Montag, 16. Januar 2017

Wie die Kita den Mittagsschlaf der Kleinen abschaffte

Meist hört und liest man ja Klagen von Eltern, deren Kinder in der Kita noch mittags schlafen müssen, obwohl sie dies eigentlich nicht mehr brauchen, und die dann abends nicht vor 22 Uhr müde sind, so dass die Eltern kaum einen Feierabend haben. Gespräche mit der Kita nützen meist nichts oder nur kurzfristig. Das muss wirklich sehr ärgerlich sein und ich kann den Frust der betroffenen Eltern absolut nachvollziehen. Wir haben nun jüngst genau das Gegenteil erlebt: die Kita hat den Mittagsschlaf unserer eigentlich noch schlafenden Kleinen stillschweigend abgeschafft, was bedeutet, dass sie nun auch zuhause nicht mehr schlafen will und nach der Kita extrem quengelig ist. Und das ausgerechnet im Winter mit den langen dunklen Nachmittagen!

Im Herbst fragte ich nach mehreren weinerlichen und müden Nachmittagen mit der Kleinen in der Kita nach, ob sie denn noch schlafen würde. Sie war extrem knatschig gewesen und ich konnte mir das nur so erklären, dass sie nicht mehr oder zu kurz geschlafen hatte. Denn krank war sie nicht gewesen und auch sonst war nichts verändert. Selbstverständlich, wurde mir empört mitgeteilt, würde sie noch schlafen, das würden die Erzieher ja wohl merken und wieso ich denn daran zweifeln würde. Ich erklärte es und mir wurde versichert, dass sie zu den schlafenden Kindern gehöre. Nun gut. Zuhause schlief sie in den allermeisten Fällen auch, brauchte zwar lange zum Einschlafen, aber es war selbstverständlich, dass wir uns mittags zusammen hinlegten. Das wollten wir eigentlich auch noch eine Weile so beibehalten. Der Große hat übrigens noch bis April 2016 (kurz nach seinem 5. Geburtstag) in der Kita geschlafen und macht zuhause eine zuverlässige, ruhige Mittagspause.

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Als die Kleine im Dezember wieder an mehreren Nachmittagen ausnehmend quengelig oder wütend war, ohne krank zu sein, fragte ich erneut in der Kita nach. Diesmal wurde mir mit erstauntem Blick kundgetan, dass sie schon seit einiger Zeit NICHT mehr mittags schlafen würde. Ich fiel aus allen Wolken. Ja, sie wäre wohl innerhalb von 20 Minuten nicht mehr eingeschlafen (sie braucht immer, auch im Auto, mindestens eine halbe Stunde, oft länger zum Einschlafen) und nach den 20 Minuten dürfen die nicht eingeschlafenen Kinder aufstehen. Das wäre schon einige Zeit bei ihr der Fall gewesen. Schön und gut, aber sollte man dann nicht die Eltern wenigstens informieren, damit sie wissen, warum sie sich nachmittags mit so einem miesgelaunten Kind herumschlagen?! Zumal ich wenige Wochen vorher extra noch nachgefragt hatte... Ich war ziemlich angesäuert und brachte das auch zum Ausdruck. Klar, wenn sie nicht mehr einschläft, können sie sie nicht zwingen, um Gottes willen. Der Mittagsschlaf in der Kita findet ja auch recht früh statt, da ist sie noch nicht müde genug. Aber vielleicht hätte man in einem Gespräch besprechen können, dass man bei ihr länger abwartet, ob sie doch noch einschläft, weil sie eh' lange braucht. Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und die Kita hat den Mittagsschlaf der Kleinen stillschweigend und ohne Absprache abgeschafft. Und den am Wochenende natürlich gleich mit, denn selbstredend will sie nun am Wochenende auch nicht mehr schlafen.

Das bedeutet, dass sie nachmittags oft ziemlich quengelig ist, keinen Schritt laufen will und kurz davor ist, im Buggy oder Fahrradanhänger einzuschlafen. Termine wie Arzt oder so sind am späteren Nachmittag deshalb sehr schwierig mit ihr. Fahren wir am Wochenende nachmittags mit dem Auto, döst mindestens ein Kind ein und der Nachmittagsausflug ist gestört. Es ist für uns echt ärgerlich, zumal die stattdessen eingeführte Mittagsruhe der Kleinen am Wochenende nicht so zuverlässig und ruhig abläuft wie beim Großen. Wie gesagt, die Kita kann natürlich nichts machen, wenn sie nicht mehr einschläft, aber man hätte wenigstens ein Gespräch mit uns suchen können. So aber fühlten wir uns ziemlich überfahren und nicht ernst genommen. Wir hätten gern mindestens bis zu ihrem Wechsel in die obere Etage, zu den Großen, mit der Abschaffung ihres Mittagsschlafs gewartet. An ihrer abendlichen Einschlafzeit hat sich kaum etwas verändert, wohl aber an ihrer nachmittäglichen Kraft und Laune. Sie sagt dann auch ganz oft, dass sie schlapp und müde ist, und das tut mir so leid, denn ich gehe äußerst selten direkt nach der Kita mit den Kindern nach Hause, sondern bin bei (fast) jedem Wetter noch draußen unterwegs. Doch selbst auf dem Spielplatz hat sie kaum Kraft.

Wir können es nun nicht mehr ändern, aber optimal gelaufen ist das nicht. Was ist eigentlich so schwer daran, sich mit den Eltern auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu suchen? Letzten Endes müssen die Eltern so oft Dinge ausbaden, die gar nicht in ihrem Sinne gelaufen sind! Noch schlimmer ist das sicherlich in den Fällen, wo das Kind mittags zum Schlafen angehalten wird und dann abends nicht einschlafen kann. Nun hoffen wir, dass der Frühling schnell kommt, es nachmittags länger hell ist und die Kleine dadurch wieder mehr Energie gewinnt. Das Kapitel Mittagsschlaf scheint jedenfalls nun bei beiden Kindern unsererseits unfreiwillig beendet zu sein. Heul!

Montag, 9. Januar 2017

Meine Bücherliebe und die Kinder

Wenn ich meine Mutter frage, was ich gemacht habe, als sie sich damals um meinen kleinen Bruder gekümmert hat (ich war bei seiner Geburt 2 Jahre und 4 Monate alt und nicht im Kindergarten), sagt sie immer: "Du hast Dir Bücher angeschaut." Als Teenager saß ich stunden-, nein tagelang (zumindest in den Ferien) in meinem Zimmer und las, teilweise immer die gleichen Bücher nochmal und nochmal, denn in der DDR gab es bekanntlich nicht so viel Auswahl. Neben meinem Studium arbeitete ich viele Jahre als Quereinsteigerin in einer Buchhandlung und auch danach habe ich noch sehr viel gelesen. Allerdings war ich nie eine freiwillige Bibliotheksgängerin und lese nicht gern ausgeliehene Bücher. Sie müssen mir gehören und unberührt sein, neu riechen und knacken beim Aufschlagen.  Unsere Wohnung ist voll von Bücherregalen mit gelesenen und ungelesenen, teilweise zweireihig stehenden, mittlerweile recht eingestaubten Büchern. Seit ich Kinder habe, lese ich nämlich leider kaum noch, zumindest kaum Romane, dafür fehlt mir der Flow, ich kann nicht richtig eintauchen und mir fehlen die tiefen Emotionen von früher. Dafür lese ich aber, mehr als früher, das eine oder andere Sachbuch zu Themen, die mich interessieren, denn diese kann ich "durcharbeiten", und schreibe sogar ab und zu Rezensionen auf meinem Blog. Bücher sind sehr wichtig für mich und auch wenn ich derzeit eine Kinder-Leseflaute habe, weiß ich, das wird zurückkommen.

Ich hoffe, dass diese Bücherliebe ein Stück weit auf meine Kinder abfärbt, da sie ihnen sozusagen in die Wiege gelegt wurde, und frage mich, ob sie durch mein Vorbild selbst zu Büchernarren werden oder so gar kein Interesse am Lesen entwickeln. Wahrscheinlich wird das, wie bei so vielen Dingen, gar keinen Einfluss auf ihren Entwicklung haben, denn schon jetzt sehe ich deutlich die Unterschiede zwischen beiden Kindern. Mit dem Großen haben wir von Anfang an viele Bücher angeschaut und vorgelesen, obwohl er früher ziemlich unruhig war und es lange dauerte, bis er sich wirklich darauf einlassen konnte, still auf unserem Schoß oder an unserer Seite zu sitzen und zuzuhören. Ich hatte aber nie den Eindruck, dass er sich großartig für Bücher interessierte. Mit einem Erwachsenen zusammen ja, aber allein so gut wie gar nicht. Aber das war und ist ja bei fast allen Beschäftigungen bei ihm der Fall. Auch heute noch nimmt er sehr selten ein Buch selbst in die Hand. Er zeigt auch kein Interesse daran, Buchstaben oder Wörter darin zu erkennen. Vorgelesen bekommt er dagegen sehr gern und kann das mittlerweile auch ruhig und konzentriert genießen. Ich selbst mag zwar die Situation des Vorlesens, habe aber Schwierigkeiten, einer Geschichte zu folgen, die ich selbst vorlese. Das ging mir auch bei Hörbüchern immer so, ich habe die Geschichte gar nicht richtig mitbekommen und bin deshalb (und auch, weil meine Gedanken viel zu stark dabei wandern) bis heute kein Fan von Hörbüchern. Der Große hört zum Einschlafen immer ein Hörbuch, macht sich aber tagsüber nie selbst eins an. Kindgerechte Sachbücher wie die tolle Pixi Wissen Serie* lese ich dagegen gern vor, weil ich selbst noch etwas dabei lerne und mich nicht auf eine Geschichte konzentrieren muss. Der Große merkt sich übrigens manche Namen oder Details aus Büchern sehr lange, die wir schon längst wieder vergessen haben. Die Fakten aus den Kindersachbüchern kennt er teilweise schon nach dem ersten Lesen. Dafür kann er schlecht Geschichten reproduzieren bzw. erzählen, worum es ging. Insgesamt würde ich ihn bis jetzt nicht als Bücherfan einordnen und bin gespannt, ob sich das verändert, wenn er selbst lesen kann.

Die Kleine dagegen interessiert sich deutlich mehr für Bücher, obwohl wir uns mit ihr weniger (vor allem weniger exklusiv) beschäftigten. Schon als Baby faszinierten sie die Klappen in Kinderbüchern oder das Herausziehen bestimmter Teile. Sie liebt wirklich ihre Tiptoi-Bücher* und setzt sich damit auch mal alleine hin. Manchmal nimmt sie sich einen Stapel Bücher aus dem Regal und drapiert diese um sich herum, um sie zu sichten. Sie mag auch gern Märchenbücher und weiß oft, wo welches Buch gerade ist (im Gegensatz zum Großen). Beim Vorlesen ist sie leider noch sehr unruhig, was es schwierig bis unmöglich macht, beiden Kindern gleichzeitig ein Buch vorzulesen. Das finde ich ziemlich schade. Und was mir richtig körperlich weh tut, ist ihr Umgang mit Büchern. Sie blättert schrecklich kraftvoll und unbedacht um, schert sich nicht um Knicke und Eselsohren, um eingerissene Seiten und abgerissene Pop-Up-Figuren. Sie beschädigt Bücher, lässt sie ins Waschbecken fallen etc., ohne traurig oder beschämt zu sein. Das spiegelt wirklich ihr Temperament, der Große ist da viel behutsamer und achtsamer, auch wenn ihm Bücher weniger bedeuten. Auch hier sieht man, dass das Vorbild weniger Einfluss hat als das Temperament/ der Charakter. Mit dem Großen bin ich früher manchmal in Buchhandlungen gegangen, da er nicht alles angefasst hat, sondern sorgfältig war. Das machen wir nun ganz selten, wenn die Kleine nicht mit dabei ist. Mit ihr ist das sehr stressig, weil sie sich alles im Schnelldurchlauf und nicht gerade vorsichtig anschaut. Dafür weiß sie genau - im Unterschied zum Großen - wo die Kinderbuchabteilung unserer hiesigen Kette ist, obwohl wir nur ganz selten dorthin gehen. Und sie interessiert sich total für die Bücher, die Bilder und übrigen Produkte, erkennt Figuren, zeigt mir begeistert neue Bücher und will unbedingt das eine oder andere haben. Der Große macht das kaum. Schon lustig, diese Unterschiede!

Die Kinder sehen uns äußerst selten dabei, wie wir mit einem Buch herumsitzen und lesen. Denn Lesen erfordert Konzentration und das ist für mich in Anwesenheit meiner (wachen) Kinder absolut nicht möglich. Ich lese eigentlich nur abends oder wenn ich frei habe. Leider erleben sie demzufolge nicht, dass sich Erwachsene mit einem Buch auf dem Sofa entspannen und ausruhen. Gestern, als die Kleine mit dem Papa in der Badewanne war, probierte ich mal, mich mit einem Buch hinzusetzen. Der Große war im gleichen Raum und langweilte sich zu Tode, setzte sich immer wieder neben mich und schaute, was ich mache. Für Kinder ist das stille Lesen, glaube ich, sehr schwer greifbar, weil so gar nichts passiert. Natürlich konnte ich mich so nicht konzentrieren, aber ich wollte es ihm einfach mal zeigen, dass nach viel Beschäftigung MIT den Kindern auch mal Elternzeit ist. Und dass ich gern Bücher lese. Er ist eigentlich in dem Alter, wo man das auch verstehen und akzeptieren kann. Aber er kennt es halt so gar nicht, weil es kaum möglich ist. Ein Kreislauf.

Ich hoffe, dass ich ein bisschen was von meiner Bücherliebe an meine Kinder weitergeben kann. Vielleicht finden sie Spaß am Lesen, wenn sie dies selbst können. Vielleicht werden sie aber auch eher Kindle- oder Hörbuchliebhaber, was ich so gar nicht bin. Auf jeden Fall bekommen sie mal eine riesige Heimbibliothek vererbt;-).

Wie ist es bei euren Kindern, sind sie büchervernarrt oder eher desinteressiert, beschäftigen sie sich allein mit Büchern und sind, falls ihr mehrere Kinder habt, diese unterschiedlich in ihrem Interesse für Bücher?

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Mittwoch, 4. Januar 2017

So waren unsere Weihnachtsferien

Die Weihnachtsferien sind vorbei und ich muss mich in den nächsten Tagen erstmal wieder etwas sortieren und zu mir finden, wie immer, wenn ich so lange mit den Kindern zusammen war. Mein Kopf fühlt sich leer an und meine in die Beziehung zu den Kindern ausgeströmte Energie muss sich nun wieder in mir sammeln. Das heißt überhaupt nicht, dass die Zeit unerträglich oder schwierig war, gar nicht, und es ist auch wirklich mit jedem Jahr um Welten besser geworden (hier ein Auszug über unsere Weihnachtsferien vor 2 Jahren). Aber anstrengend ist es immer für mich und ich bin permanent angespannt. Es dauert immer ein paar Tage, bis ich mich daran gewöhne, dass ich in Anwesenheit der Kinder eben nichts für mich machen kann. Bis dahin bin ich oft unruhig und unzufrieden, gleichzeitig will ich für sie da sein und schöne Dinge zusammen unternehmen. Und danach, wenn der Alltag wieder losgeht, dauert es genauso lange, bis ich zurück bei mir und in meinem Rhythmus bin. Diesmal war es auch wieder so, dass die Kinder sich so gut wie gar nicht allein beschäftigten, sondern immer mindestens einer von uns (besser beide) mitspielen mussten. Gleich zu Anfang der Ferien war außerdem die Kleine krank. Ich habe die ganze Zeit über ziemlich schlecht geschlafen. Und MeTime gab es so gut wie gar nicht in den anderthalb Wochen. Aber dafür einen kleinen Urlaub.

Am 23.12. war ich noch arbeiten und der Mann mit den Kindern zuhause. Die Kita hatte schon zu. Am Nachmittag besuchten wir den Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus, dem wir jedes Jahr einen Besuch abstatten, und bis auf schlechte Laune bei der Kleinen war alles in Ordnung. Die Kinder freuten sich auf den Weihnachtsmann, der auf diesem Weihnachtsmarkt 3x täglich durch den Himmel fliegt, und die Bescherung am nächsten Tag.



Am Heiligabend übergab sich die Kleine morgens um 8 Uhr und hörte erst abends damit auf. Dazu kam noch Fieber, am Nachmittag 39.5°C. Sie lag elend auf dem Sofa und einer (meist ich) musste immer neben ihr sein. Meinen Plan, erstmals wieder in ein Krippenspiel zu gehen, verwarf ich. Zur Bescherung zog sie für den Weihnachtsmann ihr bestes Kleid an (herzzerreißend süß!), motivierte sich kurz, stürmte ins Wohnzimmer, riss ihre Geschenke auf und sank dann wieder auf dem Sofa zusammen. Das war zuviel gewesen, danach ging nichts mehr bei ihr. Sie schaute nicht mal die Dinge an, die wir ihr zeigten. So schade und sie tat mir unendlich leid! Der Große dagegen freute sich sehr über seine Weihnachtsgeschenke und hatte nun Gelegenheit, alles in Ruhe zu sichten und auszupacken. Er fing gleich an, seinen Lego Ninjago Elementardrachen* mit dem Mann zusammenzubauen. Ich saß neben der Kleinen auf dem Sofa, hielt ihre Hand und las (sie ließ mich nicht weg). Ein ruhiger Nachmittag, wenn auch anders als geplant. Die Kotzerei hörte am Abend auf und die Nacht war zum Glück ruhig.


Am 1. Weihnachtsfeiertag wirkte sie wieder fitter, hatte zwar noch Temperatur, aber aß, sprach und lachte wieder. Ich hoffte darauf, dass sie am Nachmittag mitkommen könnte zu unserem alljährlichen Weihnachtsritual, dem Roncalli Weihnachtszirkus, und sie wollte auch mit. Wir behielten die Karten also, anstatt sie kurzfristig zu verkaufen oder Freunde zu fragen. Mittags ging es ihr wieder schlechter, dann schlief sie und wir fuhren los. Beim Aussteigen verweigerte sie sich allerdings komplett, weinte und schrie und wollte absolut nicht mitkommen. Es ging ihr nicht gut. Also fuhr der Mann wieder mit ihr nach Hause und der Große und ich gingen, wie schon zwei Mal, allein in den Weihnachtszirkus. Ich musste kurz heulen, weil ich mich so ärgerte, aber es ließ sich nicht ändern. Wir hatten einen schönen Nachmittag zu zweit, auch wenn die Vorstellung mit knapp 3 Stunden viel zu lange dauerte und viel zu laut war, und der Kleinen ging es auch wieder besser, als wir nach Hause kamen.



Am 2. Weihnachtsfeiertag packten wir vormittags und fuhren in unseren Kurzurlaub. Dank des schon oft besuchten Ferienparks fühlten sich die Kinder gleich wieder wie zuhause und die Umstellung war überhaupt kein Problem. Das ist schon toll, im Vergleich zu früher, als sie immer 2-3 Tage brauchten. Die Kleine hatte noch 38.5°C, war aber total fit und hatte keine weiteren Symptome. Leider schlief ich den gesamten Urlaub über unheimlich schlecht, was dort noch nie der Fall gewesen war. Ein Mal war ich zwischen 3 und 6 Uhr komplett wach und auch sonst kämpfte ich sehr um Schlaf, was nicht an den Kindern lag. Keine Ahnung, was da los war. In den Urlaubstagen besuchten wir einen Zoo, ein Assisi-Panorama, einen Wildpark, die Großeltern waren einen Tag zu Besuch und brachten die restlichen Geschenke, so dass wir die Bescherung nachholen konnten, wir spazierten am See und die Kinder trauten sich erstmals allein ins Spielhaus. Zwar nur kurz, aber immerhin drei Mal und das hatten wir fast nicht mehr zu hoffen gewagt, nachdem der Große das immer verweigert hatte. Nun endlich schafften sie es! Sehr toll!

Im Ferienpark - Geschenke von Oma und Opa

Am vorletzten Tag war es eiskalt und wir hatten einen herrlichen Vormittag bei Sonnenschein am See. So viel Natur und Stille ist einfach wunderbar. Wir schrieben Buchstaben und Zahlen in die mit Raureif bedeckten Bänke, schlitterten mit unseren Stiefeln und zählten die weißen Kondensstreifen der Flugzeuge am knallblauen Himmel. Wir machen immer wieder gern dort Urlaub und der nächste Termin ist natürlich schon gebucht;-)



Am Silvestertag reisten wir ab und spazierten vorher noch zu einer Kirchenruine. Diesen Herzmoment mit meinem Großen sowie das ganze Jahreswechsel-Wochenende habe ich im Wochenende in Bildern beschrieben. Und dann war ich noch zwei Tage allein mit den Kindern zuhause, weil der Mann schon wieder arbeiten musste. Am Montag 2.1. besuchten wir Freunde und hatten am Nachmittag selbst noch Besuch, und am letzten Tag (Dienstag) spielten wir den ganzen Tag zu dritt. Das war schon anstrengend, weil ich zwar den Haushalt, aber nichts für mich machen konnte, aber auch wieder schön und vor allem unglaublich, dass das mittlerweile so einfach geht. Noch vor 2 Jahren hatte ich fast Angst vor jedem Kitaschließtag, weil die Kinder so fordernd waren. Nun hat die Kita wieder auf und der Alltag beginnt für alle.

Alles in allem war es eine doch schöne, gemessen an früheren Erfahrungen mit diversen Nervenzusammenbrüchen unsererseits relativ konfliktfreie Zeit, wenn auch fast ohne Pausen und mit ständig fordernden und sich nicht selbst beschäftigenden Kindern recht anstrengend. Ich brauchte wie immer einige Zeit, um mich auf das ständige Präsentsein umzustellen. Die Kinder waren, fand ich, besser drauf als in den letzten Wochen/ Monaten und haben die Ferien sichtlich genossen. Der Große erwähnte den Spaziergang zur Kirchenruine sogar heute im Morgenkreis in der Kita. Problematisch ist weiterhin meine eigene Anspannung, die leider nicht nachlässt, auch wenn das Zusammenleben mit den Kindern mittlerweile deutlich angenehmer funktioniert als früher. In einem Urlaub, der auch mich entspannt und erholt, bräuchte ich tägliche Allein-Zeiten, Rückzugsmöglichkeiten oder Kinder, die eben Raum für mich selbst lassen. Das ist nicht der Fall und deshalb laufe ich auf Hochtouren und merke hinterher, wie die Anspannung von mir abfällt. Aus diesem Grunde habe ich mir heute noch einen freien Tag ohne Kinder gegönnt und das war genau richtig. Man lernt ja dazu;-).

Insgesamt fällt mein Fazit unserer Weihnachtsferien positiv aus, es wird von Jahr zu Jahr besser und wenn nicht die Krankheit der Kleinen ausgerechnet am Heiligabend und 1. Weihnachtsfeiertag dazwischen gekommen wäre, hätten wir eigentlich alles wie geplant machen können. Das war früher undenkbar und ich hoffe, dass einige meiner Leserinnen mit noch kleineren Kindern daraus etwas Hoffnung schöpfen. Es wird besser!

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Sonntag, 1. Januar 2017

Unser Wochenende in Bildern 31.12.2016/ 01.01.2017

Ein Wochenende in Bildern über einen Jahreswechsel ist eine spannende Sache, zumal der Silvestertag auch der letzte Tag unseres Kurzurlaubs war. Deshalb gibt es wiedermal ein paar Bilder von uns.

Nach dem Frühstück in der Ferienwohnung packten wir unsere Sachen und checkten aus. Wir hatten absichtlich nur bis zum 31.12. gebucht und wollten zu Silvester lieber zuhause in Berlin sein. Zwar ist es hier sehr laut, aber wenigstens vertraut. In fremden Umgebungen weiß man ja nie, wie laut und unmittelbar die Böllerei stattfindet und das ist uns mit den Kindern zu riskant.

Da das Wetter wie am Vortag schon traumhaft war, gingen wir noch ein wenig am See spazieren. Die Umgebung ist wunderschön und wir waren nun mittlerweile schon zu allen Jahreszeiten dort im Urlaub. Zu Weihnachten vor 2 Jahren lag ein paar Tage lang unheimlich viel Schnee und wir rodelten an dieser Stelle.


Die Kinder kraxelten auf den Geräten am Wegesrand, die Eltern genossen die Ruhe und die Sonne, und die Stimmung war für einen Silvestertag, an dem ich eigentlich immer schlechte Laune habe, weil ich ihn nicht leiden kann, erstaunlich gut.


Weil es so schön war, beschloss ich, mit dem Großen zu einer nahegelegenen Kirchenruine zu laufen, während der Mann mit der Kleinen zurück zum Auto ging und mit diesem dorthin kommen wollte. Diese ca. 20 Minuten mit dem Großen allein war mein schönster Eltern-Kind-Moment in den letzten Wochen. Wir erzählten auf dem Spaziergang über Entdeckungen, Reisen und tolle Erlebnisse, z.B. darüber, auf welchen Vulkanen ich schon stand. Ich merkte wieder einmal, was alles man mit ihm schon machen könnte, wenn man nicht immer Rücksicht auf die kleine Maus nehmen müsste. Hach, das war echt schön! Und als wir zufällig um Punkt 12 Uhr bei der Kirchenruine ankamen und unerwarteterweise die Glocken läuteten, war die Stimmung perfekt.


Wir erkundeten die Ruine und erzählten noch ein wenig über die Geschichte der Region. Das Bauwerk war wirklich beeindruckend und der Große war sehr interessiert. Da geht mir das Herz auf und ich spüre immer ganz intensiv, wie meine jahrelang vernachlässigten Interessen Nahrung bekommen.



Dann fuhren wir Mittagessen und anschließend direkt nach Hause. Im Auto schliefen gottseidank beide Kinder ein. Wir kamen supergut durch.


Nach dem Ankommen tobten wir noch kurz im Garten, jeder packte seine Sachen aus und nach dem Abendbrot machten wir eine kleine Wunderkerzen-Party auf dem Balkon. Da es schon ziemlich laut war, hatten die Kinder vorsorglich ihren Peltor Kids Gehörschutz* auf.


Der Kleinen war das alles nicht geheuer und dann gingen sie etwas später als sonst, aber zu einer "normalen" Uhrzeit ins Bett. Die Nacht war okay, der Große schlief durch, die Kleine wachte ab und zu auf, schlief aber schnell wieder ein und alle waren am Neujahrsmorgen gut drauf. Nichts ist schlimmer, als ein Tag mit übermüdeten, nöligen Kindern.

Am Sonntag machten wir nach dem Frühstück ein wenig Kleinkram, wie ein Freundebuch für die Kita auszufüllen.


Am Nachmittag waren wir spontan bei Freunden eingeladen und verbrachten ein paar schöne Stunden dort. Die Kinder inspizierten die Weihnachtsgeschenke des Freunde-Kindes und wir quatschten über unsere Weihnachtstage. Zum Schluss trugen sie sich noch ins Telefonbuch ein...


und wir warfen einen letzten Blick auf die tolle Aussicht vom Balkon unserer Freunde.


Ab morgen muss der Mann wieder arbeiten und ich bin mit den Kindern noch zwei Tage zuhause, bis die Kita wieder öffnet. Der Alltag geht also langsam wieder los.

Mehr Wochenenden in Bildern (#wib) gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

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Mittwoch, 28. Dezember 2016

Mein Jahresrückblick 2016

Auch in diesem Jahr möchte ich - als Teil der Blogparade vom Hebammenblog - das vergangene Jahr Revue passieren lassen und verlinke euch die charakteristischsten Beiträge dazu, falls ihr nochmal den einen oder anderen nachlesen wollt. Wie im Jahr 2015 gab es keine großartigen äußeren Veränderungen, wir arbeiteten wie bisher, die Kinder gingen in die Kita, der Große wurde zum Vorschulkind und der Herbst war krankheitsmäßig um Welten besser als der Herbst 2015. Hoffen wir, dass es so weiter geht.

Im Januar starteten wir dank der Weihnachtsferien relativ ausgeruht ins neue Jahr, allerdings waren die Kinder ziemlich schnell wieder krank. Ich schrieb u.a. den Text Wie die Kleine den Großen Zärtlichkeiten lehrte.

Im Februar erwischte mich und den Mann eine heftige Grippe. Mein Schwiegervater verstarb, trotz seines hohen Alters doch sehr überraschend, am 14. Februar, nachdem der Mann mit dem Großen ihn kurz vorher noch einmal besuchte, und es gab vieles zu organisieren. In der Kita war die Kleine in einen ominösen Beißvorfall verwickelt, der nie richtig aufgeklärt wurde.

Im März nahmen wir die Kinder auf die Beerdigung meines Schwiegervaters mit und kurz darauf feierte der Große seinen 5. Geburtstag. Der Geburtstag verlief ruhig und unaufgeregt, was ihm gut tat. Ich war erstmals mit den Kindern und meinen Eltern für ein paar Tage allein verreist. Es ging alles gut und mir fiel ein großer Stein vom Herzen.

Im April hatte erst die Kleine ihre U7a und danach der Große seine U9, die mich wieder emotional sehr forderte. Wir waren extrem ausgelaugt, da die gesamte Familie abwechselnd oder oft auch parallel seit Oktober fast durchgehend krank war. Für uns war in diesem Winterhalbjahr der Ausnahmezustand zum Dauerzustand geworden. Es war einfach nur grässlich.

Im Mai fuhren wir erst in unseren Frühlingsurlaub, der zwar schön, aber aufgrund meiner Erschöpfung für mich sehr anstrengend war, und nach der Rückkehr feierte die Kleine ihren 3. Geburtstag mit einer kleinen Party in unserem Garten. Der Große hörte endgültig mit dem Mittagsschlaf in der Kita auf und ich schrieb den Text Sind Geschwister wirklich immer ein Geschenk?, der eine riesige Resonanz fand und ein vielgelesener Text geworden ist.

Im Juni hatte ich meine erste Reisekooperation mit dem Ferienpark Mirow, was mich sehr freute. Der Große fuhr auf seine zweite Kitareise, von der er gut gelaunt zurückkam, worüber ich sehr erleichtert war. Ich gab auf dem Blog Von Herzen und Bunt ein Interview zum Thema Hochsensible Kinder.

In den Juli starteten wir mit unserem Sommerurlaub, der überraschend entspannt und erholsam verlief. Allerdings hatten wir an der Ostsee wieder einmal kein Glück mit dem Wetter. Das Thema selbstbestimmtes Einschlafen ging durch die Elternbloggerwelt und ich trug auch einen Text dazu bei. Am Ende des Monats war der Große das einzige Mal in diesem Jahr für 3 Tage bei den Großeltern zu Besuch und im Anschluss daran besuchten sie uns noch 3 Tage. Leider war der Große ausgerechnet dann von einem akuten Schiefhals betroffen und wir verbrachten einen Tag im Krankenhaus.

Seit August ist der Große nun ein Vorschulkind, das letzte Kitajahr begann und wir hatten wieder ein Entwicklungsgespräch über ihn. Und am Ende des Monats übernachtete ich erstmals mit ihm in unserem Garten, was bedeutete, dass die Kleine, damals 3 1/4 Jahre alt, die erste Nacht überhaupt seit ihrer Geburt von mir getrennt war.

Seit September waren/ sind beide Kinder in einer sehr anstrengenden Phase. Der Große zeigt deutlich seine Vorschulpubertät und verhält sich sehr wechselhaft und unberechenbar. Die Kleine durchlebt vermutlich die letzten Züge ihrer insgesamt glimpflich verlaufenen Autonomiephase und holt alles nach, was sie bis jetzt "versäumt" hat. Puh! Wir hatten wieder ein Entwicklungsgespräch über die Kleine und ritten am Monatsende auf Elefanten.

Der Oktober war geprägt von unserem ersten Flugurlaub mit beiden Kindern, der nicht unanstrengend, aber doch - vor allem für mich - sehr schön und befreiend war. Auch die Kleine spricht immer noch sehr häufig davon. Kurz vorher ließ sie sich endlich, nach knapp 3 1/2 Jahren, zuhause auch vom Papa ins Bett bringen. Ein riesiger Fortschritt! Außerdem meldeten wir den Großen in seiner Schule an, was von sehr zwiespältigen Gefühlen bei mir begleitet war.

Im November feierte ich meinen 2. Blog-Geburtstag und hatte ein Interview mit den Autorinnen des Blogs Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten. Die Großeltern waren das zweite Mal in diesem Jahr für 3 Tage zu Besuch und diesmal waren ausgerechnet dann beide Kinder krank. Anlässlich dieses Besuchs und "dank" der dunklen Jahreszeit merkten wir wieder deutlicher, wie allein wir ohne konkrete Entlastung sind, und ich machte meinem Kummer darüber in dem vielgelesenen Text Es braucht ein Dorf Luft.

Und im Dezember ging es natürlich um Weihnachtsgeschenke und -vorbereitungen. Im Nachgang eines der aktuellen charakteristischen Wutanfälle der Kleinen schrieb ich den Text Wenn der Wutsturm kommt, der so oft geteilt wurde, dass er innerhalb von 2 Tagen mein meistgelesener Text und der Dezember mein bester Monat seit Blogstart wurde. Wahnsinn! Außerdem gab es ein Interview mit mir als hochsensibler Mama auf dem Blog ÖkoHippieRabenmütter. Weihnachten verlief aufgrund einer kranken Tochter nicht planmäßig und nun genießen wir die letzten Tage des Jahres in einem Kurzurlaub.

Zusammenfassung und Ausblick:
Nachdem das wirklich furchtbare Winterhalbjahr 2015/16 überstanden war, ging es kräfte- und krankheitsmäßig bergauf. Wir verbrachten im Sommer viel Zeit im Garten bzw. überhaupt im Freien und konnten durch die längeren und entspannteren Urlaube etwas besser auftanken. Sehr nervenaufreibend war und ist die emotionale Instabilität beider Kinder seit September, ein großer Kontrast zu der Zeit vorher. Das neue Jahr wird geprägt sein vom Abschied von der Kita und der Einschulung des Großen im September. Ich hoffe, dass die Kleine sich noch ein wenig mehr von mir abnabelt und ich vielleicht sogar meine erste kleine Reise allein machen kann. Die Kleine wird im Mai 4 Jahre alt, der Große im März schon 6. Unglaublich! Und schön!

Ich freue mich, wenn ihr mir treu bleibt und weiterhin hier lest. Ich wünsche euch allen einen entspannten Start ins Neue Jahr 2017!

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Ein Interview mit mir als hochsensibler Mutter

Nach meinem letzten, emotionalen Text Wenn der Wutsturm kommt, der innerhalb von 2 Tagen mein meistgelesener Beitrag seit Blogstart wurde und auf Facebook über 40.000 Menschen erreicht hat (unglaublich!), möchte ich euch ein Interview mit mir ans Herz legen, das heute auf dem Blog ÖkoHippieRabenmütter veröffentlicht wurde. Innerhalb der Reihe #HochsensibleMütter beantworte ich Fragen zu meiner Hochsensibilität als Mama und Mensch und berichte von den Schwierigkeiten, Herausforderungen und Chancen dieser Konstellation, besonders auch in Kombination mit einem hochsensiblen Kind. Da ich es bisher trotz vieler Anläufe nicht hingekriegt habe, einen zusammenhängenden Text zu diesem komplexen Thema zu schreiben, freue ich mich, dass ich einige schöne und spannende Fragen beantworten konnte. Viel Spaß beim Lesen!

Hier geht's zum Interview:
„Alles hatte endlich einen Namen“ – Frühlingskindermama bei #HochsensibleMütter



Montag, 19. Dezember 2016

Wenn der Wutsturm kommt

Ich sitze auf dem Sofa, immer noch fix und fertig. Mir ist flau im Magen und durch meinen Kopf dröhnt das Wutgeschrei der Kleinen, das schon 3 Stunden zurückliegt. Fast 45 Minuten lang war sie völlig außer sich, hat gewütet und getobt, geschrien und geweint, getreten und Dinge nach mir geworfen. Nichts half. Ich war bei ihr, habe sie begleitet, ohne ungeduldig, sauer oder selbst wütend zu werden. Ich habe zwischendurch geweint, weil ich ihr überhaupt nicht helfen konnte und auch aus Mitleid mit mir selbst, weil sich dieser Wutsturm wiedermal an mir entladen hat. Aber ich bin ganz ruhig geblieben. Ich saß auf dem Fußboden im Flur, wo sie hockte und sich herumwälzte, habe die Arme nach ihr ausgestreckt, wenn ich das Gefühl hatte, sie öffnet sich ein Stück weit. Ich sah es in den zusammengekniffenen Augen in ihrem wutverzerrten, schreienden Gesicht, dass sie gern wollte, aber nicht konnte. Nach einer langen Weile kam sie sogar zwei Mal kurz zu mir und versuchte, sich anzuschmiegen, stieß mich aber gleich wieder von sich und brüllte noch mehr. Es ging noch nicht. Ich war still, habe nichts gesagt, sondern nur gewartet. Jedes Wort, jede Handlung verstärkte das Gebrüll nur. Die Kinder waren spät mit dem Papa nach Hause gekommen. Wir wollten Abendbrot essen, der Große saß schon am Tisch. Er hielt sich die Ohren zu. Der Mann brachte ihn mit seinem Essen ins Kinderzimmer, um ihn zu schützen. Irgendwann, nach einer unendlich scheinenden Zeit, es waren fast 45 Minuten, beruhigte sich die Kleine endlich und war wieder zugänglich. Dann ließ sie auch wieder Körperkontakt zu. Wir aßen zusammen und kuschelten auf dem Sofa.

Woher kam dieser Wutsturm? Früher wäre ich völlig ratlos und überfordert gewesen und hätte mir solch eine heftige Reaktion nicht erklären können. Oft war ich auch gekränkt. Mittlerweile kenne ich meine Kinder und weiß meist, worauf und wie sie reagieren. Ich habe mich auch selbst weiterentwickelt. Und das macht mich ruhiger. Ich denke, es war eine Kombination aus diversen unglücklichen Faktoren. Es war Freitag und die Kinder waren kaputt von der Woche. Die Kleine machte seit kurzem keinen Mittagsschlaf mehr in der Kita und war nachmittags immer enorm knatschig gewesen. Der Mann hatte die Kinder am Vortag und am Wutsturm-Tag von der Kita abgeholt und sie hatten mich an diesen beiden Tagen 10 Stunden lang nicht gesehen. Er war an beiden Nachmittagen mit den Kindern noch bis 18:15 Uhr unterwegs gewesen und das ist für sie extrem anstrengend, besonders im Winter. An den Nachmittagen war laut Aussage des Mannes alles super gewesen, d.h. die Kleine muss sich sehr zusammengerissen haben, da sie bei mir seit Wegfall des Mittagsschlafs immer motzig gewesen war. Nach der stundenlangen Anpassung in der Kita kam also noch das Zusammenreißen beim Papa dazu. Vielleicht war sie auch sauer auf mich, dass sie so lange von mir getrennt sein musste. Sie war also erschöpft, müde, kaputt, hatte mich vermisst, war gleichzeitig sauer und musste ihre Emotionen sehr lange unterdrücken. Als sie nach Hause kam und mich sah, kam das alles hoch. Und wenn sich so vieles in einem Menschen anstaut, muss das irgendwie raus. Dann fehlt nur noch ein Tropfen, der zur Explosion führt.

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Der konkrete Auslöser war: ich hatte für beide Kinder ein Mini-Mitbringsel auf den Tisch gelegt. Als die Kleine das sah und sich irgendwie benachteiligt fühlte, brüllte sie los. Da ihr Mitbringsel sie so sehr aufregte, packte ich es wieder weg. Das regte sie natürlich noch mehr auf. Dann musste ich mich kurz um den Großen im Bad kümmern. Das war zuviel für sie. Der Wutsturm brach sich Bahn und ließ sich nicht mehr stoppen. Zum Glück war ich ausgeruht und ausgeglichen, da ich an beiden Tagen nach der Arbeit noch zwei Stunden allein zuhause war, bis die Kinder kamen. Bin ich gestresst, angeschlagen oder unter Druck, klappt das Geduldigsein und Ruhigbleiben nicht so gut. Zum Glück war auch noch eine andere Betreuungsperson, der Papa, greifbar, der sich um den Großen kümmern konnte. Wenn man allein mit beiden Kindern ist, muss das andere Kind in dieser Zeit komplett zurückstecken und warten. Denn wenn ich mich um das Geschwisterkind kümmere, wird die Wut immer stärker. Und auch nach dem Wutsturm bekommt ja das sich gerade beruhigende Kind meine Aufmerksamkeit. Wenn ich mich dann gleich wieder dem Geschwisterkind zuwende, regt sich das Wutsturm-Kind nämlich wieder auf. Das sind sehr schwierige, kräftezehrende Situationen für alle Beteiligten.

Nachdem die Autonomiephase der Kleinen bisher wirklich - im Vergleich zum Großen - recht glimpflich verlaufen ist und meist gut zu händeln war, weil ihre Wut nicht ganz so heftig und körperlich war, ihre Ausraster berechenbarer waren und sie sich schon immer leichter beruhigen ließ als der Große, durchläuft sie nun seit einigen Monaten doch noch eine deutlich extremere Phase. Sie wird jetzt immer sehr schnell wütend, manchmal ärgert sie jede Kleinigkeit, und sie lässt sich kaum noch von außen beruhigen, sondern man muss wirklich mit ihr zusammen warten, bis der Wutsturm vorbei und sie wieder zugänglich ist. Ich tröste mich immer damit, dass es das letzte Aufbäumen ihrer Autonomiephase ist. Sie ist jetzt 3 1/2 Jahre alt. Und es macht für mich einen großen Unterschied in der "Nachbereitung" solcher Wutstürme, dass man, weil sie ein sehr kuscheliges, anschmiegsames Wesen hat, danach wieder mit ihr knuddeln und schmusen kann. Das war ja beim Großen nicht möglich gewesen und das macht viel aus.

Trotzdem kosten mich solche Ausraster immer noch viel Kraft, ich bin richtig aufgewühlt, weil ich in diesen Momenten soviel Energie aufbringe, um der Kleinen bzw. beiden Kindern gerecht zu werden. Und ich weiß noch, wie ausgelaugt ich nach den häufigen und heftigen Wutstürmen des Großen immer war. Für die Kinder selbst ist das natürlich auch unglaublich anstrengend, aber sie erholen sich schneller. Mir hängt das noch stundenlang nach. Diesmal aber nicht, weil ich mich zermarterte und mit meinen Reaktionen haderte, wie früher oft, sondern ich wusste, ich hatte genau richtig reagiert. Sondern weil es eben Kraft kostet und ich danach liebevoll weiter mache, ohne sie spüren zu lassen, wie erschöpft ich davon bin. Weil ich mitleide, wenn eines meiner Kinder leidet und ich es nicht herausholen kann. Weil ich mich selbst in solchen Situationen sehe, als kleines Kind, das nicht aufgefangen wurde. Weil ich schon eine sehr kräftezehrende Autonomiephase beim Großen hinter mir habe. Und weil sich besonders viel immer bei mir entlädt.

Ich kann das übrigens viel besser zuhause auffangen als draußen in der Öffentlichkeit. Draußen, vor allem in Gegenden, wo wir Leute treffen, die wir kennen, bin ich viel schneller gestresst und ungeduldig. Ich weiß, dass das bei manchen Eltern umgekehrt ist. Bei mir wirkt dann der zusätzliche Druck von außen so, dass ich nicht so reagiere, wie ich eigentlich möchte. Kennt ihr das auch?

Ich hoffe, dass ich die Kleine auch noch durch den Rest ihrer Autonomiephase so geduldig und verständnisvoll begleiten kann wie an diesem Abend. Ich bedauere es, dass ich beim Großen damals noch nicht so weit war, aber die Umstände waren eben tatsächlich andere und man entwickelt sich als Eltern ja auch weiter. Es gibt immer einen Auslöser und eine oder mehrere Ursachen für solche Wutstürme, auch wenn diese für uns auf den ersten Blick vielleicht nicht oder schwer zu erkennen sind. Aber wir sollten es zumindest versuchen. Ich führe mir immer mein Mantra vor Augen, dass die Ruhe der Bezugsperson die wichtigste Voraussetzung zur Beruhigung des Kindes ist (siehe Rezension von "Das überreizte Kind"). Das hilft durch die Wutstürme hindurch. Doch wie ich meinen Tank danach wieder fülle, weiß ich bis heute noch nicht.

Nachtrag von heute Abend:
Die Kleine fragte mich vorhin (3 Tage nach dem Vorfall), wo denn ihr Mini-Mitbringsel sei (was ich ja weggeräumt hatte). Und sagt, dass sie ja gerne sowas bekommen hätte wie der Große...:-)

Nach einer Begebenheit am Freitag, 16.12.2016.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Suchen sich Geschwisterkinder ihre Nischen?

Bekanntlich sind meine Kinder sehr verschieden, in fast allen Aspekten. Ich finde das einerseits herausfordernd, weil man mit beiden sehr unterschiedlich umgehen muss und sie keine unproblematische, harmonische Beziehung miteinander haben. Aber es ist auch toll, bereichernd, entlastend und sehr spannend. Ich vergleiche sie gern, nicht um sie zu bewerten oder auszuspielen, sondern ich beobachte einfach gern ihre Charaktere und ihre sehr unterschiedliche Entwicklung. Wenn ich darüber erzähle, sei es mündlich oder schriftlich, tritt oft die Auffassung zutage, dass Geschwister verschiedene Rollen einnehmen würden, je nachdem, welche Nische in einer Familie schon besetzt sei. So sei deswegen beispielsweise die Kleine überwiegend fröhlich, quirlig, kuschelig, mutig, risikobereit, selbstständig etc., weil der Große all dies eben nicht ist und diese Rolle in unserer Familie noch nicht besetzt gewesen sei. Deshalb habe sie sich ihre Nische gesucht und würde diese nun ausfüllen. Die Charakterzüge, die der Große nicht verkörpert, hätte sie sich sozusagen zueigen gemacht und diese charakterisieren sie nun. Zugegebenermaßen klingt diese These gerade bei so unterschiedlichen Geschwisterkindern sehr plausibel und ich will sie auch nicht komplett bestreiten. Allerdings glaube ich grundsätzlich nicht daran, dass der Charakter von Kindern sich lediglich aus sozialen Rollen und dem Einfluss der Umgebung konstruiert, sondern ich bin absolut überzeugt davon, dass Kinder mit einem ziemlich umfangreichen Grundgerüst von Anlagen zur Welt kommen und sich diese nur bedingt beeinflussen lassen, weder durch die Eltern noch andere äußere Umstände.

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Die immer wieder gern kolportierte These mit den verschiedenen Rollen lässt einige Punkte im Unklaren. Die Frage, woran das erste Kind, der Große, sich denn seinerzeit orientiert habe, wird z.B. nicht beantwortet. Ja, solch eine Theorie impliziert, dass das erste Kind einer Familie mit festen Anlagen, einem geformten Charakter zur Welt gekommen ist, die es dann ausfüllt, alle weiteren Kinder jedoch nur noch ihre Nischen suchen, d.h. keine originäre Prägung haben. Laut dem amerikanischen Psychologen Frank Sulloway orientieren sich die Erstgeborenen gar an den Eltern, weil noch kein Geschwisterkind vorhanden ist. Weiterhin erklärt die These nicht das Vorkommen sehr ähnlicher Geschwisterkinder, die es tatsächlich gibt, bis hin zu einer ähnlichen Gestik und Mimik. Dies würde dann wahrscheinlich so begründet, dass sie sich unbewusst gegenseitig nachahmen. Also das genaue Gegenteil der These mit den verschiedenen Rollen. Oder Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Man kann sich dann das herauspicken, was in dem einen oder anderen Fall gilt. Nicht sehr befriedigend sind solche Auffassungen.

Aber bleiben wir mal bei der These. Der Große wäre demnach also mit seinen festgelegten Wesenszügen auf die Welt gekommen: zurückhaltend, introvertiert, unkuschelig, reizoffen, hochsensibel, autonom, unzufrieden, ehrgeizig, perfektionistisch, vorsichtig, beobachtend, risikovermeidend, reaktionslangsam, veränderungsabgeneigt etc. Die Zweitgeborene, die Kleine, hätte dies nun gesehen, intuitiv gespürt oder im Laufe der Jahre mitbekommen und sich daraufhin die von ihm noch nicht besetzten Nischen gesucht. Deshalb ist sie eher extrovertiert, kuschelig, kooperativ, wandelbar, schnell, einfallsreich, risikobereit, fröhlich, lustig, musikalisch, nicht hochsensibel etc. Das hieße (nach dieser Theorie) im Hinblick auf diese Charakterzüge, dass sie entweder schon im Mutterleib bewusst anders als ihr Bruder geworden ist (wie hat sie das gemacht?) oder dass sie in den Aspekten, in denen sie ihm vielleicht ursprünglich sogar ähnlich war, sich selbst absichtlich zum Gegenteil hin entwickelt hat, weil der Bruder eben so schon ist. Ich glaube das nicht.

Sicher übernimmt sie eher mal die mutige Rolle, wenn der Große zögerlich ist, aber doch deshalb, weil sie von Grund auf unbedarfter, wagemutiger, risikofreudiger ist, weil sie nicht soviel nachdenkt, sondern agiert. Ist sie kuschelig, körperbetont und anschmiegsam, weil der Große das alles nicht ist? Nein, sondern weil ihre Bedürfnisse anders sind und schon von Anfang an anders waren. Ist sie generell (zur Zeit eher nicht) ein kooperatives, auf Harmonie und Zusammenhalt bedachtes Kind, weil der Große nicht so ist? Nein, ihre Veranlagung ist eben so. Ist sie musikalisch, weil der Große es eher nicht ist? Nein, sie hat einfach Musik im Blut. Ist sie ein kleiner Clown, weil der Große sehr ernsthaft ist? Nein, sie ist lustig und übermütig. Und ist sie nach meiner jetzigen Einschätzung nicht hochsensibel, weil der Große es vermutlich ist und sie das Gegenteil besetzen will? Ich glaube kaum, dass man eine so charakteristische Eigenschaft zurückfahren könnte, nur weil das Geschwisterkind sie schon aufweist.

Warum sind dagegen BEIDE Kinder sehr lärmempfindlich, relativ wehleidig, sehr trennungsängstlich, um nur einige Beispiele zu nennen? In den übereinstimmenden Eigenschaften ist ja anscheinend keine Nische besetzt worden, sondern jedes Kind ist eben genau so, wie es von Natur aus ist. Wenn das das Gegenteil des Geschwisterkindes ist, dann wegen der unterschiedlichen Verteilung der biologischen Erbanlagen, sprich der charakterlichen Veranlagung. Sicherlich haben soziale Faktoren wie die Geschwisterposition (Erstgeborener, Sandwichkind, Nesthäkchen), die Familiensituation und überhaupt das Umfeld gewisse Einflüsse darauf, wie stark sich schon existierende Wesenszüge ausprägen oder nicht. Das bestreite ich überhaupt nicht. Bestreiten möchte ich aber die These, Kinder würden verschiedene Rollen einnehmen, nicht weil ihr Charakter so ist, sondern weil sie Nischen suchen und besetzen würden. Das hieße, das zweite Kind wird kein Schreibaby, wenn und weil das erste eines war, oder umgekehrt. Das hieße, es würde keine zwei musikalischen oder künstlerischen Kinder in einer Familie geben. Das hieße, Geschwister wären IMMER völlig unterschiedlich. Dem ist ja nicht so, genauso wenig, wie das erste Kind immer vernünftig und angepasst und das letzte Kind immer das "verwöhnte Nesthäkchen" ist. Ich denke, wir alle kennen Beispiele dafür und dagegen.

Das Besetzen von Nischen diene vor allem dazu, allzu starke Konkurrenz unter Geschwistern zu vermeiden und die begrenzten Ressourcen elterlicher Zuwendung gerecht zu verteilen. Auch dies kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Meine Kinder konkurrieren trotz ihrer Verschiedenheit sehr heftig um unsere Aufmerksamkeit. Man hat oft nicht den Eindruck, dass sie sich trotz ihrer angeblich verschiedenen Rollen genügend wahrgenommen fühlen. Möglicherweise wäre die Geschwistersituation bei uns sogar entspannter, wenn sie sich ähnlicher wären. Die Geschwisterforschung kommt bisher zu sehr gegensätzlichen Ergebnissen, was die These der Nischen betrifft. Ich denke, jeder, der mehrere Kinder hat, wird seine eigenen Erfahrungen machen. Und obwohl die These, bezogen auf meine Kinder, erstmal plausibel klingt, glaube ich nicht daran, dass sich die Kleine ihre Nischen gesucht hat und deshalb so anders als der Große geworden ist. Denn sie war vom ersten Tag ihres Lebens an anders als er. Sie sucht sich keine Nischen, sondern hat genauso ihren eigenen Charakter, ihre Veranlagung wie der Große. Sie auf eine Nischenbesetzerin zu reduzieren, wird ihr in keinster Weise gerecht. Sie ist der Gegenpart des Großen, ja, aber als eigenes originäres Wesen, nicht als sozial geprägtes Konstrukt. Ich denke, solch eine Auffassung wird keinem Menschen gerecht. Ich jedenfalls möchte mich (das Beispiel hinkt, da ich die Erstgeborene bin) nicht darauf reduzieren lassen, dass mein Charakter so ist, wie er ist, weil der meines Bruders anders war. Ihr?

Was denkt ihr zu dem Thema, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Kennt ihr sehr unterschiedliche oder auch ähnliche Geschwisterkonstellationen? Wie war das bei euch in der Herkunftsfamilie und wie ist es mit euren Kindern? Was hat eurer Meinung nach mehr Einfluss, die biologischen Anlagen oder soziale Einflüsse?

Montag, 12. Dezember 2016

Für puzzlefreudige Schmuckhüterinnen: "my 3D Puzzle - DiamonTree" von Ravensburger (mit Verlosung)


Werbung und Verlosung

Ich liebe ja Fotoprodukte unglaublich. Im Regal stehen Fotobücher, zuhause und auf der Arbeit trinke ich aus Fototassen, auf dem Schreibtisch liegt ein Fotomousepad, am Kühlschrank hängen Fotomagnete, an der Wand Fotoleinwände, die Schlüssel befinden sich an Fotoschlüsselanhängern und die Kinder lieben ein Fotopuzzle mit einem Motiv aus der Babyzeit der Kleinen. Fotoprodukte verbinden zwei Aspekte: es sind gleichzeitig wertvolle, schöne Erinnerungen an bestimmte Momente und praktisch nutzbare Dinge. Ich mag es, die Fotos zu betrachten und in die Erinnerungen einzutauchen. Deshalb möchte ich euch heute ein tolles neues Fotogeschenk von Ravensburger, nämlich my 3D Puzzle - DiamonTree vorstellen, was ein Schmuckständer und 3D-Puzzle in einem und ein wunderschönes personalisiertes Geschenk für kleine oder größere Mädchen ist. Und gleichzeitig verlose ich auch ein Exemplar an euch.


Die Gestaltung im myRavensburger Shop war denkbar einfach. 2 - 3 individuelle Fotos auswählen, hochladen, auf Vorder- und Rückseite anordnen, evtl. Filter und Effekte auswählen und fertig ist man. Danach kann man der Geschenkbox einen Titel geben und schließt den Bestellvorgang ab. Der ganze Prozess dauert, wenn man einige schöne Bilder parat hat und nicht erst Tausende von Fotos durchstöbern will, keine 10 Minuten. Die Lieferzeit betrug bei mir 4 Tage und wird im Moment mit 5 -7 Tagen angegeben. Wirklich sehr einfach und bequem. Nichts ist schlimmer als Onlineshops, vor denen man Stunden an Zeit verbringt.


Als die Bestellung ankam, schaute ich erst einmal allein in die schöne Geschenkbox hinein - und war froh, dies getan zu haben. Denn die Puzzleteile waren alle zusammen, d.h. das Puzzle war schon fertig! Da der Überraschungseffekt bei einem Geschenk dadurch gleich null ist, nahm ich die Kunststoff-Puzzleteile vorher auseinander. Später machte ich mich mit der Kleinen an den Zusammenbau.


Das Puzzle war für sie mit 3 1/2 Jahren natürlich noch zu schwer, obwohl sie eine gute und begeisterte Puzzlerin ist. Das Alter für dieses Fotoprodukt wird mit "ab 8 Jahren" angegeben. Im Gegensatz zu normalen Puzzles setzt man dieses nicht auf der Vorderseite, sondern anhand der Zahlen auf der Rückseite zusammen. Ich probierte es mit meinem 5 3/4-jährigen Großen und er schaffte das schon sehr gut. Die 108 Puzzleteile sind aus Kunststoff und halten ohne Klebstoff zusammen, nur durch das Ineinanderklicken.


Die Kleine staunte, als sie sich auf den Bildern erkannte. Wie schade wäre es gewesen, wenn ich die Puzzles im Ganzen gelassen hätte! Danach bauten wir die restlichen Teile zusammen, was trotz guter Verarbeitung der Teile nicht ganz einfach war. Aber als es fertig da stand, die Kleine ihre Fotos sah und ich ihr sagte, wofür sie das Puzzle nutzen kann, war sie hellauf begeistert, holte gleich ihre Box mit dem Haarschmuck und verteilte ihre Zopfgummis an den Ästen des my 3D Puzzle - DiamonTree. Sie trug den Schmuckständer selig ins Kinderzimmer und dort steht er nun in ihrem Regal und wird täglich mit ihren Haargummis und Ringen geschmückt. Ein wunderschönes, außergewöhnliches und nützliches personalisiertes Geschenk für kleine und große Mädchen, das den Schmuck zur Geltung bringt!



Die Maße des my 3D Puzzle - DiamonTree seht ihr im myRavensburger Shop; ich hatte es mir, ohne darauf zu achten, etwas größer vorgestellt. Wenn das my 3D Puzzle - DiamonTree zusammengebaut ist, benötigt man die schöne Geschenkbox nicht mehr, was wirklich schade ist. Wir lieben es, zusammen die Fotos auf der Vorder- und Rückseite anzusehen. Das my 3D Puzzle - DiamonTree ist ein origineller Schmuckständer, verbunden mit seinem Wert als Träger von Fotoerinnerungen, und damit ein geniales Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk!


Verlosung:

Ich verlose ein my 3D Puzzle - DiamonTree, das ihr nach euren Vorstellungen gestalten könnt. Das wäre doch ein tolles Weihnachtsgeschenk, oder?

Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir bitte hier einen Kommentar, wie ihr Fotoprodukte findet und für wen ihr das my 3D Puzzle - Diamon Tree gewinnen möchtet. Zusätzlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook folgt und das Gewinnspiel, auf welchem Kanal auch immer, teilt. Ist aber keine Bedingung. Bitte gebt euren Namen an!

Die Verlosung läuft bis zum 15. Dezember 2016, 23.59 Uhr. Unter allen bis dahin eingehenden Kommentaren wird der Gewinner/ die Gewinnerin ausgelost und hier per Kommentar sowie auf Facebook bzw. Twitter bekanntgegeben. (Ich sehe keine Mailadressen, kann euch also nicht per Mail benachrichtigen.) Der Gewinner muss sich innerhalb von 5 Tagen nach Benachrichtigung zurückmelden und erhält dann einen Gutscheincode von mir, den ihr im myRavensburger Shop für das my 3D Puzzle - DiamonTree einlösen könnt. Der Gutscheincode ist bis zum 30.06.2017 gültig. Für den Versand außerhalb Deutschlands sind evtl. zusätzliche Versandkosten zu zahlen. Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Viel Glück!


In Kooperation mit Blogfoster.

Bildrechte: Frühlingskindermama

Freitag, 9. Dezember 2016

Frühlingskindermund 3

Hier kommen wieder einmal die süßesten und lustigsten verbalen Ergüsse meiner Kinder seit August 2016. Den ersten Teil findet ihr hier und den zweiten Teil hier.

Ich: "Und wie bist Du in Mamas Bauch rein und wieder raus gekommen?"
Kleine: "Da hab ich mich ganz klein gemacht und bin reingekrabbelt. Und dann hab ich mich wieder ganz klein gemacht und bin wieder rausgekrabbelt."
(26.08.16  - so ähnlich schon in Frühlingskindermund 1, wird immer wieder gern besprochen)

Die Kinder experimentieren mit der Handykamera.
Großer zur Kleinen: "Mach mal so, dass man das Blutige in Deinen Augen sieht!"
(05.09.16)

Kleine: "Wenn Mama und Papa mal weg sind, haben wir niemanden zum Po-Abwischen!"
(09.09.16)

10 Uhr morgens am Sonntag. Die Kirchenglocken läuten.
Kleine: "Die Gläuten locken!"
(11.09.16)

Ich: "Da ist das Krankenhaus, wo ihr beide aus meinem Bauch rausgekommen seid. Aber nicht zusammen, sondern erst Du, Großer, und dann Du, Kleine."
Kleine empört: "ICH wollte zuerst rauskommen!"
(23.09.16)

Im Kindertheater. Jedes Kind darf sich einen Kaubonbon nehmen. Die Kleine fragt: "Und für meinen Bruder auch einen?" (Er ist nicht dabei.). Darf sich einen nehmen und isst ihn natürlich selbst auf.
(10.10.16)

Kleine im Mallorca-Urlaub: "Die Bäume sehen aus wie Broccoli!"
(17.10.16)

Großer im Mallorca-Urlaub: "Da ist ein Ganzmond am Himmel!"
(Oktober 2016)

Kleine: "Ich hab schon mal auf einem Pony gereitet und das hat mir gefällt!"
(30.10.16)

Großer: "Ich mag keinen Eisbecher haben, weil mir das so weh in den Ohren tut, wenn das ausgekratzt wird."
(22.11.16)

Kleine: "Das T-Shirt mag ich nicht, das ist mir zu weiß!"
(29.11.16)

Ich morgens zur Kleinen: "Ich möchte auch so schöne Haare wie Du haben!"
Kleine: "Die hab ich gekriegt, als ich klein, war, weil ich so süß war!"
(01.12.16)

Sitze mit der Kleinen im Bus. Der Blinker geht an (klackklackklackklack).
Sagt sie: "Oh, eine Pferdekutsche!"
(03.12.16)

Kleine: "Ich muss dich fotoappafieren!"
(04.12.16)

Kleine hängt Ostereier im Garten an einen Baum.
"Ich hab das für den Weihnachtsmann gemacht!"
(22.10.16)