Runden zum Gewinnen nötig sind. Das Spiel ist für Kinder ab 6 Jahren und für 2-4 Spieler konzipiert. In der schwierigeren Variante mit Tornado bewegt sich dieser, wenn er gewürfelt wird, entgegen der Fahrtrichtung der Schiffe und verschiedene Handlungen müssen ausgeführt werden. Dies bringt noch einmal zusätzliche Dynamik und Spannung in das Spiel. Es macht den Kindern und auch uns Eltern großen Spaß, ist abwechslungsreich und anspruchsvoll. Wir haben noch nie so ausdauernd an einem Gesellschaftsspiel gesessen wie an PIRATISSIMO und eifrig Schätze gesammelt. Mein Großer wendet schon ganz bewusst Stategien an, um ohne zu kentern möglichst viele Schätze ins Ziel zu bringen. Kinder können die wichtige Erfahrung machen, dass sie durch Verzicht (auf Schätze) eventuell sogar höhere Gewinnchancen haben. Pädagogisch sehr wertvoll!


Das Spiel ist übrigens eine Neuauflage und wurde schon in der ersten Auflage mit dem Deutschen Lernpreis und als Spielehit für Kinder ausgezeichnet sowie für das Kinderspiel des Jahres 2006 nominiert. Pegasus-Spiele bietet den Service an, dass ein fehlendes Bestandteil ersetzt wird. Und was wir besonders toll fanden: im Spiel war ein Flyer enthalten, mit dem der Kindergarten des Kindes das gleiche Spiel kostenlos bestellen kann. Das finden wir ganz wunderbar und die Kita unserer Kinder hat sich sehr darüber gefreut. Ich kann euch das Spiel PIRATISSIMO nur wärmstens empfehlen. Es gehört jetzt schon zu unseren Lieblingsspielen und man kann es durch die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen auch mit älteren Kindern noch benutzen. Klare Kaufempfehlung! Und Pegasus-Spiele bietet noch weitere tolle Kinderspiele an; schaut mal in den Shop.

Verlosung:


Ich darf ein Spiel aus der Reihe PocketPlay - die neue Reihe für unterwegs an euch verlosen. Es heißt "STADT-LAND-ANDERS" und ist eine Abwandlung des beliebten Spiels "Stadt-Land-Fluss".
Beschreibung: "So stehen den Spielern zunächst zahlreiche Kategorien zur Auswahl, für die sie Begriffe finden müssen. Aber nicht einfach nach dem richtigen Anfangsbuchstaben: Silbenanzahl, Farbe und Geschlecht sind nur einige der Kriterien, nach denen sich die Wortsucher richten müssen." Das Spiel ist handlich und passt in jede Reisetasche. Altersempfehlung: ab 8 Jahre.

Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte hier einen Kommentar, welche Gesellschaftsspiele eure Kinder gern spielen und was ein gutes Spiel für euch erfüllen muss. Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook folgt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt euren Namen an!

Die Verlosung läuft bis zum 31. August 2016, 23.59 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren wird der Gewinner/die Gewinnerin ausgelost und hier sowie auf Facebook bekanntgegeben. Das Spiel wird direkt von mir versendet, d.h. eure Adresse landet nur bei mir. Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Versand nur innerhalb Deutschlands. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Viel Glück!

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Pegasus Spiele.

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Sonntag, 21. August 2016

Unser Wochenende in Bildern 20./ 21. August 2016

Unser Wochenende war bis Samstagnachmittag männerlos, da der Große mit dem Papa 3 Tage verreist war. Wir haben die Mädelszeit sehr genossen, es war ruhig, entspannt und sehr inniglich mit der Kleinen. Ich habe mich richtig erholt und gefreut, mich mal auf nur einen Menschen, die Kleine, konzentrieren zu können. Und der Mann hatte auch eine gute Zeit mit dem Großen allein.

Am Freitag war wunderbares Wetter. Ich hatte zwar höllische Kopfschmerzen, freute mich aber auf den Nachmittag mit der Kleinen. Wir gingen in unseren Park und ließen es uns gut gehen, aßen Eis, spielten mit einem Kitafreund, drehten Runden mit dem Fahrrad und aßen zuguterletzt auch noch Abendbrot im Parkcafé. Das liebe ich immer. 


Wir kamen erst 19:30 Uhr nach Hause, eine Sache, die ich/wir mit beiden Kindern so gut wie nie machen, da sonst das Abendprogramm viel zu lange dauert. Zu zweit klappte alles wunderbar. Es war wirklich ein herrlicher Tag. Der Mann schickte öfter schöne Bilder von Bootsfahrten und Museumsbesuchen mit dem Großen.



Am Samstag regnete es morgens noch. Wir gingen erst einkaufen und fuhren dann, als die Sonne rauskam, in unseren Garten. Das dauert mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einer ordentlichen Wegstrecke knapp 1 Stunde (mit dem Auto 10 Minuten), weshalb ich das sonst nicht mache. Für die Kleine war es aufregend. Wir aßen Mittag und dann machte die Kleine Mittagsschlaf. Danach kamen auch schon die beiden Männer zurück von ihrem Kurztrip. Die Kleine freute sich sehr und es wurde erstmal kräftig von den Erlebnissen erzählt. Leider war es nicht warm genug zum Planschen, aber die lustigen Wasserbomben probierten wir nochmal aus.


Am Garten kam ein Esel vorbei, der spazieren geführt wurde. Er hieß wie der Große und die Kleine traute sich, ihn kurz zu streicheln. Dann wollte sie auf's Feld spazieren, die Jungs allerdings nicht, so dass wir beiden Mädels wieder loszogen. Ein Traktor war in Aktion und direkt daneben stand seelenruhig ein Storch, der auf seine Beute wartete;-). Erkennt man das auf dem Bild?


Der Holunder wird langsam reif und wir hatten unser Körbchen zum Sammeln mit.


Dann entdeckten wir noch die freilebenden Pferde, die im Naturschutzgebiet hinter unserem Garten leben. Die Kleine war aus dem Häuschen. Wir aßen Abendbrot im Garten und fuhren dann zurück nach Hause.


Der Sonntag startete mit Geschwistern, die zwar miteinander, aber nicht unbedingt friedlich spielten. Später testeten wir dann ein tolles neues Spiel, was ich euch demnächst vorstellen werde (siehe hier). Ihr könnt gespannt sein, es ist toll!


Mittagsschlaf gab es zuhause, die Kleine wollte sogar mit Papa schlafen gehen. Danach hatte der Mann eine Einladung zu einem Sneak Preview im Zeiss Großplanetarium im Prenzlauer Berg, was nach 2-jähriger Umbauzeit am 25. August 2016 wieder eröffnet wird. Nun soll es eines der modernsten Planetarien Europas sein. "Das Planetarium kann zum Wissenschafts- und Multimedia-Theater werden. Flüge zwischen den Sternen, Achterbahnfahrten oder
Tauchgänge in die Tiefsee können simuliert werden." (siehe hier). Es wird auch ein Kinderprogramm geben, was wir sicherlich mal nutzen werden. Sehr sympathisch war, dass der Leiter des Planetariums fast die gesamte Zeit sein einjähriges Kind auf dem Arm trug.

 
Wir konnten vorab schon mal mit der ganzen Familie hineinschnuppern und eine einstündige Show "unter dem Sternenhimmel" genießen. Der Große schaute sehr fasziniert zu und auch die Kleine entdeckte Mond und Sterne und quiekte, als sich der Sternenhimmel drehte. Ich selbst interessiere mich ja sehr für Astronomie (in meinem Gymnasium gab es sogar eine kleine Sternwarte auf dem Dach), war aber auch vor dem Umbau lange nicht mehr im Zeiss Großplanetarium gewesen.

 
Zum Glück hatte der Mann den Peltor Kid-Gehörschutz für die Kinder mit, denn ihnen war es stellenweise zu laut. Und für die Kleine ist eine Stunde Stillsitzen auch noch echt anstrengend.


Danach schien die Sonne wieder und wir besuchten einen nahegelegenen Spielplatz sowie trafen uns spontan noch mit Freunden, die in der Nähe wohnen und von ihrem Urlaub berichteten. Sie hatten ihre Wohnung währenddessen über Airbnb vermietet und sich so den Urlaub finanziert. Hat das jemand von euch schon mal gemacht?


So wurde es wieder später als geplant und die Kinder waren durch, als wir zuhause ankamen. Also schnell ins Bett und auf in eine neue Woche!

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es bei Geborgen wachsen. Unser letztes #wib findet ihr hier.

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Mittwoch, 17. August 2016

Das Herz wächst, die Kraft schwindet (Blogparade "Gedanken zum zweiten Kind")

Es ist mir ein Bedürfnis, an der Blogparade von Geliebtes Kind Motzibacke teilzunehmen, in der Kathi uns um Geschichten rund ums 2. Kind bittet, da sie gerade in der Entscheidungsfindung dazu ist. Obwohl ich ja sozusagen ständig über das Leben mit zwei Kindern schreibe, kann ich durch die Blogparade die Geschichte unserer beiden Kinder nochmal kompakter erzählen und vielleicht einige verstreute Informationen und Gedanken zusammenfassen. Und da es schon einige Texte mit der deutlichen Empfehlung, ein zweites Kind zu bekommen, gibt, möchte ich gern auch mal die andere Seite beleuchten. Ich orientiere mich an den von Kathi aufgelisteten Fragen und Anstößen.

Konntet ihr Eure Familie ohne Probleme erweitern? 

Nachdem es ganze 7 Jahre seit meiner Fehlgeburt dauerte, bis der Große auf die Welt kam und dieser sich dann auch noch als Schreibaby erwies, der unser Leben komplett auf den Kopf und uns vor übermenschliche Herausforderungen stellte, die ihre Spuren in uns hinterlassen haben, war der Gedanke an ein zweites Kind schlichtweg abwegig. Weder hätten wir den medizinischen Weg nochmal gehen wollen, noch würden wir eine solche Zeit wie mit unserem Großen ein zweites Mal überstehen. Der Große wäre definitiv ein Einzelkind geblieben, hätte sich die Kleine nicht in unsere Familie eingeschlichen. Für unseren Großen und auch für unseren Kräftehaushalt wäre es mit Sicherheit besser gewesen, hätten wir kein zweites Kind bekommen. Mit einem großen Bruder, der ihn anleitet und ernstnimmt, wäre er eventuell zufrieden gewesen. Eine kleine Schwester jedoch benötigt er, das ist meine Einschätzung, eigentlich nicht. Ich habe das hier beschrieben.

Was ist Eure Geschichte zum zweiten Kind? 

Die Kleine schlich sich also ein, als keiner damit rechnete, die Schwangerschaft war ungeplant und völlig abwegig. Die Situation war immer noch sehr schwierig, der Große gerade mal anderthalb Jahre alt und sehr fordernd. Manchmal schafften wir es zu zweit kaum, ihm gerecht zu werden. Seine Eingewöhnung in der ersten Kita war gescheitert, ein Kitawechsel wurde vollzogen, mein Arbeitsstart stand bevor und unser Leben war sehr labil. Und dann war ich auf einmal schwanger, nach all den Kinderwunsch-Jahren. Es war unfassbar. Eines muss ich sagen: obwohl kein zweites Kind geplant war und die äußeren Umstände alles andere als optimal waren, zweifelte ich keine Sekunde an diesem Kind und freute mich auch. Meinem Mann ging das anders. Ich wusste, dass es hart werden würde, aber irgendwie dachte ich, dieses Kind hat sich so frech zu uns gesellt, das kann man nur augenzwinkernd annehmen. Am meisten Angst hatte ich vor einem zweiten Schreibaby. Zum Glück mussten wir das nicht nochmal durchmachen, der Unterschied war ganz deutlich, von Anfang an. Der schönste Moment an der doch sehr viel anstrengenderen Schwangerschaft war die Feindiagnostik, als man sehen konnte, dass es ein Mädchen wird. Da habe ich geweint vor Freude.

Wie ist Euer Leben mit zwei Kindern? 

In erster Linie anstrengend. Mental und körperlich. In der Anfangszeit hatten wir uns relativ strikt aufgeteilt. Ich war für das Baby, die Kleine, zuständig und mein Mann für den Großen. Das funktionierte eigentlich gut und fing die Entthronungs-Eifersucht beim Großen auf. Da mein Mann 1 Jahr Elternzeit hatte, stand ich nicht unter dem Druck, Kleinkind und Baby morgens für die Kita fertig machen oder ihn nachmittags abholen zu müssen. Die Kleine hatte ein ganz anderes Schlafverhalten, einen anderen Rhythmus und andere Bedürfnisse als der Große und deshalb wären viele Aspekte im Alltag sehr schwierig gewesen. Glücklicherweise war der Kitawechsel des Großen geglückt und er war dort gut integriert und gefestigt, als die Kleine geboren wurde. Er war damals übrigens 2 Jahre und 2 Monate alt, also wirklich noch total klein. Fing gerade an, Laufrad zu fahren, wollte noch viel getragen werden, war schon deutlich in der sehr schwierigen Autonomiephase und konnte sich sprachlich noch nicht so gut ausdrücken. Ich finde, Kinder in diesem Alter sind noch deutlich zu klein, um großer Bruder/große Schwester zu werden. Damit tut man weder ihnen noch sich selbst einen Gefallen. Wenn beide synchron geschrien haben, wollte ich oft nur noch flüchten.

Mittlerweile sind sie 5 1/2 und 3 1/4 Jahre alt, das Leben mit zwei Kindern ist immer noch anstrengend, wenn auch in einer anderen Qualität. Für mich harmonie- und ruhebedürftige Mama gibt es gefühlt bei uns viele Konflikte zwischen den Kindern. Das geht mir oft an die Substanz. Sie streiten sich, sie versuchen sich zu übertrumpfen, sie ärgern sich und reagieren schnell beleidigt. Es ist laut, sie fallen sich ins Wort und versuchen um jeden Preis Aufmerksamkeit zu gewinnen. Es ist schwer, sich ständig zerreißen zu müssen und keinem gerecht zu werden. Bei uns kommt dazu, dass sie nicht so viel miteinander anzufangen wissen. Ein kurzer Altersabstand ist definitiv keine Garantie für das gemeinsame Spielen, das muss ich ernüchtert sagen. Der Große fühlt sich oft gestört von der Kleinen, sie ist ihm zu laut und zu unbedarft. Andererseits profitiert er auch manchmal von ihrem Mut, ihrem Einfallsreichtum und lässt sich mitziehen.


Liebt ihr beide Kinder gleich stark und auf dieselbe Art und Weise? 

Dazu habe ich vor fast genau einem Jahr den Text "Liebe fühlt sich sehr verschieden an" geschrieben und ich kann jedes Wort immer noch genauso unterschreiben.

Was ist Euch bei Eurem zweiten Kind bewusstgeworden? 

So komisch es klingt, aber mir ist bewusst geworden, dass ich eine gute, liebevolle und kompetente Mama bin. Ja, das hat mir erst mein zweites Kind gezeigt. Mit ihr war alles so einfach und schön, wie man es sich früher vorgestellt hatte. Natürlich gab es auch schwierige Phasen, Schübe, Krankheiten, Zähne etc., aber insgesamt hatte ich das Gefühl, ich kann mit ihr alles schaffen. Das hatte ich beim Großen nie. Sie reagierte auf meine Liebe und meine Zuwendung, auf Zärtlichkeiten und Wärme. Eigentlich bin ich erst durch sie richtig zur Mama geworden. Sie hat vieles in mir geheilt. Mir ist auch noch deutlicher als vorher schon bewusst geworden, dass Kinder ihren eigenen Charakter, ihre Wesenszüge und Anlagen mitbringen und die Eltern darauf weniger Einfluss als vielleicht erhofft nehmen können. Das zeigt die Unterschiedlichkeit unserer beiden Kinder bei gleichen Voraussetzungen ganz deutlich.

Was ist mit zweitem Kind wunderschön und welche Sorgen und Probleme entstanden dadurch? 

Wunderschön ist, dass ich noch ein kleines Mädchen bekommen habe. Wunderschön ist, dass sie so liebevoll, zärtlich, schelmisch ist, voller Ideen sprüht und mit ihrer Leichtigkeit eine völlig gegensätzliche Charakterausprägung in unsere Familie bringt. Wunderschön war, wie die Kleine den Großen Zärtlichkeiten lehrte. Sorgen mache ich mir immer wieder um meinen Großen, der wegen ihr nicht die von ihm benötigte Ruhe und intensive Zuwendung bekommt, die ihm gut tun würde. Obwohl wir uns öfter aufteilen und jeder ein Kind nimmt. Sorgen mache ich mir auch um unseren Kräftehaushalt als Eltern, denn wir sind oft am Limit und keiner kann sich mal richtig regenerieren. Wenn beide Kinder oder wir Eltern parallel krank sind, gehen wir auf dem Zahnfleisch. Da wir keine Entlastung außer der Kita haben, können wir uns nur gegenseitig kleine Freiräume verschaffen. Das ist kräftezehrend. Es erleichtert meines Erachtens nach vieles, wenn wenigstens ein Kind schon größer und selbstständiger ist. So aber brauchen uns beide noch sehr. Das ist mit meinem Ruhe- und Freiheitsbedürfnis oft nicht zu vereinbaren. Wir merken einen deutlichen Unterschied, wenn nur ein Kind anwesend ist. Das fühlt sich tatsächlich wie Urlaub an. Es ist nicht nur halb so anstrengend, sondern fast gar nicht anstrengend im Vergleich zu dem sonstigen Trubel.

Oder gibt es etwas, was ihr Eurem zweiten Kind wahnsinnig gerne sagen wollt? Ein Brief an Euer zweites Kind? 

Das, was wir uns gegenseitig jeden Tag sagen: "Du bist meine Liebste!"

Habt ihr Euer erstes Kind noch gestillt, als ihr wieder schwanger wurdet und wie hat das alles geklappt? 

Ja, ich habe den Großen noch gestillt, als ich schwanger wurde. Er hat sich dann nach dem ersten Schwangerschafts-Trimester abgestillt. Ich hatte also keine lange Pause zwischen den beiden Stillzeiten und das hat mir nach dem Abstillen der Kleinen einige Probleme beschert. Durch die schnelle erneute Schwangerschaft hatte ich nicht das Gefühl, dass mein Körper wieder mir gehörte. Ich hatte ein wenig befürchtet, dass der Große nach der Geburt der Kleinen auch wieder gestillt werden wollte, aber das war nicht der Fall.

So, ich glaube, das liest sich nicht wie eine Empfehlung, ein zweites Kind zu bekommen. Wie kann man das auch empfehlen? Das ist genauso wie bei der Entscheidung für ein erstes Kind, man kann es sich nicht vorstellen, wie es wirklich ist. Manchmal wird es besser als gedacht, manchmal schwieriger. Die Voraussetzungen jeder Familie sind verschieden, die Erfahrungen mit dem ersten Kind sind unterschiedlich, die Entlastungsmöglichkeiten sind vorhanden oder nicht. Ich würde auch immer von einem geringen Altersabstand abraten. Er ist keine Garantie, dass sich die Kinder gut verstehen. Besonders, wer ein ähnlich schwieriges erstes Kind wie wir hatte, sollte warten, bis das Kind aus dem Gröbsten raus ist. Und damit meine ich mindestens die ersten 4 Jahre. Wer ein Kind hat, das so intensiv betreut werden möchte und muss wie unser Großer, sollte sich auch gut überlegen, ob ein Geschwisterkind das Richtige ist. Meine Kleine liebt und vergöttert ihren Bruder, aber es kommt nicht das Gleiche von ihm zurück. Über sein Desinteresse an ihr habe ich zuletzt erst geschrieben. Solche Geschwisterbeziehungen gibt es und es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein und plüschig.

Für mich als Mama ist meine Kleine ein Segen und mein Sonnenschein. Und trotzdem kostet das Leben mit beiden Kindern viel Kraft, viel mehr, als es mit dem Großen allein wäre. Ich bin mir sicher, dass es bei uns bis heute keine bewusste Entscheidung für ein zweites Kind gegeben hätte, einfach aus Kraft- und Nervengründen heraus, wegen fehlender Entlastung, dem aus meiner Hochsensibilität resultierenden Ruhebedürfnis und der Erfahrung mit dem Großen. Aber um all das hat sich die Kleine nicht gekümmert und so ist es tendenziell bis heute. Der Große bräuchte sie nicht. Uns Eltern gibt sie unheimlich viel, durch ihre Quirligkeit und Zuneigung und Selbstverständlichkeit. Allerdings hat sie auch unsere Erschöpfung noch einmal gesteigert. Der geringe Abstand tat sein Übriges. MeTime für die Eltern ist viel schwieriger zu ermöglichen. Ach, und nicht zu vergessen: zwei Kinder kosten deutlich mehr als ein Kind. Damit habe ich nicht gerechnet. Klar, am Anfang kann man noch viel weiternutzen und auch das Spielzeug wird weitergegeben. Aber zwei Kinder kosten zweimal Eintritte, Karussellfahrten, Ponyreiten, Entenangeln, Kita- und Kursgebühren, später evtl. Schulgeld, wenn es eine freie Schule sein soll etc. Hätten wir nur den Großen, würden wir ihn möglicherweise auf eine freie Schule geben. Das könnten wir geradeso noch finanziell stemmen. Für beide Kinder dort reicht es aber nicht. Unter anderem deshalb wird er vermutlich auf die Regelschule kommen. Diese Aspekte darf man auch nicht vergessen. Einem Kind kann man sicherlich weit mehr ermöglichen als zwei Kindern.

Liebe Kathi und alle anderen, die über ein zweites Kind nachdenken: jede Familie, jedes Kind ist anders. Bedenkt eure individuellen Voraussetzungen und das, was auf euch zukommt. Habt ihr noch Kraftreserven oder seid ihr am Limit? Habt ihr Entlastung, ist das große Kind in Betreuung, ist euer Lebensmodell stabil? Seid ihr glücklich mit eurer jetzigen Situation oder habt ihr das Gefühl, es fehlt noch jemand? Seid ihr ruhebedürftig oder mögt ihr ständigen Trubel um euch herum und pausenloses Funktionieren? Und selbst wenn ihr all das abgewogen und eine Entscheidung - wie auch immer - getroffen habt, kann es immer nochmal anders kommen;-). Dass die Liebe nicht für zwei Kinder reichen könnte, darüber braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. Eher über die anderen Dinge, die ich geschildert habe. Für mein Herz, für mein Mama-Sein ist mein zweites Kind wunderbar und ich bin immer wieder froh, nicht nur dass es sie gibt, sondern dass sie so anders ist als wir drei. Aber für meine Kraft, mein Ich-Sein, mein Freiheitsbedürfnis sind zwei Kinder eigentlich zuviel. Das ist wahrscheinlich die Ambivalenz meines Lebens mit Kindern.

Abschließend möchte ich euch noch einen Text von Mama notes hier verlinken, der über die harten ersten Jahre mit zwei Kindern berichtet und mir aus der Seele spricht.

Samstag, 13. August 2016

Entwicklungsgespräch über den Großen am 11. August 2016

Etwas bange ging ich in das Entwicklungsgespräch zum Großen am vergangenen Donnerstag. Bange nicht, weil ich Angst hatte, etwas Überraschendes oder Negatives über ihn zu hören, sondern eher, weil ich fürchtete, dass es das letzte Entwicklungsgespräch vor seinem Schulstart 2017 sein würde. Dem ist aber nicht so, es gibt auf jeden Fall noch ein Abschlussgespräch nächstes Jahr. Puh!

Die Bezugserzieherin des Großen kennt ihn nun seit 4 Jahren und hat seine Entwicklung vom 18 Monate alten Kind bis heute erlebt und begleitet. Sie kennt uns, unsere Aussagen über und Erfahrungen mit ihm sowie meine Ängste und Befürchtungen, einige Bereiche betreffend, z.B. die damalige Kinogeschichte oder das Mittagsschlafproblem. Sie schätzt und akzeptiert den Großen und war immer voll des Lobes über ihn. So auch diesmal. Es gibt keinerlei Probleme mit ihm, er schwimmt im Kitaalltag mit, kennt alle Regeln, hilft den Kleineren, lacht viel, ist selbstständig und aufgeschlossen. Sie erzählte von der diesjährigen Kitafahrt und dass er sich sehr wohlgefühlt hätte. Es war schön zu hören, dass er es immer öfter schafft, zu zeigen und zu sagen, wenn ihn etwas stört, anstatt zu weinen oder seinen Groll zu unterdrücken. Er versucht Auseinandersetzungen immer verbal zu lösen und ist in seiner Gruppe sehr anerkannt und beliebt. All das haben wir ja über die Jahre immer wieder gehört; manchmal glaubten wir deshalb an einen Doppelgänger unseres Sohnes.

Nun geht es ja mit großen Schritten auf die Schule zu und die Vorschulkinder bekommen in unserer Kita neue Herausforderungen und zusätzliche Betreuung. Beispielsweise gibt es einen kleinen Vorschulraum, wo sich maximal 3 Kinder gleichzeitig aufhalten und konzentriert an Dingen, Materialien etc. arbeiten können. Dort befinden sich auch die Federmäppchen der Kinder, wovon wir überrascht waren, hatte der Große doch davon gar nichts erzählt. So kam es, dass wir ihm jetzt schon ein Federmäppchen kaufen mussten. Er suchte sich dieses aus. Es werden auch schon spielerisch die Buchstaben geübt, aber ganz zurückhaltend. Der Fokus liegt ganz klar auf der Förderung der sozialen und emotionalen Fähigkeiten, die für den Schulstart notwendig sind. Das finde ich sehr gut und es hätte mich abgeschreckt, müssten die Kinder schon ein schulähnliches Programm absolvieren. Es wird einige Highlights im letzten Kitajahr geben und die zukünftigen Erstklässler werden gut vorbereitet in die Schule kommen.


Hinsichtlich der Schule ist der Große laut ihrer Aussage schon bestens präpariert: er kann sich länger konzentriert beschäftigen, baut, malt oder erledigt Dinge nach Anleitung, kann vor der Gruppe sprechen (das wird im Morgenkreis geübt) und sich eben problemlos in eine Gruppe integrieren. Sie sagte, dass er manchmal sehr lange überlegt und nichts sagt. Das ist eines der Dinge, an denen wir zuhause gerade arbeiten. Er ist sehr ehrgeizig und will erst eine Antwort geben, wenn er sich sicher ist. Das dauert manchmal sehr lange und ungeduldige Charaktere (wie ich oder ein möglicher Lehrer) können damit eventuell schlecht umgehen. Wir raten ihm also, dass er lieber sagen soll: "Das weiß ich nicht." oder "Darüber muss ich noch etwas nachdenken.", anstatt gar nicht zu antworten. Es fällt ihm schwer, weil er gern alles korrekt beantworten möchte. Er muss lernen, dass es nicht schlimm ist, etwas nicht zu wissen und das auch zuzugeben. Das sieht seine Erzieherin genauso. Ansonsten macht sie sich um seinen Schulstart überhaupt keine Sorgen. Ich gab zu bedenken, dass bei ihm alles mit der Bezugsperson (dem Lehrer) steht oder fällt. Wenn er Glück hat und er bekommt jemanden, der ihn so wertschätzt, wie er ist (wie es seine Bezugserzieherin tut), dann mache ich mir auch keine Sorgen. Aber das weiß man eben vorher nicht und kann es auch nicht beeinflussen. Und im Unterschied zur Kita ist ein Wechsel auch nicht so einfach.

Sie berichtete noch, dass sich der Große neuerdings mit einem der von der diesjährigen Einschulung zurückgestellten Kinder angefreundet habe, was mich unglaublich freut. Und wir erhielten eine Broschüre des Landes Berlin für die Eltern der Schulanfänger 2017. Insgesamt war das einstündige Gespräch wieder sehr interessant, zugewandt und vertrauensvoll. Wir sind unglaublich dankbar über diese langjährige Bezugserzieherin, die uns und den Großen immer unterstützt hat, und werden das letzte Kitajahr mit ihm genießen.
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Donnerstag, 11. August 2016

Ruhe- und Actionbedürfnis bei meinen Kindern

Dass meine Kinder sehr verschieden sind, dürfte meinen Lesern bekannt sein. Ich habe ja schon mehrfach darüber geschrieben und die Unterschiedlichkeit macht sich in den verschiedensten Bereichen bemerkbar. Heute möchte ich mal über ihr Ruhe- bzw. Actionbedürfnis nachdenken, weil mir in einem Gespräch ein paar Dinge bewusst geworden sind.

Ich selbst bin ja ein sehr ruhebedürftiger Mensch. Ich bin eigentlich am liebsten allein und kruschel vor mich hin. In der Wohnung, in einer Ferienwohnung, im Garten etc., in meinem eigenen Rhythmus, ohne jemandem Rechenschaft schuldig zu sein, ohne Rücksicht zu nehmen und ohne gestört zu werden. Das brauche ich und wenn ich das nicht regelmäßig habe, werde ich erst unleidlich und später wütend-aggressiv. Das war z.B. in den Babyzeiten der Fall, als ich so gut wie nie allein zuhause war.

Die andere Seite von mir dagegen braucht Action und Anregungen, Unternehmungen, Reize und Input. Ich bin kein Stubenhocker, es gab und gibt kaum Tage, die ich komplett zuhause verbrachte, ich werde unruhig, wenn ein Wintertag verstreicht, ohne dass ich einen Fuß vor die Tür gesetzt habe (meist gehe ich dann wenigstens kurz im Dunkeln nochmal raus). Ich bin bei uns meist die Ideengeberin für Ausflüge und würde am liebsten jedes Wochenende etwas Tolles erleben. Ich bin auch dann total selig, wenn der Ausflug schön war.

Es ist wie ein Pendel, das immer hin und her schwingt, zwischen Ruhe- und Actionbedürfnis. Das richtige Maß zu finden ist sehr schwierig und während mir schnell Dinge zuviel werden, kann ich ebenso eine zu lange Zeit ohne Input nicht vertragen und werde unzufrieden. Ich brauche auch Herausforderungen, die mich nicht allzu sehr überfordern, und setze mich diesen bewusst selbst aus. Zum Beispiel verabrede ich mich oder uns immer wieder ganz bewusst, obwohl es eigentlich anstrengend für mich ist, wir alle nicht die geselligsten Menschen sind und ich danach eine Zeit brauche, bis ich wieder runtergefahren bin. Ich finde es aber wichtig, das zu üben, habe auch das Bedürfnis nach Austausch und Abwechslung und möchte gern, dass die Kinder lernen, dass man Freundschaften pflegen muss.

Bei meinen Kindern kommt es mir so vor, als seien diese beiden Seiten, die in meinem Wesen integriert sind, auf die beiden Kinder aufgespalten. Der Große ist genauso ruhebedürftig wie ich, ohne allerdings meine Sehnsucht nach Anreizen zu haben. Die Kleine dagegen ist umtriebig und actionbedürftig, ohne dass man nach aktuellem Stand ein großes Ruhebedürfnis bei ihr erkennen könnte (vielleicht kommt das noch). Das macht unseren Alltag, besonders am Wochenende oder im Urlaub, etwas kompliziert. Der Große möchte am liebsten zuhause bleiben. Das kann ich verstehen, denn ich bin auch gern (allein) zuhause. Ich möchte ihm das auch durchaus ermöglichen, weiß ich doch, wie wichtig das für Charaktere wie unsere ist. Die Kleine möchte gern raus und steht meist schon angezogen im Hausflur, während der Große noch im Schlafanzug von einem Ausflug überzeugt werden muss. Ich möchte auch gern etwas unternehmen, weil ich Input brauche und weil ich mich eh' nicht ausruhen kann, wenn wir zu viert zuhause sind. Ich freue mich, dass die Kleine Lust auf Unternehmungen hat und ärgere mich gleichzeitig, dass der Große sich sträubt, obwohl ich ihn verstehen kann.

Der Große verkörpert sozusagen meine ruhebedürftige und die Kleine die actionbedürftige Seite.  Während ich für mich selbst schauen und entscheiden kann, beiden Bedürfnissen Rechnung zu tragen und dies vor den Kindern auch immer recht gut schaffte, ist es nun umso schwieriger, da die Kinder darin so gegensätzlich sind und die in mir vorhandenen gegensätzlichen Pole ansprechen und herausfordern. Wir bemühen uns, dem Großen regelmäßig ruhige Zeiten zuhause zu ermöglichen, in denen wir auch versuchen, die Kleine von ihm fern zu halten. Zum Beispiel geht vormittags einer mit der Kleinen raus und der Große bleibt mit dem anderen Elternteil zuhause. Das genießt er sehr. Ebenso braucht und genießt es die Kleine, dass man mit ihr rausgeht. Leider ist es nicht so, dass der Große, wenn er einen Vormittag zuhause hatte, dann kompromissbereiter ist, was einen nachmittäglichen Ausflug angeht. Meist ist es sehr schwierig und nervenaufreibend, ihn dazu zu animieren. Die Kleine dagegen hibbelt schon an der Tür herum und kann es kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Der Papa ist da übrigens ziemlich leidenschaftslos und macht sowohl das eine als auch das andere gern mit bzw. ihm macht das Fehlen des einen oder anderen nicht so viel aus.

Vielleicht verändern sich diese Extreme auch noch im Laufe der Jahre. Der Große war nämlich anfangs so unruhig, auch motorisch unruhig, dass er keine 30 Sekunden still an einem Ort verharrte. Ausruhen war Fehlanzeige. Dass er seinem Ruhebedürfnis auch selbst nachgeht, indem er die Tür des Kinderzimmers schließt und sich zurückzieht oder sagt, dass er zuhause bleiben will, kam erst mit der Zeit. Ich finde es gut, dass er sich dessen nun so bewusst ist und möchte das unterstützen. Ich weiß selbst zur Genüge, wie wichtig Auszeiten für hochsensible Menschen sind. Allerdings fehlt mir bei ihm eben das Bedürfnis nach Anregungen. Das verkörpert die Kleine, die wiederum kaum Regeneration und Ruhe zu brauchen scheint. Diese beiden Pole, die beide in mir verankert sind und hin und her pendeln, wirken im Moment wie aufgeteilt unter meinen Kindern. Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickeln wird. Aktuell ist das sehr schwer zu vereinbaren.

Wie ist das bei euch und euren Kindern? Habt ihr noch Tipps für das Vereinbaren der verschiedenen entgegengesetzten Bedürfnisse?

Bildquelle: Pixabay

Montag, 8. August 2016

Frühlingskindermund 2

Hier kommen wieder einmal die süßesten und lustigsten verbalen Ergüsse meiner Kinder seit Mai 2016. Den ersten Teil findet ihr hier.

Ich frage die Kleine, wer (hoffentlich) bald ganz allein verreisen wird (ich).
Strahlt sie mich an: "Ich mit Mama!"
(03.07.16)

Papa: "Möchtest du Papa mal heiraten?"
Kleine: "Nein, Papa nicht!"
(Juni 2016)

Kleine: "Wo ist der Stiftoi?" (Tiptoi-Stift)
(05.07.16)

Kleine schaut mich beim Einschlafen ganz lange und intensiv an.
Ich: "Warum schaust Du mich so an?"
Kleine: "Weil ich meine Mama ganz doll lieb habe!"
(06.07.16)

Kleine: "Stoppelbett" (Doppelstockbett)
(08.07.16)

"Bist du noch krank, Großer?"
(am Nachmittag, als morgens die schreckliche Geschichte mit dem akuten Schiefhals war, siehe hier)
Großer: "Ja, aber ich gewinne trotzdem!" (beim Tischfußball)
(30.07.16)

Morgens um 10:30 Uhr in einem anderen Stadtbezirk. Die Kirchenglocken läuten.
Kleine: "Ist jetzt Abendbrot?"
(Bei unserem Kloster um die Ecke läutet die Glocke immer um 18 Uhr.)
(31.07.16)

Kleine: "Guck mal, das ist Spagat. Und das ist Spaghetti."
(07.08.16)

Im Park. Es sind leider keine Enten da.
Großer und Kleine unisono: "Das ist unfair, Mama!"
(08.08.16)

Und welche Sprüche hauen eure Kinder raus?

Donnerstag, 4. August 2016

Der Weg von einer ADHS-Diagnose zu einem hochsensiblen Leben (Rezension)

Diesmal möchte ich euch ein autobiographisches Buch zum Thema Hochsensibilität vorstellen, auf das ich durch Zufall gestoßen bin, weil mich die Thematik immer wieder interessiert: "Mama, Papa - ich habe kein ADS! Ich bin hochsensibel" von Britta Hildebrandt. Netterweise stellte mir die Autorin ein Rezensionsexemplar zur Verfügung. Meine bisherigen Rezensionen findet ihr hier.

Die Autorin hat zwei erwachsene Kinder und reflektiert aufgrund der Geschichte ihrer von klein auf unangepassten Tochter, die "sich in unserer Welt schlecht zurechtgefunden hat" (S. 5) den Weg, den sie und die ganze Familie gegangen ist, von der frühen AD(H)S-Vermutung bis hin zu der Überzeugung, dass die Tochter hochsensibel ist. Schon von Anfang an fiel Britta Hildebrandt auf, dass bei ihrer Tochter vieles anders war als bei anderen Kindern. Als sie ca. 3 Jahre alt war, wurde der Leidensdruck für die Familie unerträglich und so stellte sie die Tochter einem Kinderpsychologen vor, der bei ihr ADS feststellte und für die Gabe von Medizin plädierte. Das war im Jahr 1998. Das Kind war 3 Jahre alt! Einerseits war die Autorin froh, endlich eine greifbare Diagnose zu haben, andererseits war es für sie undenkbar, ihre Tochter mit Medikamenten vollzupumpen. Stattdessen schlug sie einen eigenen Weg ein, der allen gut tat. Erst viel später stieß sie auf das Phänomen der Hochsensibilität und erkannte die Tochter darin.

Der Weg der Familie bestand aus Aspekten wie Reduktion der Reizquellen, Aufenthalte in der Natur, direkte Ansprache, Schaffung von Ruheoasen, Erlernen von Entspannungsmethoden, Ernährungsumstellung usw. und vor allem Selbsterkenntnis der Eltern: "Durch meine Tochter habe ich überhaupt erst erkennen können, welch hochsensibles Wesen ich bin." (S. 28) Mittels Rückschau in die eigene Kindheit bzw. Familiengeschichte, Selbsterkenntnis und Selbstveränderung gelingt es, Strukturen aufzubrechen und neue Weg einzuschlagen, die dem "schwierigen" Kind zugute kommen. "Ich habe mich also weg vom Symptomträger (meiner Tochter) bewegt und habe an und in mir etwas erkannt, dann verändert und das hatte maßgeblich und unmittelbar Auswirkungen auf die ganze Familie." (S. 62)

Britta Hildebrandt veränderte dann ihr eigenes Leben dahingehend, dass sie Reiki-Lehrerin wurde und 2004 ihre eigene Praxis für ganzheitliche Lebensart eröffnete. Sie entwickelte sich gemeinsam mit ihrer Tochter und konnte ihr dadurch einen Rahmen geben, um ein erfülltes hochsensibles Leben zu leben. Einige Aspekte des Buches sind mir persönlich zu "esoterisch" und ich halte es nicht unbedingt für hilfreich und angebracht, die Hochsensibilität mit Begriffen des New Age (hochsensible Kinder als "Kinder der neuen Zeit") zu vermischen, aber das ist mein persönlicher Geschmack. Die Autorin hat für sich diesen Weg gefunden.

Ich hätte mir auch noch ein ausführlicheres Eingehen auf das Phänomen ADHS gewünscht, da nicht jeder mit den Charakteristika und Unterschieden vertraut ist. Das fehlt wahrscheinlich, weil die Autorin ADHS für einen Mythos (S. 20) hält, hinter dem sich oft nur die Hochsensibilität verbirgt: "Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen gehe ich davon aus, dass die meisten Kinder mit AD(H)S einfach nur hochsensibel/hochbegabt sind und sich in unserer Welt entweder langweilen oder emotional überfordert sind oder beides." (S. 43) Ich denke zwar auch, dass vielen ADHS-Diagnosen tatsächlich eine Hochsensibilität zugrunde liegt und viele Kinder falsch diagnostiziert und therapiert werden. Allerdings existiert in meinen Augen ADHS als eigenes Phänomen, was zwar der Hochsensibilität in einigen Punkten oberflächlich ähnelt bzw. sich ähnlich äußern kann, aber auch deutliche Unterschiede aufweist. Im neuen Buch Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet von Sylvia Harke findet man auf S. 226 eine sehr gute Gegenüberstellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden von ADHS und Hochsensibilität, und auch der Großteil der übrigen Hochsensibilitäts-Literatur sieht ADHS und Hochsensibilität als zwei verschiedene Phänomene und nicht in jedem ADHS-Kind ein hochsensibles Kind. Ich denke, ADHS als Mythos hinzustellen wird dem Phänomen genauso wenig gerecht wie Hochsensibilität als Modediagnose zu bezeichnen, was ja aktuell gern gemacht wird.

Ich erinnere mich, dass ich selbst - ohne das Wissen über Hochsensibilität - anfangs der Überzeugung war, dass mein Großer ADHS habe. Bis zum Alter von ca. 1,5 - 2 Jahren deutete viel darauf hin, z.B. seine Zappeligkeit, sein Überaktionismus, seine Impulsivität, seine Wutausbrüche, seine Ablenkbarkeit, seine Unfähigkeit, sich länger als 30 Sek. mit etwas zu beschäftigen und sich zu konzentrieren etc. Auch bei mir selbst hielt ich diese Diagnose für möglich. Als ich allerdings auf die Hochsensibilität stieß, als mein Großer knapp über 2 Jahre alt war, passte alles viel besser auf ihn und auf mich und ich erkannte auch die Unterschiede. Inzwischen hat er sich so stark verändert, dass nichts mehr auf ADHS hindeutet. Gerade Kinder entwickeln sich ja noch sehr und sind im Fluss.

Sehr spannend finde ich den von der erwachsenen Tochter Antonia selbst verfassten Beitrag, in dem sie konkret beschreibt, was ihr in der Familie und in ihrem weiteren Leben geholfen hat. Sie hat im vorigen Jahr Abitur gemacht und möchte sich zur Hebamme ausbilden lassen. Interessanterweise hat sie sich selbst immer als "normal" wahrgenommen (S. 111), was beispielsweise bei mir nicht der Fall war. Interessant und hilfreich sind auch die Anklänge an das Thema der Schule, was bei uns im nächsten Jahr akut wird.

Nach vielen Sach- und Kinderbüchern über Hochsensibilität war es erfrischend, wieder einmal einen autobiographischen Bericht zu lesen. Bei der Lektüre wird deutlich, dass sich hochsensible Menschen und Lebenswege genauso voneinander unterscheiden wie normal sensible auch. Jeder muss seinen Weg finden, um ein zufriedenes und sich nicht "falsch" anfühlendes Leben zu führen. Eltern kommt dabei eine entscheidende Rolle bei der Begleitung ihrer hochsensiblen Kinder zu. Auch hier trat wieder der Fall auf, dass die Mutter erst durch das Kind auf die Hochsensibilität stieß, so wie es bei uns auch war. Man kann seinem Kind wirklich dankbar dafür sein und diesen Dank durch einfühlsame Begleitung zurückgeben. Das geht deutlich aus dem Buch hervor und beide Seiten, sowohl Mutter als auch Tochter, wirken mit ihrer Veranlagung sehr im Einklang.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.

Bibliographische Angaben:
Britta Hildebrandt: Mama, Papa - ich habe kein ADS! Ich bin hochsensibel, CreateSpace Independent Publishing Platform, Juli 2016, 214 Seiten, ISBN 9781534633100, € 18,90

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Montag, 1. August 2016

Murphy liebt Eltern !

Wie hatte ich mich auf meinen ersten Ausgeh-Abend seit fast 3,5 Jahren gefreut! Da die Kleine ja immer noch (bis auf ganz wenige Ausnahmen) abends nur mit mir einschläft und dies durchaus bis 21 Uhr dauern kann, bleibt mir abends für's Weggehen theoretisch nur die Zeitspanne zwischen 21 und 24 Uhr, wenn sie sich dann oft wieder meldet. Da gibt es eigentlich nicht viel, was man machen kann, wenn man die Fahrzeit einrechnet. Umso mehr freute ich mich, als ich ein schönes Event an meinem Geburtstags-Vorabend und in der Nähe entdeckte, was von 21:30 bis 22:50 Uhr stattfinden sollte. Eine Freundin wollte gern mitkommen und ich war voller Vorfreude. Da freut sich auch Murphy! Wie könnte es anders sein? Am Tag davor bekam die Freundin Fieber und alles fiel ins Wasser. Mein erster auswärtiger Abend seit der Geburt der Kleinen! Wohlweislich wollten wir die Tickets erst an der Abendkasse kaufen. Das sollte man wohl als Eltern grundsätzlich tun. Aber dieser Streich hat Murphy noch nicht gereicht.

Zur gleichen Zeit waren meine Eltern seit einem halben Jahr wieder einmal zu Besuch und sollten die Kinder am Samstag ganztägig betreuen, damit wir endlich wieder einmal etwas Zeit und Ruhe hätten. Sie sollten mit ihnen einen Ausflug machen, sie dann im Auto schlafen lassen und später in unseren Garten fahren. Der Große war gerade bei ihnen gewesen und an sie gewöhnt und die Kleine hatte sie nach kleinem Anlauf auch wieder akzeptiert. Alle Zeichen standen auf einen ganzen Tag Freizeit. Einen ganzen Tag!! Wir wollten eine chillige längere Schifffahrt machen, mit Buch lesen und Kaffee schlürfen etc. Das letzte Mal hatten wir einen ganzen Tag kinderfrei lange vor der Geburt der Kleinen, soweit ich mich erinnere. Es schien alles zu klappen, die Kinder waren gesund, wir waren fit und die Großeltern waren willig. Nicht mit Murphy! Am Morgen lag der Große regungslos in seinem Bett und konnte seinen Kopf nicht bewegen bzw. weinte herzzerreißend bei jeder Bewegung. Er hatte starke Schmerzen, konnte weder aufstehen noch sich aufsetzen. Um Gottes Willen! Wir gaben ihm Ibuflam-Saft, der aber nicht half, und benachrichtigten die Großeltern. Da ich schnell den Verdacht auf Hirnhautentzündung hegte, wollte ich zum Kinderärztlichen Notdienst fahren. Die Kleine wurde also mit den Großeltern weggeschickt, was nicht so einfach ist ohne den Großen. Wir fuhren ins nächste Krankenhaus und konnten unser Pech nicht fassen.

Der Rest unseres "freien" Tages bestand aus dem Kinderärztlichen Notdienst mit wahrscheinlicher Diagnose "Schiefhals" (Hexenschuss der Halswirbelsäule) und möglichem Verdacht auf Meningitis, der abzuklären sei, einem 2 1/2-stündigem hungrigen Aufenthalt in der Kinderrettungsstelle eines anderen, größeren Krankenhauses, der Suche nach einer Wochenend-Apotheke und dem anschließenden Restnachmittag im Garten, damit die Kleine nicht den ganzen Tag allein mit Oma und Opa bleiben muss, was ihr ohne den Großen noch schwerer fällt als ohnehin schon. Das war auch gut so, denn als sie uns sah, fing sie fürchterlich an zu weinen. Der Druck des Funktionieren-Müssens fällt dann von ihr ab.

Der Meningitis-Verdacht wurde gottseidank nicht bestätigt, allerdings wurde der Große auf Streptokokken positiv getestet, was mich sehr überraschte. Weder hatte er einen Infekt gehabt noch Halsschmerzen oder belegte Mandeln. Er war und wirkte nicht krank, hatte kein Fieber und ist bis auf die Schmerzen im Kopf-Nackenbereich völlig fit. Die Diagnose lautete trotzdem "Streptokokken-Angina" und diese hatte wohl die Blockade der Halswirbelsäule, den Schiefhals, ausgelöst. Nun sollte er Antibiotika nehmen und mit viel Wärme und Schonung eine sukzessive Besserung herbeiführen. Um 15 Uhr verließen wir das Krankenhaus. Da wollten wir eigentlich schon ein paar schöne, ruhige, kinderfreie Stunden verlebt haben. Aber dagegen hatte Murphy anscheinend etwas.

Genauso wie gegen unseren ersten und einzigen Ausgeh-Abend kurz vor der Geburt der Kleinen. Wir wollten zu einer Comedy-Show gehen und hatten Freunde, bei denen der Große regelmäßig zu Besuch war, gefragt, ob sie nach dem Zubettbringen hier die Stellung halten können, bis wir wiederkommen. Sie hatten sich netterweise dazu bereit erklärt. Beim Einschlafen wären wir noch zuhause gewesen. Was soll ich sagen? Unser Großer, der nie ein Fieberkind war und selbst bei Infekten keine erhöhte Temperatur bekam, hatte an dem Morgen des Ausgehtages Fieber, das bis  zum Nachmittag so anstieg, dass wir die Aktion abblasen mussten. Die Karten verkauften wir noch kurzfristig und den Freunden sagten wir ab. Es war zum Mäusemelken. Ich kann mich nicht erinnern, dass er das Fieber danach noch lange hatte, aber eben just an diesem Tag. Als hätte er etwas gespürt.

Dazu kommen so nette Murphy-Streiche wie zum Beispiel, dass ich mir extra einen freien Tag nehme, um mal ein paar Gänge runterzuschalten und genau an diesem Tag die Kleine krank wird. Oder die Kita kurzfristig einen zusätzlichen Schließtag anberaumt, der ausgerechnet auf meinem freien Montag, dem aus Regenerationsgründen wichtigsten Tag der Woche, liegt. Oder ich selbst krank werde an meinem allerletzten Resturlaubstag aus dem vorigen Jahr, den ich auch nicht verschieben kann. Und so weiter, und so fort. Murphy scheint Eltern, und speziell solche, die eh' schon am Limit laufen, zu lieben und immer noch eine Schippe drauf zu legen. Und es komme mir keiner mit dem Spruch: Man wächst mit seinen Herausforderungen. Ich wachse nicht, ich schrumpfe mit jedem Murphy-Gag und kratze den letzten kläglichen Rest meiner Kräfte zusammen. Und muss beispielsweise verlorene Auszeiten unbedingt nachholen, will ich nicht riskieren, zeitnah zusammenzubrechen. Heißt, einen Überstundentag zu nehmen, an dem dann Murphy wieder zuschlagen kann. Und die Überstunden müssen ja auch erstmal herausgearbeitet werden. Heißt, dass der Mann die Kinder am Wochenende mal nehmen muss, damit ich etwas zur Ruhe komme. Heißt, bei Freunden zu betteln, dass wenigstens der Große mal wohin gehen kann. Heißt, wieder große Hoffnungen in den nächsten fernen Großelternbesuch zu stecken und vielleicht dann in einem halben Jahr mal 8 Stunden frei zu haben. Aber diesen unbestimmten Termin merkt sich Murphy auch schon vor und reibt sich freudig die Hände. Eltern sind schließlich seine liebsten Opfer!

Ach so, mein freier Montag ging natürlich heute für den Kinderarztbesuch und die Betreuung des Großen drauf. Zum Glück ist es nichts Schlimmes und dem Großen geht es deutlich besser. Das Streptokokken-Ergebnis fand die Kinderärztin auch etwas merkwürdig, zumal er keinerlei Infektsymptome hat. Möglicherweise hat das auch gar nichts miteinander zu tun. Der akute Schiefhals tritt wohl recht häufig bei kleinen Kindern auf. Dass es nun ausgerechnet an unserem ersten langen kinderfreien Tag geschah und so besorgniserregend wirkte, ist wirklich traurig. Danke, Murphy!

„Anything that can go wrong will go wrong.“ (Edward A. Murphy jr.)

Habt ihr auch schon mit Murphy Bekanntschaft geschlossen?

Bildquelle: Pixabay

Donnerstag, 28. Juli 2016

Das Desinteresse des Großen an seiner Baby-Schwester

Ich lese und höre immer wieder verzückte Berichte, wie sehr kleine Kinder bei der folgenden Schwangerschaft mitfiebern, wie sie sich wünschen und freuen, große Schwester/ großer Bruder zu werden und wie sie nach der Geburt das Baby beknuddeln, umsorgen, die Tätigkeiten der Mama nachahmen (z.B. an Puppen), den Kinderwagen schieben und stolz "ihr" Baby präsentieren. Ich weiß nicht, ob da lediglich einige wenige Momentaufnahmen geschildert werden oder ob das in vielen Familien tatsächlich in diesem Ausmaß der Fall ist. Bei uns war das nämlich nicht so.

Als ich schwanger wurde, war der Große noch nicht mal anderthalb Jahre alt. Natürlich haben wir ihn, je größer der Bauch wurde, auf das Geschwisterchen vorbereitet, ihm Dinge erklärt und gezeigt, mit ihm Bücher wie dies hier gelesen etc. Wir haben ihm gesagt, dass Mama dann ins Krankenhaus geht und er mit Papa allein zuhause ist. Wir haben mit ihm zusammen einige Babysachen wieder hervorgeholt (Spielzeug, Kleidung) und deren Funktion erklärt. Arztbesuche habe ich aber nie mit ihm zusammen absolviert, er hat auch keinen Geschwisterkurs besucht und es wurde nichts in der Wohnung umgeräumt. Sein Kinderzimmer inkl. Wickeltisch für's Baby (er ließ sich nicht mehr darauf wickeln) blieb unverändert, sein Bett behielt er, der Autokindersitz blieb gleich und es gab wirklich kaum Veränderungen in seiner häuslichen Umgebung. Ein neues Beistellbett stellten wir im Schlafzimmer auf, die neue Babyschale kam ins Auto (beides war schon verkauft) und der Kinderwagen wurde um ein Buggyboard erweitert. Ansonsten wollten wir ihm mit so wenig äußerer Veränderung wie möglich Sicherheit und Vertrauen vermitteln, um die unbekannte Situation zu meistern. Für ihn sollte alles gleich bleiben. Zu diesem Zeitpunkt hat ihn jegliche Veränderung total aus der Bahn geworfen.

Man merkte ihm auch nicht an, dass er realisierte, was auf ihn zukam. Er wirkte relativ unbeteiligt und ich kann mich nicht erinnern, dass er mal sein Ohr an meinen Bauch legte oder mit dem Baby sprach. Vielleicht hat er es gemacht, aber wenn, dann so selten und kurz, dass ich es kaum wahrgenommen habe. Er hat auch nie begeistert erzählt, dass er bald großer Bruder wird. Klar, er sprach ja auch noch nicht wirklich viel. Für meine Schwangerschaft interessierte er sich eigentlich nicht, und auch andere Schwangere und Babys lassen ihn bis heute kalt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er nie von selbst gesagt hätte, dass er noch ein Geschwisterchen möchte, so wie man es immer von vielen Seiten hört. Selbst das endgültige Still-Ende während der Schwangerschaft bedeutete für ihn keinen großen Einschnitt, soweit ich das beurteilen kann. Er hörte einfach von einem Tag zum anderen damit auf.

Von den Beschwerlichkeiten der zweiten Schwangerschaft bekam er nicht so viel mit. Übelkeit und Schlappheit sieht man nicht, tragen musste ich ihn weiterhin sehr viel, auch wenn ich immer wieder an ihn appellierte, und als ich in den letzten Wochen oft starke Vor- oder Übungswehen hatte und kurz innehalten musste, stand er einfach still neben mir und wartete. Zum Glück, denn als er mit 2 Jahren anfing, Laufrad zu fahren, wäre er sonst über alle Berge gewesen, während ich unterwegs minutenlang verkrampfte. Als ich wegen Übertragung zum CTG ins Krankenhaus musste, fuhren wir zwar gemeinsam hin, aber mein Mann ging währenddessen mit ihm auf den Spielplatz. Zumindest hatte er so das Krankenhaus schon mal gesehen. Aber er wirkte vor der Geburt insgesamt nicht aufgeregt oder neugierig oder stolz oder unsicher oder eifersüchtig. Er fieberte einfach kaum mit. Allerdings war er auch das erste Kind aus unserem Bekanntenkreis, das ein Geschwisterkind bekam.

Als die Kleine geboren wurde, war er 26 Monate alt. Er kam nach der Kita mit dem Papa zu uns ins Krankenhaus, schaute sich das Baby und mich im Krankenhaushemd kurz an und spielte dann mit seinem Bagger, dem Geschenk des Babys. Klar haben wir auch Aufnahmen, wo er das Baby streichelt, neben ihr im Krankenhausbett liegt oder mein Mann erzählte mir, wie er zuhause abends nach uns fragte. Wirklich süß war, wie sie uns abholten und er wacker mit dem Papa zusammen die Babyschale trug. Insgesamt aber war er relativ zurückhaltend in seinem Interesse für seine Schwester und das setzte sich zuhause fort.



Für das Stillen und Wickeln hat er sich nicht wirklich interessiert, auch nicht, wenn man ihn einbeziehen wollte. Er hat auch nicht meine Handlungen nachgeahmt, wie ich das oft bei anderen Mamas lese und höre. Weder stillte, fütterte, trug, wickelte oder badete er seine Kuscheltiere (für Kuscheltiere hat er sich ja auch nie begeistert) oder seine Babypuppe, die ihm die Großeltern zur Geburt der Schwester schenkten, noch holte er mich, wenn das Baby weinte. Eher saß er in solchen Fällen stumm und unbeteiligt daneben, so wie er auch neben ihr saß, wenn wir spielten, ohne ihr etwas zu zeigen oder sie zu bespaßen. Er hat seine Schwester nie als Subjekt, das er anleiten und beschäftigen könnte, gesehen. Er hat für sich oder mit uns gespielt und sich nicht weiter um sie gekümmert. Nicht groß mit ihr geredet, ihr kein Spielzeug gebracht, sie nicht getröstet, gestreichelt, geknuddelt, abgeknutscht. Sie hat ihn natürlich trotzdem angehimmelt, aber wir fanden das von seiner Seite aus im Vergleich zu anderen Kindern ziemlich wenig Interesse und Begeisterung für das Geschwisterchen. Wenn er von der Kita nach Hause kam, tangierte es ihn nicht, wo die Kleine war. Er hat nie geäußert, dass er auch bei mir schlafen wolle, nur weil die Kleine bei mir schläft. Klar war er erst 26 Monate + alt und noch sehr stark von seinen eigenen Problemen und Unausgeglichenheiten (Autonomiephase) in Beschlag genommen, aber uns erschien sein Desinteresse ungewöhnlich. Allerdings hat er sich eben auch nie - bis heute nicht - für andere Babys interessiert. Vielleicht ist das vergleichbar mit der Tatsache, dass ich keine Baby-Mama bin, wie hier beschrieben.

Je mobiler sie wurde, umso "gefährlicher" wurde sie für ihn und er sah sich genötigt, sein Eigentum zu verteidigen. Er hatte und hat immer noch ein sehr starkes Eigentumsempfinden, auch seiner Schwester gegenüber. Er hat keinen Beschützerinstinkt und keine Lehrmeister-Ambitionen. In der Kita hat sie immer seine Nähe gesucht, er nie ihre, soweit ich das aus Erzählungen der Erzieher beurteilen kann. Er hat selten mit ihr geschäkert oder herumgealbert, sie auch später kaum einmal getröstet. Das setzt sich tendenziell bis heute fort. Wie gesagt, ich bin mir ziemlich sicher, dass er sich niemals aktiv ein Geschwisterchen von uns gewünscht hätte, so wie man es besonders von Mädchen oft hört. Ich muss ehrlich sagen, dass ich damals enttäuscht von seinem Desinteresse war, weil ich es so anders erwartet und gehört hatte. Damals kannten wir ihn ja auch noch lange nicht so gut wie heute. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass besonders ich immer viel zu hohe Erwartungen zu dem, was eben "normal" ist, an ihn hatte. Irgendwie hat man ja immer die Vorstellung, dass das große Kind das kleine knuddelt und umsorgt. Meine allgemeinen Gedanken über die Geschwisterbeziehung der beiden findet ihr hier.

Eifersucht war übrigens so lange kein Thema, wie sein "System" stimmte, nämlich dass der Papa sich um ihn kümmerte und ich mich ums Baby. Er hatte sich ja in den Wochen vor ihrer Geburt emotional sehr stark an den Papa gebunden. Wenn der Papa in seiner Anwesenheit das Baby nahm, wurde er sehr unleidlich. Wenn alles im Lot war und das Baby bei mir war, war Eifersucht anfangs kaum ein Problem. Das ließ nach ein paar Monaten nach, als er sich mir langsam wieder annäherte und sein "System" aufgeweicht wurde. Danach und mit der zunehmenden Mobilität der Kleinen wurde die Eifersucht etwas sichtbarer. Vor allem die Eifersucht in Hinblick auf das Teilen-Müssen der Aufmerksamkeit. Insgesamt aber war das, was ich seiner Autonomiephase anlaste, schwerwiegender als jegliche Eifersucht und Entthronung, auch wenn sich das natürlich gegenseitig verstärken kann. Man musste bei ihm nie Sorge habe, dass er grob mit der Kleinen ist, ihr bewusst wehtut oder sich zu überschwänglich zeigt. Dafür hat sie ihn einfach zu wenig interessiert.

Wie war oder ist das bei euch, haben eure größeren Kinder in eurer nächsten Schwangerschaft mitgefiebert oder waren sie relativ desinteressiert? Wie haben sie das Baby nach der Geburt aufgenommen? Haben sie euer Verhalten nachgeahmt, waren sie vom Baby begeistert oder war es eher wie bei uns? Sind eure Kinder generell babybegeistert oder dahingehend auch eher leidenschaftslos?